«Ich habe keine Lust auf die Challenge League.» Das sagte Winterthur-Stürmer Nishan Burkart nach dem 2:1-Erfolg gegen Lausanne-Sport. Dank dem Heimsieg auf der Schützenwiese ist das Schlusslicht bis auf 4 Punkte an die Grasshoppers, die parallel das Stadtderby 1:2 verloren, herangerückt.
Passend zu diesem dramatischen Fernduell am Samstag kommt es am Dienstag zum direkten Aufeinandertreffen. Ab 20:30 Uhr geht es im Letzigrund zwischen GC und dem FCW darum, wer direkt absteigt und wer den Gang in die Barrage schafft. Möglich ist natürlich auch, dass es noch keine Entscheidung gibt:
- Denn gewinnt Winterthur, dann nähern sich die Eulachstädter den Stadtzürchern bis auf einen Zähler. Der Absteiger und der Barrage-Teilnehmer werden dann am Samstag im Fernduell ermittelt. Winterthur empfängt am letzten Spieltag Luzern, GC gastiert in Lausanne.
- Gewinnt Winterthur jedoch nicht, dann muss das Team von Trainer Patrick Rahmen den Gang in die Challenge League antreten. Die neu von Peter Zeidler trainierten Grasshoppers würden zum 3. Mal in Serie die Barrage bestreiten.
Apropos Zeidler: Der 63-jährige Schwabe wollte nach seiner missglückten Premiere im Stadtderby ausdrücklich die Bezeichnung «Endspiel» vermeiden. Viel lieber wolle er von einer «grossen Chance» sprechen. Zeidler sprach gar von einer «eigentlich guten Konstellation», denn «mit einem Erfolgserlebnis gegen Winterthur wären wir für die Barrage gut vorbereitet».
Was spricht für GC, was für «Winti»?
Viele Gründe, so optimistisch zu sein, haben die Grasshoppers eigentlich nicht: Von 17 Super-League-Spielen im Jahr 2026 verloren sie deren 11 – darunter die letzten 3.
Allerdings, und das dürfte den «Hoppers» Mut machen, kennt sich GC mit Erfolgserlebnissen gegen Winterthur aus. Die letzten beiden Begegnungen entschied der Rekordmeister jeweils auf der Schützenwiese ohne Gegentor für sich. Das letzte Duell liegt fast auf den Tag genau einen Monat zurück – es war der bis heute letzte GC-Sieg.
Seit rund 180 Minuten warten die Winterthurer auf ein Tor gegen die Grasshoppers – doch besonders 2 Statistiken dürften ihnen Hoffnung auf einen Vollerfolg machen:
- Die Formkurve: Im Gegensatz zu GC zeigt die Formkurve bei Winterthur nach oben. In Genf (3:5) wusste sich der FCW zwischenzeitlich ordentlich zu wehren. Gegen den FC Zürich (2:2) sicherte er sich einen späten Punkt. Zu Hause gegen Lausanne-Sport gab es den 1. Ligasieg seit dem 15. März.
- Die Gastspiele bei GC: Im Letzigrund haben die Winterthurer gegen GC schon lange nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage datiert vom 12. März 2023. Seit damals schauten 2 Siege und 2 Unentschieden – davon eines zu Beginn dieser Saison – heraus.