- Servette und YB trennen sich in einem spektakulären Spiel in der 15. Super-League-Runde 4:4.
- Beide Teams liegen zweimal in Führung und kommen zweimal von einem Rückstand zurück.
- In den weiteren Sonntagsspielen fallen zwischen Basel und St. Gallen keine Tore, Leader Thun unterliegt bei Lausanne-Sport.
Das erste Super-League-Spiel am Sonntag hat den Fans Spektakel geboten. Sowohl Servette als auch YB konzentrierten sich vor allem auf die Offensive und vernachlässigten die Defensive dafür teils fahrlässig. Das Ergebnis: Beide Teams netzten je viermal ein – ein torreiches Remis im Stade de Genève.
In der 2. Halbzeit hatte es danach ausgesehen, als ob YB das bessere Ende für sich behalten würde. Nach dem 4:3 von Jaouen Hadjam (68.) führten die Gäste bis zur 84. Minute. Dann schlug die Stunde von Samuel Mraz. Der eingewechselte Stürmer köpfelte eine Flanke ungedeckt zum 4:4-Ausgleich und damit zum Endstand ein.
Tore, Tore, Tore
Es war bereits der zweite Ausgleich, den Servette in der 2. Hälfte erzielte. 12 Minuten nach Wiederanpfiff hatte Chris Bedia von einem Fehler von Jérémy Frick profitiert, der an einer Flanke vorbeigesegelt war. Per Kopf vollendete der YB-Stürmer ins leere Tor und traf damit erstmals gegen seinen Ex-Klub. Die Führung hielt allerdings nur 4 Minuten. Ein sehenswerter Volley von Jérémy Guillemenot fand den Weg zum 3:3 ins Netz.
Bereits die 1. Halbzeit hatte mit Spektakel nicht gegeizt. 2:2 stand es nach 45 Minuten:
- 12. Minute: Guillemenot trifft erstmals seit Mai 2024 wieder in der Super League. Der Stürmer steht im Strafraum goldrichtig und netzt zum 1:0 ein.
- 26. Minute: YB spielt zielstrebig nach vorne. Alan Virginius leitet auf Christian Fassnacht weiter, der für den Ausgleich besorgt ist.
- 33. Minute: Servette reagiert direkt. Über die linke Seite kommt der Ball in die Strafraummitte zum völlig unbedrängten Florian Ayé. Der Stürmer kann die Kugel noch annehmen und anschliessend einschieben.
- 45.+3. Minute: Kurz vor der Pause fällt der erneute Ausgleich. Alvyn Sanches zeigt sein Können und schlenzt den Ball ins Netz.
Kurz vor dem 2:2 hatte es kurzzeitig 3:1 geheissen, doch Schiedsrichter Lukas Fähndrich kassierte einen Genfer Treffer wieder ein. Torschütze David Douline stand in einer undurchsichtigen Situation gleich zweimal im Offside, das Tor zählte zurecht nicht.
YB orientiert sich nach vorne
Am Ende war das Unentschieden das gerechte Resultat. Beide Teams hatten zusätzlich zu den Toren noch je einen Aluminiumtreffer zu verzeichnen. Die Berner verpassten mit dem Remis den dritten Sieg in Serie, während Servette zum vierten Mal hintereinander sieglos bleibt.
So geht's weiter
Unter der Woche stehen die Achtelfinals im Schweizer Cup an, allerdings ohne Servette und YB, beide sind bereits ausgeschieden. Am nächsten Wochenende treten die Genfer am Samstag auswärts bei GC an, die Berner müssen am Sonntag zum FC Sion.