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SRF-Experte Huggel über die Situation beim FC Basel
Aus Sport-Clip vom 26.08.2020.
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SRF-Experte über FCB-Unruhen Huggel ortet die Probleme in der Kommunikation und im Know-how

Beni Huggel spricht über die Unruhen und die Kommunikationsschwächen beim FC Basel.

Beni Huggel ist quasi ein Basler-Original. Von 1998 bis 2005 und 2007 bis 2012 stand er während insgesamt 12 Jahren beim FCB unter Vertrag und absolvierte fast 300 Partien in der höchsten Schweizer Spielklasse.

Die Unruhen im Klub, die mit der Demission von Alex Frei als U21-Trainer einen neuen Höhepunkt erreicht haben, verfolgt er hautnah. In der Pause des Cup-Halbfinals am Dienstag zwischen Basel und Winterthur (6:1) sprach der SRF-Experte vor allem in 4 Punkten Klartext.

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Koller, Zbinden, Frei – viel Unruhe beim FC Basel
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1. Mangelnde Kommunikation

Seit Monaten gibt Basel in Bezug auf die externe Kommunikation ein schlechtes Bild ab. Zum Frei-Rücktritt hat sich die FCB-Führung noch nicht geäussert. Präsident Bernhard Burgener war beim Cup-Halbfinal nicht im Stadion, CEO Roland Heri wollte sich gegenüber SRF nicht äussern.

Auch zum Wechsel von Ciriaco Sforza als Nachfolger von Marcel Koller wurde zuerst keine Auskunft gegeben. Auch nicht, als Wil die Wechsel-Absichten von Sforza in einer Medienmitteilung veröffentlichte. Erst am Mittwochabend kam die Bestätigung. «Die Kommunikation ist sehr wichtig. Und diese war beim FC Basel in letzter Zeit nicht gut», meint Huggel.

2. Der plötzliche Frei-Rücktritt

Alex Frei war Kandidat auf die Nachfolge von Marcel Koller als Cheftrainer beim FC Basel. Der Vertrag lag offenbar unterschriftsreif bereit. Dann die Kehrtwende am Montag: Frei kündigte seinen Job als U21-Coach per sofort.

«Es ist schlimm, dass das passiert ist. Er ist ein Trainer-Talent», sagt Huggel und führt weiter aus: «Sein Rücktritt hat mit atmosphärischen Störungen im Klub zu tun. Irgendwann lupft es ihm den Deckel und dann ist er sehr konsequent. Es brauchte nur den Tropfen auf den heissen Stein, damit er seine fristlose Kündigung einreichte.»

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Das sagt Huggel über Freis Rücktritt
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3. Fehlbesetzung im Verwaltungsrat

2017 hat Burgener den FC Basel übernommen. Der Präsident installierte einen Verwaltungsrat mit Marco Streller, Alex Frei und Massimo Ceccaroni. Alles ehemalige Spieler und Identifikationsfiguren des FCB. 3 Jahre später sind alle weg. «Der Verwaltungsrat war falsch zusammengesetzt. Es war zwar viel Fussball-Sachverstand vorhanden, aber zu wenig Management-Verstand. Es war niemand da, der schon ein Unternehmen geführt hat», erläutert Huggel.

4. Zu viele Wechsel auf den wichtigen Positionen

Der SRF-Experte weiss auch, welche Komponenten für einen Klub nicht erfolgsförderlich sind: «Die vielen Wechsel auf den wichtigen Positionen. Trainer, Sportchef, CEO.» In Burgeners Amtszeit wurde Raphael Wicky als Trainer entlassen (2017), Patrick Rahmen für Marcel Koller fast verpflichtet (2019) und Kollers Vertrag nicht verlängert (2020). Zudem verliess CEO Brigger den Klub nach nur einem Jahr (2018), die Sportchefs Streller und Ruedi Zbinden schmissen ihre Jobs 2019 resp. 2020 wieder hin.

SRF zwei, sport live, 25.08.2020, 20:15 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Trainer Koller ist das Opfer dieser ganzen "Inzucht" und Intrigen-Landschaft beim FC Basel. Streller, Frei, usw. gehören alle dazu. Und Huggel deckt diese auch noch in seiner Analyse; logisch als ehemaliger Fussball-Kumpel. Der ganze Vorstand inkl. Präsident gehört beim FC Basel ausgewechselt. Siehe FC St. Gallen, da hat es den Verein nach vorne gebracht spielerisch. Wenn Sforza nicht gleich Erfolg hat, bei dieser Konstellation sowie fast unmöglich, wird er sicher auch gleich "geopfert" werden.
  • Kommentar von Res Oppliger  (Camembaer)
    Als YB-Fan kann man nur hoffen, dass so fähige und souveräne Leute wie Beni Huggel oder Bruno Berner noch möglichst lange NICHTS zu sagen haben im sportlichen Bereich des FCB. Diesen beiden würde ich als Sportchef ähnliche Leistungen zutrauen wie Chr. Spycher bei YB.
    Ich verstehe auch nicht, wieso Burgener in der Reihenfolge zuerst einen neuen Trainer und dann erst den Sportchef bestimmt. Ob da dann die Chemie zwischen dem neuen Chef und Tschirri wirklich passt.... who knows?
  • Kommentar von werner freyler  (Werner Stadler)
    Burgener geht erst wen Basel pleite ist solange er sein sattes Gehalt bekommt wird er bleiben.