14 Punkte beträgt der Vorsprung des FC Thun auf Kantonsrivale YB vor dem Direktduell am Sonntag in der ausverkauften Stockhorn Arena. Fahren die Oberländer den 4. Super-League-Sieg in Folge ein, ist die Chance gross, dass das Team von Coach Mauro Lustrinelli auch am Saisonende vor «Gelb-Schwarz» liegt.
Beiden Coaches fehlen etliche Spieler. Lustrinelli muss Ersatz für den gelb-gesperrten Valmir Matoshi sowie die verletzten Christopher Ibayi, Layton Stewart und Nils Reichmuth finden. YB-Trainer Gerardo Seoane kann weder auf die verletzten Jaouen Hadjam, Ebrima Colley, Facinet Conte und Mats Seiler zählen, noch auf die gesperrten Olivier Mambwa und Saidy Janko.
Die Formkurve spricht deutlich für Thun: Der Leader hat die letzten beiden Spiele vor der Winterpause und die Partie letzten Sonntag bei GC gewonnen. YB blickt dagegen auf eine Serie von drei Niederlagen in Folge (inkl. Europa League sogar vier) zurück.
Seoane: Positives aus dem Lyon-Spiel
Aus dem Auftritt im unglücklich verlorenen EL-Spiel gegen Lyon schöpft Seoane dennoch Hoffnung: «Wir haben gegen eine Top-Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt, die uns Selbstvertrauen geben soll», sagte er im klubeigenen TV-Channel.
Dem FC Thun spricht er eine «geradlinige Spielweise» zu, die unangenehm für den Gegner sei. Der 47-Jährige erwartet viele Duelle, lange und zweite Bälle, und meint: «Wir müssen die Bereitschaft haben, in der Defensive sauber zu arbeiten.»
Die jüngste Derby-Geschichte darf die Hauptstädter optimistisch stimmen. Seit Juni 2020 hat YB gegen Thun nicht mehr verloren, damals allerdings unter Trainer ... Gerardo Seoane. Der letzte der seither drei Siege gelang den Young Boys mit einem 4:2-Heimsieg vergangenen September.