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Zwischen EM-Titel und Olympia Hasler träumt dank mentaler Stärke von einer Olympiamedaille

Melanie Hasler befindet sich kurz nach ihren beiden EM-Titeln in St. Moritz bereits in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele.

Für die Schweizer Bobpilotin Melanie Hasler scheint das sensationelle EM-Wochenende in St. Moritz immer noch surreal. «Man träumt natürlich immer von einer Medaille, aber ich hatte das nicht erwartet», blickt die Aargauerin auf den doppelten Gold-Coup im Engadin zurück. Es bedeute ihr extrem viel, dass an einem Wochenende alles aufgegangen ist: «Für solche Momente lebt eine Sportlerin.»

Der Fokus gilt inzwischen aber bereits dem nächsten Highlight. Im Februar kann die 27-Jährige zum 2. Mal in ihrer Karriere an Olympischen Spielen teilnehmen. Angesprochen auf die Veränderungen im Vergleich zu Peking sagt sie lachend: «Es wird definitiv weniger Corona-Tests geben, meine ersten Olympischen Spiele waren sehr speziell. Es war eine Geisterbahn, diesmal wird es komplett anders.»

Mentalität als neue Stärke

Seit den Wettkämpfen in Peking hat sich Hasler aber auch persönlich in vielen Bereichen weiterentwickelt: «Es waren 4 harte Jahre. Ich musste lernen, mit dem Druck umzugehen.» So habe sie sich vorab mental verbessert. Nur dank dieser neuen Stärke sei der Triumph in St. Moritz überhaupt möglich gewesen.

Angesprochen auf die Ziele in Cortina gibt sich die beste Schweizer Bobfahrerin aber noch zurückhaltend: «Es ist alles möglich. Ich will die Diplome von Peking bestätigen, aber ich träume natürlich von mehr.» Es sei sehr offen, auch weil alle etwa gleich viele Fahrten auf der Olympia-Bahn absolviert haben.

«Von Kurve 1 bis Kurve 5 ist es technisch sehr, sehr schwierig. Da wird es schon eine Vorentscheidung geben», beschreibt die 10-fache Podestfahrerin im Weltcup die im November eingeweihte Bahn. Es seien verschiedene Linien möglich, dies mache das Rennen spannend.

Ausrufezeichen bei der Einweihung

Beim Premieren-Rennen vor 2 Monaten setzte Hasler jedenfalls schon ein Ausrufezeichen. Im Monobob führte sie nach dem 1. Lauf völlig überraschend. In der Entscheidung fiel die Schweizerin allerdings noch auf Platz 7 zurück und verpasste ihren 1. Weltcup-Sieg.

Ob Hasler die richtigen Schlüsse daraus gezogen hat, wird sich Mitte Februar zeigen. Am 16. Februar kämpft sie im Monobob um die Olympiamedaillen. Am 21. Februar will die ehemalige Volleyballspielerin zusammen mit Anschieberin Nadja Pasternack den EM-Titel im Zweierbob bestätigen.

SRF zwei, «Sportflash», 21.1.2026, 23:55 Uhr ; 

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