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E-Sport in der Schweiz Schweizer E-Sport-Szene wächst und hat es trotzdem schwer

Seit über einem Jahrzehnt gibt es E-Sport-Bestrebungen in der Schweiz. Nachdem vor allem Fussballklubs erst jubelnd eingestiegen sind, haben sich mittlerweile viele wieder zurückgezogen. Woran liegt es?

11 Jahre ist es her, seit Hakan Pazarcikli ein paar Bekannte in ein Clubhaus im Zürcher Oberland eingeladen hat, um endlich herauszufinden, wer von ihnen der beste Fifa-Spieler auf der Playstation ist.

Auch wenn E-Sport damals noch kein Begriff war, das Turnier war ein Erfolg – und der Startschuss für die Schweizer Fifa-E-Sport-Szene. Bald wollten sich auch andere in virtuellen Fussballmatches messen und seither organisiert Pazarcikli Fifa-Turniere in der ganzen Schweiz; immer mit dem Ziel irgendwann eine Schweizer Fifa-Liga auszutragen.

Spieler in Trikots spielen Fifa an den Bildschirmen der Baloise International Gaming Show.
Legende: König Fussball Auch auf den Konsolen regiert König Fussball. Kein anderes Spiel wird in der Schweiz öfter gespielt. KEYSTONE/ADRIEN PERRITAZ

Fussballclubs zwischen Engagement und Ausstieg

2017 sah es so aus, als könnte die Schweizer Fifa-Liga tatsächlich Wirklichkeit werden. Überall auf der Welt engagierten Fussballclubs eigene E-Sport-Teams, um auch die junge Generation wieder vermehrt ins Stadion zu locken.

Den Anfang machte hierzulande der Drittligist FC United Zürich. Doch auch die Super-League-Klubs liessen sich nicht lange bitten: Auf den FC St. Gallen folgten Luzern, Lausanne und der FC Basel. Und mit dem FC Aarau Frauen hatte die Schweiz sogar weltweit einen der ersten Frauen-Fussball-Klubs, die eine E-Sportlerin unterstützten.

Doch vor allem, weil keine einheitliche Schweizer Liga bereitstand, flachte die Euphorie bald wieder ab. Nach nur 6 Monaten legte Luzern sein Engagement auf Eis.

Liga-Verhandlungen weiterhin schwierig

Während unsere Nachbarländer bereits seit Jahren Fifa-Ligen austragen, dauern die Verhandlungen in der Schweiz weiter an.

Für eine gemeinsame Liga müsste sich nicht nur der Fussballverband und die Klubs einigen, die zurzeit grössere Probleme haben – auch die echte Fifa und der Hersteller des Spiels, Electronic Arts, sitzen mit am Tisch; genauso wie Hakan Pazarcikli mit seiner Turnierveranstaltungsfirma Gameturnier.ch.

Wachstum auch ohne Liga

Während die Liga weiterhin eine Vision bleibt, wächst die Schweizer Fifa-Szene gerade auch während der Pandemie weiter. Nie zuvor habe man so viele Online-Turniere ausgetragen und so viele Anmeldungen auf der Plattform verzeichnet, sagt Nico Filisetti Projekt Manager von den eStudios, die die Fifa Turniere übertragen.

SRF Virus: 10.6.2021, 15:20 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Claudio Schwaller  (Bewoelkt)
    Dieser Artikel ist irreführend. "Schweizer E-Sport-Szene" und dann handelt der Artikel nur von Fifa? Aber kein Wort zu wirklich relevanten E-Sports-Titeln wie z.B. League of Legends, CS:GO, DOTA 2 usw. oder dass die Schweiz mit Team BDS eine aufstrebende E-Sport-Organisation hat, welche unter anderem in Rocket League oder Rainbow Six Siege zu den Besten Europas wenn nicht sogar zu den Besten der Welt gehört. Stattdessen wird sich auf Fifa konzentriert nur weil Fussballvereine involviert sind.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    E-Sport ist nicht Sport - es ist ein Spiel. Punkt.
    Da ist nichts Gutes oder Schlechtes dabei, Spiele sind etwas Wunderbares ... aber Spiel und Sport sind zwei verschiedene Kategorien. Weil Sport halt schon organisiert und teils finanziert und mit einem positiven Image behaftet ist, wollen immer alle sich da dran hängen.
    Früher war das schon so bei Darts, Snooker, Poker, Tischfussball etc. ... das sind alles schöne Spiele, aber kein Sport!
    1. Antwort von Marc Blaser  (PrCh)
      Es tut mir Leid Ihnen das sagen zu müssen, aber das ist Ihre Wahrnehmung und nicht die Realität. Die Zeiten ändern sich und manche können das besser akzeptieren als Andere.