- Lukas Britschgi beendet die WM in Prag auf dem 9. Schlussrang.
- Der Schweizer meistert zwei Sprünge nicht und bleibt deutlich hinter seiner Bestleistung zurück.
- Überlegener Weltmeister wird der Amerikaner Ilia Malinin.
Nicht zum ersten Mal wurde Lukas Britschgi die Kombination Vierfach-Dreifach-Toeloop zum Verhängnis. Als Auftaktsprung geplant, musste der 28-Jährige bei der Landung nach vierfacher Drehung abbrechen – die Kombination konnte er auch im Verlauf des Programms nicht mehr nachholen.
Beim dreifachen Axel kam es für den letztjährigen Europameister noch schlimmer: Nach ungenügender Drehung konnte er den Sprung nicht stehen. Den Rest des Programms, namentlich die künstlerischen Elemente, brachte Britschgi dann aber gut durch.
Top-10-Platz verteidigt
So resultierten 163,30 Punkte für die Kür und 251,90 Zähler insgesamt. Beide Werte liegen über 20 Punkte unter seiner persönlichen Bestleistung (EM 2025 bzw. WM 2024). Dank des guten Kurzprogramms vom Donnerstag übertraf er seinen Saisonbestwert vom GP Frankreich dennoch um fast drei Zähler.
Den 9. Zwischenrang nach dem Kurzprogramm verteidigte der Schaffhauser. An seine beste WM-Klassierung von 2024 (Rang 6) kam Britschgi, der sich bei Olympia in Mailand mit Rang 14 hatte begnügen müssen, nicht heran.
Malinin kontert Kagiyamas Angriff
In der Top-6-Gruppe entwickelte sich ein wechselhaftes Medaillenrennen. Der japanische Olympia-Silbergewinner Yuma Kagiyama, nach dem Kurzprogramm nur 6., übertraf mit einer fantastischen Kür (212,87 Punkte/persönlicher Bestwert) die 300-Punkte-Marke, an der sich zunächst sämtliche Konkurrenten die Zähne ausbissen.
Als Letzter lief Superstar Ilia Malinin (USA), der Führende nach dem Kurzprogramm. Im Gegensatz zu Olympia, das für den 21-Jährigen in einem Debakel endete, hielten Malinins Nerven in Prag stand. Der Wunderläufer zeigte zahlreiche Vierfach-Sprünge, heimste für seine Kür 218,11 Punkte ein und sicherte sich mit total 329,40 Punkten überlegen zum 3. Mal in Folge den WM-Titel. Kagiyama hatte fast 23 Punkte Rückstand, Bronzegewinner Shun Sato (JPN) über 40.