«Ich hatte gar nicht Zeit, müde zu werden», sagt Nadja Kälin. Die sensationelle Bronzegewinnerin im olympischen 50-km-Rennen nimmt die Rückkehr in den Weltcup gelassen in Angriff. Auch weil sie sich keinerlei Druck auferlegt. «Ich habe mehr erreicht, als ich mir für diese Saison vorgenommen habe. Wenn's jetzt noch super läuft, ist es mega-cool. Wenn nicht, dann ist es halt so.»
Kälin, die an der Seite von Nadine Fähndrich im Val di Fiemme auch Olympia-Silber im Teamsprint holte, freut sich besonders auf den Skiathlon vom Sonntag. Es sei schön, dass man die WM-Strecke vom kommenden Jahr unter Wettkampfbedingungen testen könne.
Macht Fähndrich weiter?
Für Sprinterin Fähndrich steht naturgemäss der Einzelsprint vom Samstag im Fokus. Nach den Olympia-Rennen sei sie recht müde gewesen, bekennt die Luzernerin. «Aber seither konnte ich wieder Energie tanken.» Sie freut sich darauf, dass der Sprint in der Skating-Technik ausgetragen wird.
Im Freistil – eigentlich ihre bevorzugte Technik – habe sie sich diese Saison lange nicht wohl gefühlt. Dass es dann im olympischen Team-Skating-Sprint so gut funktioniert habe, habe ihr Selbstvertrauen gegeben.
Als Vorbereitung auf die WM 2027 will Fähndrich ihren Start in Falun aber nicht verstanden haben. «Das ist für mich momentan sehr weit weg», sagt die 30-Jährige. Fähndrich hat nach eigenen Worten noch nicht über die Fortsetzung ihrer Karriere entschieden: «Ich nehme jedes Rennen, das kommt, und gebe mir Zeit, eine Entscheidung zu treffen.»
Kleine Kristallkugel möglich
Der erstmalige Gewinn des Sprint-Weltcups ist für Fähndrich ein «grosses Ziel». Gleichzeitig sieht die sechsfache Weltcupsiegerin die Ausgangslage realistisch: «Ich bin zwar Zweite, habe aber schon recht viel Rückstand (61 Punkte auf Leaderin Maja Dahlqvist, Anm. d. Red.). Für mich wird es sehr schwierig»