- Demi Vollering wird an der Flèche Wallonne von ihrer Schweizer Teamkollegin Elise Chabbey lanciert und triumphiert.
- Vorjahressiegerin Puck Pieterse fängt ihre niederländische Landsfrau auf den letzten Metern der Mur de Huy beinahe noch ab.
- Bei den Männern schafft mit Mauro Schmid beim Triumph von Paul Seixas ein Schweizer den Sprung aufs Podest.
Rund 500 Meter vor dem Ziel riss Demi Vollering (FDJ United-Suez) im steilen Schlussaufstieg auf die Mur de Huy an der Spitze die entscheidende Lücke auf. Während ihre Konkurrentinnen aus dem Sattel mussten und sichtlich zu kämpfen hatten, hielt die Niederländerin ihre Kadenz hoch. Doch plötzlich konnte die letztjährige Siegerin Puck Pieterse (Fenix-Premier Tech) nochmals ihre letzten Kräfte mobilisieren.
Sie liess die weiteren Athletinnen stehen und schloss auf den letzten Metern gar noch zu ihrer führenden Landsfrau auf. Vollering rettete mit letzter Kraft aber ihren knappen Vorsprung über die Ziellinie und feierte beim Klassiker im französischen Teil Belgiens ihren 2. Sieg nach 2023. Auf dem Podest stand sie in Huy gar zum bereits 5. Mal in Serie. Das Podest komplettierte mit der Spanierin Paula Blasi (UAE Team ADQ) derweil die Überraschungssiegerin vom Gold Race.
Chabbey mit entscheidendem Antritt
Lanciert hatte das Finale mit Elise Chabbey derweil eine Schweizerin. Die Genferin erhöhte die Schlagzahl 2 Tage vor ihrem 33. Geburtstag im zweitletzten Anstieg für ihre Teamkapitänin Vollering. Die Tempoverschärfung zeigte sogleich Wirkung. Während mit der Französin Axelle Dubau-Prévôt und der Norwegerin Katrine Aalerud die beiden Ausreisserinnen gestellt wurden, dezimierte Chabbey das Feld 6 Kilometer vor dem Ziel zwischenzeitlich auf 16 Athletinnen.
Darunter befand sich mit Noemi Rüegg auch eine zweite Schweizerin. Im Schlussaufstieg war die Luft bei ihr aber draussen. Chabbey beendete das Rennen als beste Schweizerin mit einer guten Minute Rückstand auf Rang 16. Rüegg (21.) und Steffi Häberlin (27.) klassierten sich in Abwesenheit von Marlen Reusser in den Top 30.
So geht's weiter
Am Sonntag steht mit Lüttich-Bastogne-Lüttich (ab 16:40 Uhr live auf SRF zwei) der Abschluss der Ardennenwoche auf dem Programm. Anders als es der Name vermuten lässt, ist der Klassiker bei den Frauen auch bei der 10. Ausgabe allerdings kein Rundkurs. Die Athletinnen starten nämlich in Bastogne und absolvieren von da 156 hügelige Kilometer nach Lüttich. Eine Woche später startet mit der Vuelta Femenina die erste Grand Tour des Jahres.