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Kampf um Gesamtweltcup Shiffrin: «Emma würde es auch verdienen»

Mikaela Shiffrin peilt in Lillehammer ihre 6. grosse Kristallkugel an. Doch Emma Aicher ist ihr dicht auf den Fersen.

Zwei Frauen-Rennen stehen beim Weltcup-Finale in Norwegen noch an – der Slalom am Dienstag und der Riesenslalom am Mittwoch. Die kleinen Kristallkugeln sind bereits vergeben: Mikaela Shiffrin und Julia Scheib haben sie geholt. Die Technik-Rennen in Lillehammer stehen deshalb ganz im Zeichen des spannenden Zweikampfes um den Gesamtweltcup.

Shiffrin hat die Nase noch knapp vorn: 45 Punkte liegt sie vor Emma Aicher. Die deutsche Allrounderin konnte dank den Plätzen 5 (Abfahrt) und 4 (Super-G) am Wochenende verkürzen. Shiffrin bestritt nur den Super-G, ging als 22. aber leer aus.

Unbeschwertes Fahren statt Rechnereien

«Ich habe mich darauf vorbereitet, dass sie sogar die Führung übernehmen könnte. Dass ich sie nun behaupten konnte, ist schon mal gut», so die US-Amerikanerin. Nun gehe es darum, die Gedanken an den Gesamtweltcup beiseite zu schieben und in den letzten Rennen einfach alles zu geben.

Wenn sie am Ende ganz oben steht, kann ich nur den Hut ziehen.
Autor: Mikaela Shiffrin über Widersacherin Emma Aicher

Für ihre letzte verbliebene Widersacherin hat die 31-Jährige grossen Respekt. «Emma hat die Fähigkeiten, es zu schaffen. Sie war die ganze Saison so stark und würde es auch verdienen. Wenn sie am Ende ganz oben steht, kann ich nur den Hut ziehen.»

Zwei Skifahrerinnen stossen mit Gläsern an vor Sponsorenwand.
Legende: Liefern sich einen spannenden Zweikampf Mikaela Shiffrin (rechts) und Emma Aicher. imago images/TT

Allerdings ist Shiffrin auch bewusst, dass sie weiterhin alle Trümpfe in der Hand hält. «Im Riesenslalom fühle ich mich im Moment ziemlich stark. Auch im Slalom ist das Gefühl stabil», beurteilt sie ihre aktuelle Form.

Moser-Prölls Rekord im Visier

Shiffrin hat bereits fünf grosse Kristallkugeln zu Hause. Sie triumphierte 2017 bis 2019 sowie 2022 und 2023, damals mit dem Monsterabstand von 989 Punkten auf Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin beerbte sie im Jahr darauf. Im letzten Winter schlug dann Federica Brignone zu.

Sollte Shiffrin nach der «Durststrecke» den 6. Triumph einfahren, würde sie zu Rekordhalterin Annemarie Moser-Pröll (AUT) aufschliessen, die in den 70er-Jahren das Mass aller Dinge war.

Gerüchte über einen allfälligen Rücktritt nach Erreichen dieses Meilensteins hat Überfliegerin Shiffrin am Wochenende bereits dementiert. Sie wird auch im kommenden Winter wieder an den Start gehen.

Weltcup

SRF zwei, sportlive, 22.03.2026, 09:45 Uhr ; 

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