«Frustrierend» – so fasste Daniel Yule den Slalom in Wengen zusammen. Vieles sei gut gelaufen, er habe sich auf den Ski besser gefühlt. «Doch zwei Fehler kosteten mich viel.» Wegen weniger Hundertstel verpasste er erneut die Top 15 und hat damit die Olympia-Selektionskriterien weiterhin nur zur Hälfte erfüllt.
Ramon Zenhäusern lief es noch übler. Der 33-Jährige verpasste als 45. des 1. Laufs das Finale um fast acht Zehntel. «Es hat sich nicht so angefühlt, aber es war ‹putzlangsam›.»
Skiwechsel und der mentale Bereich
Die beiden Walliser orten ihre Probleme in verschiedenen Bereichen. Yule hat auf diese Saison hin die Marke gewechselt, aber: «Die Ski haben einen anderen Charakter. Das habe ich etwas unterschätzt. Sobald eine Schwierigkeit kommt, greife ich zur ‹Fischer-Lösung›, die auf dem Atomic-Ski aber nicht funktioniert», so der 32-Jährige.
Zenhäusern spricht hingegen von einer Kopfsache: «Die Olympia-Quali, die Punkte – ich will zuviel. Und dann funktioniert es nicht.»
Iten hat Walliser Duo überholt
Mit Loïc Meillard, Tanguy Nef und dem aufstrebenden Matthias Iten haben drei Swiss-Ski-Slalomcracks die Olympia-Kriterien erfüllt. Ein vierter Startplatz wäre noch zu vergeben.
Nun müssen Yule und Zenhäusern im Olympia-Schlussspurt zulegen. Vor den Spielen stehen noch Slaloms in Kitzbühel und Schladming an. Acht Jahre nach ihrem Gold-Exploit im olympischen Teamwettbewerb droht Milano Cortina 2026 ohne die beiden Routiniers über die Bühne zu gehen.