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Zenhäusern: «Habe voll ‹abgezupft›»
Aus Sport-Clip vom 31.01.2021.
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Slalomteam gut wie lange nicht Ein Ergebnis von historischer Bedeutung

In Chamonix fuhren mit Ramon Zenhäusern und Sandro Simonet gleich 2 Schweizer auf das Slalom-Podest – erst das 2. Mal überhaupt im Weltcup.

Vor einigen Jahren war der Slalom noch das Sorgenkind der Schweizer Skifahrer. Dass sich dies geändert hat, bewies das Schweizer Team in Chamonix einmal mehr eindrücklich.

Neben dem Schweizer Teamleader Ramon Zenhäusern, der schon am Samstag als 2. überzeugt hatte, schaffte auch der Bündner Sandro Simonet mit der Startnummer 35 und als 30. (!) nach dem 1. Durchgang den Sprung auf das Treppchen.

Dazu hat Swiss-Ski mit Daniel Yule, Luca Aerni und Loïc Meillard noch 3 weitere potenzielle Podest-Fahrer. Yule, der in der letzten Saison 3 Rennen für sich entschieden hatte, kommt jedoch weiter nicht auf Touren und befindet sich auf Formsuche.

Ich wusste genau, dass der nasse Schnee mit diesem Salz und ohne Spuren perfekt ist für mich.
Autor: Sandro Simonet

Historischer Erfolg

Vor mehr als 40 (!) Jahren waren im Slalom zuletzt 2 Schweizer in einem Weltcup-Slalom auf das Podest gefahren. Am 13. Dezember 1978 sorgten in Madonna di Campiglio Martial Donnet (1.) und Peter Lüscher (2.) für einen Schweizer Doppelsieg.

Seither kamen zwar etliche Podestplätze hinzu – aber erst in Chamonix standen wieder 2 Schweizer gleichzeitig auf dem Slalom-Treppchen. Zenhäusern zum starken Schweizer Ergebnis: «Wir konnten rund 10 Tage zuvor noch am Rennhang in Chamonix trainieren und uns so perfekt vorbereiten.»

Aufholjagden dank salziger Piste möglich

Ohne die starke Leistung von Simonet zu schmälern, war für den Exploit zweifellos die perfekte Startnummer im 2. Lauf mitentscheidend. Der 25-Jährige eröffnete den vom Schweizer Trainer Julien Vuignier gesteckten Kurs und stellte die Laufbestzeit auf. Simonet zu seinem Traumlauf: «Ich spürte, dass ich gut unterwegs war, habe aber eher an die Top 10 und nicht an einen Podestplatz gedacht.»

Bereits beim 1. Slalom am Samstag hatte ein Schweizer mit einer Aufholjagd für Furore gesorgt. Luca Aerni fuhr im 2. Durchgang mehr als 8 Zehntel schneller als die gesamte Konkurrenz und sprang von Platz 29 auf Platz 4.

Die hohen Temperaturen und der Dauerregen am Samstag zwangen die Organisatoren zum Einsatz von viel Salz. Dementsprechend liess die Piste mit nassem Schnee bei beiden Slaloms – am Sonntag weniger – nach, und Fahrer mit tiefen Startnummern im 2. Lauf waren bevorteilt. Simonet dazu: «Ich wusste genau, dass der nasse Schnee mit diesem Salz und ohne Spuren perfekt ist für mich.»

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Simonet: «Das hätte ich nicht gedacht»
Aus Sport-Clip vom 31.01.2021.
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Gute Ausgangslage für WM

Die Rennen in Chamonix sind die letzten vor der WM in Cortina d'Ampezzo gewesen. Nach den letzten Resultaten kann von den Schweizer Technikern in Italien einiges erwarten werden. Der Slalom der Männer findet zum Abschluss der WM am Sonntag, 21. Februar, statt. Swiss-Ski kann 4 Fahrer für den Slalom selektionieren, die Trainer entscheiden am kommenden Wochenende über das Aufgebot.

SRF zwei, sportlive, 31.01.2021, 12:30 Uhr;

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Ein spezielles Rennen. Gratulation an Ramon Zenhäusern und Sandro Simonet. Wer eine Chance ergreifen kann, hat ein gutes Resultat verdient. Wirklich speziell. – Ich habe generell eine Bitte an Journalisten*innen. Setzt euch doch bitte mal mit den Skicracks zusammen, egal ob vorne dabei oder weiter hinten und diskutiert über (sinnvolle) Fragen. Teilweise stehen mir fast die Haare zu Berge ab dem einen oder anderen (zu vielen) dilettantischen Interview.
  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Sollte eigentlich jeder wissen, dass weder Aerni noch Simonet unter regulären Bedingungen zurzeit das Podest nur aus der Ferne sehen.
    1. Antwort von Domenic Dachs  (Frechdachs)
      Ich hab noch nie eine Slalom Piste gesehen die vom ersten bis zum letzten Fahrer gleich war. Die Fahrer lamentieren nicht sondern versuchen bei allen Bedingungen das beste zu geben. Gut gemacht.
    2. Antwort von Reto Frischknecht  (refrisch)
      So ei Blödsinn! Zum einen war alles regulär und zu andern fuhr Erni heute im ERSTEN Lauf auf Platz 4!
    3. Antwort von NOT CARL  (I am not carl)
      @Franz Giger: Sind Sie ein Golf-Fan ? Schneesport findet nicht auf dem Green statt. Was unsere Slalomkünstler heute zeigen ist Extraklasse und erfreut vor allen in Coronazeiten soviele vor dem TV ! Gönnen Sie uns das !
    4. Antwort von Michael Stähli  (Mich)
      Deswegen fuhr Aerni im ersten Lauf mit Startnummer 20 nur auf den 4. Platz und somit Meilenweit vom Podest entfernt. Sie beide haben die Gunst der Stunde genutzt und tolle Resultate herausgefahren. Andere Athleten mit frühen Startnummern konnten dies nicht umsetzten