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Wissenswertes zu Roland Garros Eine Bubble, zwei Schweizer Abwesende und 1000 Zuschauer

Am Sonntag starten in Paris die French Open. Vieles wird anders sein als sonst. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen.

Ein Ball mit einer Hygienemaske.
Legende: Spezielle Umstände Bei den French Open wird in diesem Jahr vieles anders sein. imago images

Die Bubble

Sämtliche Spieler werden während der gesamten Turnierdauer auf zwei Hotels aufgeteilt. Auswärts essen oder durch die Stadt flanieren wird nicht geduldet. Immerhin: Die Hotels wurden so ausgewählt, dass man einen herrlichen Blick auf den Eiffelturm, das Wahrzeichen der Stadt, hat.

Die Zuschauer

Mit 20'000 Zuschauern rechneten die Organisatoren Anfang September noch äusserst optimistisch. Mittlerweile ist diese Zahl ständig nach unten korrigiert worden, aktuell auf 1000 Fans pro Tag. Paris ist derzeit ein Corona-Hotspot, in keiner anderen französischen Stadt schnellt die Anzahl der Neuansteckungen ähnlich rasant in die Höhe.

Die Neuerungen

Der Court Philippe Chatrier verfügt in diesem Jahr erstmals über ein Dach. Dieses dürfte, wirft man einen Blick auf die Wetterprognosen, auch zum Einsatz kommen. Ausserdem wurden zahlreiche Courts mit Flutlicht ausgestattet. Dies erlaubt es den Organisatoren, gewisse Spiele zu beenden. Anders als im Mai und Juni, dem eigentlichen Austragungsdatum des Turniers, wird es zur aktuellen Jahreszeit früher dunkel.

Die Abwesenden

Aus Schweizer Sicht schmerzt das Fehlen von Roger Federer und Belinda Bencic. Federer hat seine Saison nach einer Knieoperation vorzeitig beendet, Bencic gab am Tag der Auslosung kurzfristig Forfait. Die Ostschweizerin laboriert an einer Armverletzung.

Aus internationaler Sicht gibt es vor allem im Frauentableau einige gewichtige Absenzen. So verzichtet die Nummer 1 Ashleigh Barty ebenso auf einen Start wie US-Open-Siegerin Naomi Osaka. Mit Bianca Andreescu und wie erwähnt Bencic fehlen zwei weitere Top-10-Spielerinnen. Bei den Männern fehlt aus den Top 20 neben Federer einzig Milos Raonic. Ebenfalls nicht dabei ist Nick Kyrgios (ATP 42).

Die Top-Favoriten

Bei den Männern führt der Titel zweifellos über Rafael Nadal. Der Spanier strebt am Bois de Boulogne seinen 13. Titel und insgesamt 20. Grand-Slam-Erfolg an. Damit würde er mit Roger Federer gleichziehen. Aber aufgepasst: Das ungewohnt späte Datum des Turniers dürfte für andere Bedingungen sorgen. Kalte Temperaturen und feuchte Luft sind Gift für das Spiel des Spaniers. Die grössten Widersacher sind US-Open-Champion Dominic Thiem sowie Weltnummer 1 Novak Djokovic.

Bei den Frauen geht Simona Halep als Gejagte ins Turnier. Die French-Open-Siegerin von 2018 hat jüngst mit ihrem Turniersieg in Rom bewiesen, dass sie in Form ist. Hinter Halep präsentiert sich die Ausgangslage äusserst offen.

Audio
01: French Open - Stundenhotel und andere Vorbereitungen
37:34 min
abspielen. Laufzeit 37:34 Minuten.

Die SchweizerInnen

Wozu Stan Wawrinka in der Lage sein wird, ist schwierig abzuschätzen. Nach seinem Challenger-Turniersieg in Prag verlor er in Rom früh. Der French-Open-Sieger von 2015 hat zudem mit Andy Murray ein äusserst kniffliges Auftaktlos erhalten. Wir erinnern uns: Die beiden lieferten sich vor 5 Jahren im Halbfinal einen epischen Kampf. Neben Wawrinka ist mit Henri Laaksonen ein weiterer Schweizer vertreten. Der 28-Jährige schaffte über die Qualifikation den Sprung ins Hauptfeld.

Bei den Frauen sind mit Jil Teichmann und Stefanie Vögele zwei Schweizerinnen im Einsatz. Speziell Teichmann ist auf Sand einiges zuzutrauen. Sie könnte allerdings bereits in der 2. Runde auf Top-Favoritin Halep treffen.

SRF zwei, sportflash, 25.09.20, 22:50 Uhr;

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