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Neue Hoffnung: Immuntherapie gegen Krebs
Aus Puls vom 03.02.2014.
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Neuer Therapieansatz gegen Krebs

Rund 37'000 Menschen erkranken jedes Jahr in der Schweiz an Krebs. Der Kampf gegen die heimtückische Krankheit wird heute direkt gegen die Krebszellen geführt. Ein neuer Ansatz aktiviert gezielt das Immunsystem. Onkologen und Forscher sind hoffnungsvoll.

Der Krebs ist ein Fremdkörper. Darum wird die Wucherung mit den herkömmlichen Therapieansätzen direkt bekämpft. Mit chirurgischen Eingriff, Chemo- und Strahlentherapie.

Die Immuntherapie gegen Krebs setzt an einem anderen Ort an. Sie fragt sich, warum der Körper den Krebszellen überhaupt die Möglichkeit gegeben hat, zu wachsen. In der Therapie soll dann ganz gezielt das Immunsystem aktiviert werden, damit die Krebszellen keinen Grund mehr zur Vermehrung finden.

Legende: Feind erkannt: Eine T-Zelle (links) greift die Krebszelle an. SRF

Der Ansatz der Immuntherapie ist nicht neu. Seit Jahrzehnten wird daran geforscht – doch in den letzten Jahren ist der Durchbruch gelungen. In den 90er-Jahren wurden sogenannte Checkpoint-Moleküle entdeckt. Diese halten die Immunabwehr (T-Zellen) davon ab, Zellen anzugreifen. Das ist wichtig, damit keine gesunden Zellen vernichtet werden. Doch auch die Krebszellen machen sich das Zunutze: Sie können den Checkpoint der T-Zellen passieren und werden darum vom Immunsystem nicht zerstört. Hier setzten die neuen Wirkstoffe an. Sie blockieren den Checkpoint gegenüber den Krebszellen. Diese werden dadurch wieder zerstört.

Grosse Aufmerksamkeit

Für Forscher und Onkologen ist diese Erkenntnis ein grosser Durchbruch in der Krebstherapie. Und auch das Wissenschaftsmagazin «Science» feiert die Entdeckung Ende 2013 als «Breakthrough of the Year».

Grundsätzlich erhoffen sich Mediziner damit einen neuen Therapieansatz im Kampf gegen den Krebs – die bisherigen wird er aber nicht einfach ersetzten. Und die neue Methode hat noch einen langen Weg vor sich. Heute ist sie erst an wenigen Krebsarten und noch nicht ausgiebig getestet. Trotzdem sagt der Lausanner Uni-Professor Daniel Speiser gegenüber «Puls»: «Der Enthusiasmus ist berechtigt.»

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Krebsspezialist Daniel Speiser zur Immuntherapie
Aus Puls vom 04.01.2014.
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Für die Immuntherapie werden bei verschiedenen Krebsarten zurzeit Studien durchgeführt oder stehen vor dem Beginn.

Wo welche Studien stehen ist hier ersichtlich: http://clinicaltrials.gov/

Weitere Links: http://www.ksgr.ch/klinische-forschung.aspx

Für Patienten, die sich für die Immuntherapie interessieren, empfiehlt sich in erster Linie ein Gespräch mit dem behandelnden Onkologen.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier , Zürich
    Was ist dies hier in der Kommentarfunktion? Das Schaulaufen der Alternativen und Grotesken? Wer glaubt, dass die Pharmaindustrie die ganzen Studenten, Doktoranden, Postdocs und Professoren gekauft hat die in der Krebsforschung tätig sind ist ein unglaublicher (Alp-) Träumer! Diese Leute arbeiten oft in 50h-Wochen+ und dies in bester Absicht! Respektiert dies gefälligst! In der Alternativmedizin ist der Anteil an Schwindlern und Geldmachern bestimmt höher als in der Schulmedizin!
  • Kommentar von H. Bernoulli , Zürich
    Es gibt Methoden, welche die Immunantwort gegen Krebszellen fördern. Eine ist insbesondere die Hyperthermie (Ganzkörperhyperthermie, extreme Ganzkörperhyperthermie, lokale Hyperthermie bei Prostatakrebs usw.). Obwohl erprobt und deren Wirkung sehr gut bewiesen, wird die Hyperthermie von der Schulmedizin kaum anerkannt und angewendet. In der heutigen Medizin fristet alles Wissen ein Nischendasein, welches nicht dazu dient, die Profite der Pharmaunternehmen zu vermehren.
  • Kommentar von H. Bernoulli , Zürich
    Ein wichtiges Element zur Krebsvorsorge, wäre auf die idiotische Impferei zu verzichten, welches viel Schaden anrichtet für einen sehr fragwürdigen Nutzen. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass geimpfte Kinder viel mehr Allergien und Autoimmunerkrankungen aufweisen im Gegensatz zu Ungeimpften. Dies sind Zeichen eines durch Impfungen auf Abwegen gebrachten Immunsystem, welches später auch weniger eine Krebsentstehung wird verhindern können. Dazu gibt es genügend Hinweise.