An wem kommt man dieses Jahr neben Anne Hathaway («The Devil Wears Prada 2», «Mother Mary» und «Verity», um nur drei ihrer kommenden Filme zu nennen) im Kino nicht vorbei?
An Zendaya («Euphoria») und Robert Pattinson («The Batman»). Sie sind dieses Jahr ebenfalls Dauergäste auf der Leinwand. Wegen der vielen Projekte, scherzte Zendaya gegenüber «Fandango», hoffe sie, dass «die Leute mich nicht satthaben» und sie sich vielleicht für eine Weile zurückzuziehen werde.
Zendaya und Robert Pattinson bringen 2026 jeweils vier Filme heraus. In drei davon spielen beide mit: Christopher Nolans Version von «The Odyssey», dem dritten Teil der Science-Fiction-Saga «Dune» und eben «The Drama», einer schwarzen Komödie des Kultstudios A 24 (verantwortlich für «Marty Supreme», «Materialists», «Everything Everywhere All at Once», «Beef» und so weiter).
In «The Drama» spielen sie Emma und Charlie, ein glückliches Paar, das heiraten will. Sie ist Buchhändlerin, er Museumsdirektor. Für die Hochzeit werden eine DJane und eine Fotografin engagiert, ein Tanz eingeübt und natürlich feilen die beiden an ihren Ehegelübden. So weit, so glücklich. Aber: das mit der «Happiness» ist schnell vorbei.
Wein und Wahrheit sind keine gute Combo
Bei einem Probeessen für die Hochzeit mit der Trauzeugin und deren Mann entschliesst man sich nach einigen Gläsern Wein, ein Beichtspiel zu spielen. Jeder soll die schlimmste Sache erzählen, die er oder sie je getan hat.
Die Geständnisse sind verstörend – die Trauzeugin hat etwa einen geistig behinderten Jungen in einen Schrank gesperrt – aber Emma, die zukünftige Braut, toppt sie alle.
Ihr dunkles Geheimnis schockiert und entsetzt. Ihr Verlobter bekommt Angst. Vor ihr. Er beginnt, sein Gelübde umzuschreiben, wieder und wieder. Kurz vor der Trauung steht die Beziehung vor dem Aus.
Das grosse Rätsel
Was das dunkle Geheimnis ist, darüber möge man Stillschweigen bewahren, hat der Filmverleih vorab gebeten. In Zeiten des Internets ist das eigentlich ein sinnloses Unterfangen. Es wird spekuliert, meist korrekt. «TMZ», die US-amerikanische Website für Klatsch und Tratsch, war zuerst da. Unter anderem verrät es «The Guardian» in seiner Filmkritik.
Das Geheimnis ist nicht matchentscheidend für den Film, wird aber für Diskussionen sorgen.
«The Drama» ist grotesk, überzogen, die eigenartige Persiflage einer romantischen Komödie, vermischt mit Elementen des Psychodramas und des Horrorfilms. Robert Pattinsons Charlie ist ein unerträgliches Sensibelchen, dessen Angst vor seiner Verlobten etwas sehr plötzlich und übertrieben wirkt, was aber zu verzeihen ist, weil dieser Film eben eine Persiflage ist und nicht ein bierernstes Psychospektakel.
Allein, dass zwei so schöne Menschen wie Zendaya und Robert Pattinson Menschen spielen, die ihre hässlichen Seiten zeigen, macht diesen Film sehenswert. «The Drama» ist Starkino, in dem die Hollywood-Grössen zeigen, was sie können. Ohne Sandwürmer oder Fledermausmasken.
Zusammen auf der Leinwand sieht man die beiden dann wieder im Juli, in «The Odyssey». Zendaya als Athene, die Göttin der Weisheit, der Künste und des Kampfes, die Odysseus auf seiner Reise beschützt, und Robert Pattinson als Antinoos, der Odysseus’ Frau Penelope den Hof macht. Letztere wird übrigens von Anne Hathaway gespielt.
«The Drama» startet am 2. April im Kino.