Zum Inhalt springen

Header

Video
Archivperle: «Karussell» berichtet 1982 über Games
Aus Kultur Extras vom 15.11.2018.
abspielen
Inhalt

In diesen Zeiten Games fürs Gemüt

Weiterdenken, weiterschauen: Ein Sammlung alter Games lässt uns spielen, als wäre es 1989. Entschleunigter Game-Spass für Nostalgiker.

Nichts passt so gut in diese Zeit wie aus der Zeit Gefallenes: Games aus den 90ern zum Beispiel. Sie wirken heute langsam, sperrig, kompliziert. Und gerade deshalb sind sie perfekt für die entschleunigte Gegenwart.

Im Internet Archive, Link öffnet in einem neuen Fenster sind alle Games versammelt, mit denen mein zwölfjähriges Ich die Zeit vertrödelte: «Monkey Island», «Die Siedler» oder «Need for Speed». Nur schon, wenn ich durch die Liste der Games scrolle, geht mir das Herz auf.

Die Games sind gratis – sie kosten aber Zeit und Nerven. Weil man zwischendurch auch mal ein Gigabyte Daten herunterladen muss. Oder weil man sich durch schmucklose DOS-Oberflächen tippen muss, bis es losgeht. Aber Nostalgiker wie ich mögen so was.

5 Game-Tipps:

Erstaunlich, wie wenig man in diesem Spiel machen muss! Die meiste Zeit schau man zu, wie kleine blaue Männchen fleissige Baumstämme und Brotlaibe hin- und hertragen. Das emsige Treiben bietet ein wunderbar entspanntes Spielerlebnis.

Für mich das beste Spiel, das es je gab. Als schmächtiger Möchtegern-Pirat muss man seine Angebetete aus den Fängen eines Zombies retten. Die kniffligen Rätsel und langen Dialoge erfordern Zeit, zur Belohnung gibt es schrille Figuren und abgedrehte Pointen.

Ein Titel, der ein Raunen auslöste, wenn man ihn auf dem Pausenplatz aussprach. Brutal, blutig, bekloppt – das Spiel war für uns Primarschüler streng verboten. Heute ist schwer zu sagen, was in dem Pixeldurcheinander Blut sein könnte. Aufregend ist das Ballerspiel aber immer noch.

Bild von ca. 1990: Zwei Kinder sitzen vor einem altmodischen Computer, auf dem ein Spiel läuft
Legende: Spielen, als wäre es 1989 geht auch heute noch. Nur der Bildschirm ist grösser und man muss nicht mehr ständig Disketten wechseln. Getty Images / Cheryl Chenet

«Jump’n’Run»-Games kann ich heute eigentlich nicht mehr spielen: Meine Nerven machen nicht mehr mit. «Earthworm Jim» ist genau so frustrierend wie all die anderen Spiele des Genres, motiviert mich aber mit schrägem Humor (Meine Lieblingswaffe ist der «Barn Blaster», der ein ganzes Haus abfeuert).

Eine Horde grünhaariger Wesen purzelt vom Himmel und marschiert stramm in eine Richtung. Die Kerlchen laufen ins Verderben, wenn der Spieler sie nicht schützt. Wir müssen sie zum graben, Treppen bauen oder umkehren anweisen. Im Pixelgewusel verliert man manchmal die Übersicht, das Spiel entfaltet aber auch heute noch einen hohen Suchtfaktor.

Wie spielt man:

DOS-Spiele funktionierten anders als heutige Games: Bevor es losging, musste man Grafikmodi auswählen und Soundkarten konfigurieren. Auch in der Spiele-Sammlung des Internet Archive, Link öffnet in einem neuen Fenster ist es immer noch kompliziert: Manche Games funktionieren nicht richtig, manchmal muss man sich im Netz Geheimcodes zusammensuchen um überhaupt spielen zu können. Wo möglich sollte man Games herunterladen und in einem DOS-Emulator wie DOSbox, Link öffnet in einem neuen Fenster öffnen.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur-Aktualität, 27.3.2020, 17:20 Uhr.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.