Getreu der Fifa-Kampagne «Fussball vereint die Welt» zeigt das Internet anhand von Memes die kulturübergreifende Wirkung der Fussball-Weltmeisterschaft. Oder zumindest, dass rund um den Globus gefeiert und gelacht wird.
So wurden wir beispielsweise alle kurz zu Japan, als sie den Niederlanden in der 89. Minute ein Remis abrangen.
Oder zu Curaçao, als der Inselstaat in seinem allerersten WM-Spiel der Geschichte nach gut 20 Minuten zum 1:1 gegen Fussball-Macht Deutschland ausglich.
Trotzdem, es bleiben natürliche Barrieren zwischen den Ländern: zum Beispiel die Sprache. Das zeigt sich, wenn Schiedsrichter ihre Entscheidungen neu auf Englisch vortragen müssen.
Eine Frage stellt sich das Netz zudem immer wieder: Warum starren einem die VAR-Teams vor dem Anpfiff direkt in die Seele?
Mit wie vielen technischen Gadgets könnte man sie noch ausstatten, neben Mikrofon und umgeschnallten Go-Pro-Kameras?
Ach ja, sind die vielen Trinkpausen wirklich nötig?
Wobei man diese als Zuschauerin und Zuschauer zugegeben selbst gut nutzen kann.
Für uns Daheimgebliebene in Europa ist die Zeitverschiebung ein Hindernis, der Fussball-WM zu folgen. Wobei viele zeigen, dass sie sich bereits mit den Anspielzeiten in der Nacht arrangiert haben.
Es wäre ja auch zu schade, eine Information der SRF-Kommentatorinnen und -Kommentatoren zu verpassen.
Bei der diesjährigen WM helfen jedoch selbst Statistiken, Hintergrundinformationen und ein jahrzehntelang aufgebautes Ball-Wissen nicht bei allen Spielen weiter.
Schon jetzt gab es so viele überraschende Resultate (das 1:1 zwischen Portugal und DR Kongo, das 1:1 zwischen Brasilien und Marokko, das 0:0 zwischen Spanien und Kap Verde), dass es bei manchen eingefleischten Fussballbegeisterten beim Tippspiel aktuell nicht so läuft.
Auch, dass die Schweiz bisher erst ein Unentschieden gegen Katar bei dieser WM gespielt hat, mag für viele ein Schock gewesen sein.
Die Blösse haben wir uns durch dieses Resultat aber nicht gegeben.
Ein Sieg gegen Bosnien-Herzegowina ist nun aber trotzdem Pflicht – alleine schon, damit unsere Gruppe B nicht mehr als «Chill-Gruppe» gilt.
Aber auch fern der Spiele der Schweiz und der grossen Titelfavoriten warten bis zum Finale am 19. Juli hoffentlich noch viele grosse Emotionen, überraschende Geschichten und hoffentlich viele ausgelassene Momente auf uns.