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Arbeitslosenzahlen in den USA Fast 15 Prozent der Amerikaner sind arbeitslos

  • Die Arbeitslosenquote in den USA ist im April infolge der Coronavirus-Pandemie auf 14.7 Prozent angestiegen.
  • Das ist der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen, wie die US-Regierung mitteilt.
  • Vor Beginn der Krise im Februar hatte die Arbeitslosenquote noch bei 3.5 Prozent gelegen, im März war sie auf 4.4 Prozent geklettert.
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Aus dem Archiv: US-Bundesstaaten fordern Hilfe aus Washington
Aus Tagesschau vom 29.04.2020.
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In den USA haben wegen der Corona-Krise seit März bereits mehr als 33 Millionen Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt. Die Arbeitslosenquote für April erfasst wegen einer verzögerten Datenerhebung nur die Lage bis Mitte des Monats. Die Quote dürfte daher wohl noch nicht das ganze Ausmass der Jobkrise widerspiegeln.

In der US-Geschichte gab es nur während der Weltwirtschaftskrise in den 1920er- und 30er-Jahren eine höhere Arbeitslosenquote. Damals erreichte die Quote Schätzungen zufolge rund 25 Prozent.

Lockerungen aufs Geratewohl

Fast alle 50 Bundesstaaten verhängten im März Ausgangsbeschränkungen, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. Damit kam das öffentliche Leben für die grosse Mehrheit der rund 330 Millionen Amerikaner zum Erliegen. Viele Geschäfte wurden geschlossen, Restaurants und Hotels blieben leer. Viele Mitarbeiter dieser Unternehmen beantragten Arbeitslosenhilfe. Auch Entlassungen sind in den USA einfacher und schneller möglich.

Bis Februar hatte die US-Konjunktur noch gebrummt, an der Börse wurden Höchststände gemeldet, und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent. Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte. Die USA steuern inzwischen trotz massiver Konjunkturpakete auf eine tiefe Rezession zu.

Höchst unerfreulich für Trump

Das dürfte Trump höchst ungelegen kommen, der sich bei der Wahl im November um eine zweite Amtszeit bewirbt. Der Präsident machte zuletzt Druck, die Corona-Beschränkungen der Bundesstaaten aufzuheben, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dafür will er auch in Kauf nehmen, dass es weiter Neuinfektionen und Tote geben wird.

Seit Anfang des Monats haben viele Bundesstaaten damit begonnen, die Corona-Vorschriften wieder langsam zu lockern – obwohl die Pandemie vielerorts noch längst nicht unter Kontrolle scheint. Trumps Regierung hofft daher darauf, dass sich Arbeitsmarkt und Wirtschaft ab dem dritten Quartal wieder rasant erholen werden.

Jeder dritte Infizierte ein Amerikaner

Bislang sind in den USA – einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern – Forschern der Universität Johns Hopkins zufolge rund 1.26 Millionen Corona-Ansteckungen nachgewiesen worden. Das entspricht etwa jeder dritten bekannten Infektion mit dem neuen Coronavirus weltweit. Mehr als 75'000 Menschen starben in den USA.

SRF4 News, 08.05.2020, 15:00 Uhr;

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Ich warte nur darauf, dass @SRF endlich über die arbeitsmarktliche Lage in Kanada etwas schreibt. Dort regiert nämlich der Liebling der Nation, der Welt und des Universums. Der ist ja schlau. Aber mit der steigenden Arbeitslosigkeit, z.Zt. 11%, wird er auch nicht fertig.
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Nur gibt es beim Liebling der Nation auch Geld für Kurzarbeit. Das heisst, dass vielfach die Mentalität der Betriebe ist wie in den Staaten: hire and fire, und nicht die Arbeitnehmer über die Runden zu retten.
    2. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Camenisch, bei uns hat Kurzarbeit gerade zum Zweck, dass die Firmen die MA über die Runden retten. Inwiefern funktioniert es in Kanada anders?
    3. Antwort von Tom Maier  (MaTo)
      tja Frau Fitzi, ich bin mir schon im klaren dass Berichterstattung zur Lage der USA bei Trumpies Schmerzen verursacht. Dass aber so viel über dieses Land und seinen Herrscher berichtet wird liegt einerseits an der Machtposition - militärisch wie wirtschaftlich - und ist anderseits ja von Trump auch gesucht.
      Wiso srf nun genau über Kanada berichten sollte ist mir ein Rätsel, .. wiso nicht über Namibia, Mexiko, Armenien oder Lichtenstein?
    4. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      Dann ist es ja noch schlimmer wenn trotz Kurzarbeit immer noch 12% die Stelle verloren haben Herr Camenisch.
    5. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Herr Maier: Weil Kanada eines der beliebtesten Ziele von Schweizer Auswanderern ist? Weil Kanada auch aufstrebend in Sachen Wirtschaft ist? Weil Kanada vieles offenbar anders macht als die USA, trotzdem nicht erfolgreicher ist? Also Vergleichsbasis? Es könnte sich noch nämlich ausstellen, dass diese Entwicklungen ein Stück weit auf wirtschaftlich-psychologischen Mechanismen basieren und nicht unbedingt auf DT-s Tun und Lassen?
  • Kommentar von Maria Kaiser  (Klarsicht)
    Tramp wird die Rechnung dem Herrn XI schon noch präsentieren, darauf würde ich wetten.
    1. Antwort von Peter Zuber  (Hä nuuh)
      Es wäre auch an der Zeit dass den Chinesen die Rechnung präsenriert wird. In jeder Beziehung.
    2. Antwort von Charles Morgenthaler  (ChM)
      Sollte China die "Rechnung" auch wirklich bezahlen, was ich stark bezweifle, könnte die USA einen Teil, der riesigen Schulden die sie bei China haben begleichen. Es scheint, als würde die Corona Krise den Niedergang der US Machtposition beschleunigen.
    3. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      Trump könnte die Rechnung nur durch staatliche Erlässe an China präsentieren: US-Firmen würden in diesem Fall Aktivitäten in China unterlassen. Dabei gibt es zwei Schwachstellen: 1. Firmen können prompt wie China selber in dieser Situation reagieren: EU-Ableger gründen und EU als Hub nutzen (in diesem Fall würde die EU ihre China-Connection noch mehr ausbauen, wollen wir das?) 2. DT regiert noch max. 5J, der nächste Pres. kann seine Erlässe sistieren. Wird auch.
  • Kommentar von Ruedi Möckli  (rm)
    Mit "Jeder dritte Infizierte ein Amerikaner" kann niemand was anfangen. "Jeder dritte Infizierte ist Europaer" ist vermutlich genauso wahr. Wenn man schon einen Staatenstaat wie die USA mit etwas vergleich will, dann wohl am besten mit ganz Europa... Also was soll diese irrefuehrende Praesentation von Zahlen die nicht einmal nach Einwohnerzahl bereinigt sind.
    Genau wie in Europa gibt es auch in den USA grosse regionale Unterschiede. Das weiss auch der Schreiber des Artikels.
    1. Antwort von mahmut alane  (holundder)
      Zahlen können sie kneten wie sie wollen... Fakt bleibt, trump hat auf der ganzen Linie versagt. War ja klar und zu erwarten. Trump hat nicht die geistige Kapazität um mit einem solchen komplexen Problem fertig zu werden.
    2. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Nein Herr Mahmut Alane, nicht Trump hat versagt, seine Gegner haben lediglich ein Narrativ in den Medien verbreitet, das von diesen Trumphassern gehegt und gepflegt wird. Das sie sich dabei auch noch lächerlich machen fällt denen selber nicht mal mehr auf. - Die Zahlenvergleiche berechnet wie folgt; Todesfälle / 1% der Infizierten zeigt ein anderes Bild. Da sind einige EU-Nationen auch die Schweiz sogar schlechter dran als die USA. Nur diese Zerr-Bild-Zahlen sind wirklich nicht aussagekräftig.