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Australiens ehemaliger Finanzminister Mathias Cormann ist der neue OECD-Chef
Aus SRF 4 News aktuell vom 13.03.2021.
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Australiens Ex-Finanzminister Der neue OECD-Generalsekretär heisst Mathias Cormann

  • Als Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wolle er sich auf die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise konzentrieren, sagte Cormann.
  • Zudem setze er sich auf die Förderung ehrgeiziger Massnahmen im Namen des Klimawandels ein. Klimaorganisationen äusserten sich weniger enthusiastisch.

Weiter erklärte der ehemalige Finanzminister von Australien, dass er sich auf die Fertigstellung eines globalen Abkommens für die Besteuerung multinationaler Tech-Giganten fokussieren werde. So hatte beispielsweise Australien kürzlich einen Streit mit Techgrössen wie Google oder Facebook.

Noch muss Mathias Cormanns Wahl vom OECD-Rat formell abgesegnet werden, heisst es in einer Erklärung der Organisation. Für die Nachfolge von Amtsinhaber José Ángel Gurría aus Mexiko hatte sich auch der ehemalige Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, beworben. Er hatte seine Kandidatur aber wegen mangelnder Unterstützung Ende Februar zurückgezogen.

Cecilia Malmström in Genf, im roten Jacket vor der EU-Flagge
Legende: Die ehemalige EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatte die Unterstützung der meisten europäischen Länder und das Nachsehen gegen den Australier. Reuters/Archiv

Cormann gewann bei der Wahl um das Amt ein knappes Rennen gegen die schwedische Politikerin und ehemalige Handelskommissarin der Europäischen Union, Cecilia Malmström, die mit breiter Unterstützung der meisten europäischen Länder angetreten war.

Klimaorganisationen nicht begeistert

Klimaaktivistinnen und -aktivisten zeigten sich enttäuscht über die Wahl des Australiers. «Wir haben wenig Vertrauen in Cormanns Fähigkeit, bei der Bewältigung der Klimakrise eine Führungsrolle in der OECD zu übernehmen, da er bisher eine grauenhafte Bilanz in diesem Bereich erreicht hat», sagte Jennifer Morgan.

Jennifer Morgan am WEF in Davos (2020)
Legende: Jennifer Morgan ist die Geschäftsführerin von Greenpeace und sagt über Cormann, er habe als Finanzminister in Australien als Teil der Gesamtregierung hartnäckig versagt. Reuters/Archiv

Die Geschäftsführerin von Greenpeace International sagte weiter, Cormann habe als Finanzminister in Australien als Teil der Regierung versagt, wirksame Massnahmen zu ergreifen, um die Emissionen im eigenen Land zu reduzieren. Zudem habe er auf internationalen Foren konsequent als Blockierer klimadienlicher Vorstösse agiert.

SRF 4 News aktuell, 13.03.2021, 01:00 Uhr;

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Frank  (Europäer)
    Wozu ist eigentlich OECD gut? Eine von vielen Organisationen die das Geld verbraten, aber ohne was zu erledigen
  • Kommentar von Tony Menninger  (Piglet42)
    Cormann hat durch seine katastrophale Politik zur Verschlimmerung der Klimakatastrophe beigetragen wie wenige andere. Dass sein eigenes Land Australien unter mörderischen Bränden leider, hat ihn nicht davon abbringen können, die Profite der Fossilenergieindustrie über Mensch und Planet zu stellen. Jetzt will er sein Zerstörungswerk bei der OECD fortsetzen.
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Was hat eine massiv von internationalistisch elitären Polit-Kreisen alimentierte NGO wie Greenpeace mit OECD zu tun? War sie vor 30 Jahren in Aufbauphase eine glaubhafte Stimme für Umweltschutz, ist sie heute zu weitgehend politischer Aktivisten Organisation mit abgehober Salon-Führung geworden, mit äusserst dürftigem Leistungsausweis betreffend konkretem Einsatz für Umwelt, dieser dreht sich heute vielmehr um eigene Macht und Karrieren.