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John Bercow weiss nicht, wie es mit dem Brexit weitergeht (Engl.)
Aus News-Clip vom 06.11.2019.
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Bercow bezieht Stellung «Brexit ist der grösste Fehler seit dem Krieg»

Der britische Ex-Parlamentspräsident John Bercow hat seine Neutralität aufgegeben und den EU-Ausstieg scharf verurteilt.

«Ich denke, dass der Brexit der grösste aussenpolitische Fehler in der Nachkriegszeit ist, und das ist meine ehrliche Meinung», sagte Bercow bei einem Treffen mit Auslandskorrespondenten in London. Der Brexit werde sich nicht positiv auf das internationale Ansehen Grossbritanniens auswirken und dem Königreich nicht helfen.

«Ich bin nicht mehr Speaker»

Bercow weiter: «Ich bin nicht mehr Speaker, ich muss nicht mehr unabhängig sein». Er betonte, dass er sich während seiner Amtszeit stets neutral verhalten und auch die Brexit-Befürworter fair behandelt habe. Er respektiere, dass Boris Johnson versucht habe, eine Mehrheit für seinen Brexit-Deal zu bekommen.

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Aus dem Archiv: «Ordeeer» – zum letzten Mal
Aus SRF News vom 31.10.2019.
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Brexit-Hardliner hatten dem 56-Jährigen vorgeworfen, sich parteiisch zu verhalten. Mehrmals setzte er sich über Konventionen hinweg, damit die Abgeordneten im Streit die Oberhand behalten konnten.

Bercow war zehn Jahre «Speaker of the House of Commons», zum Nachfolger wurde der Labour-Politiker Lindsay Hoyle bestimmt.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Gebe Bercow mit seiner Aussage recht aber aus ganz andern Gründen: 1. Wenn die Briten direkte Demokratie spielen wollen, sollten sie kleiner anfangen und nicht einem Riesending wie dem Brexit (heillose Überforderung) 2. Ein Zweiparteiensystem eignet sich schlecht um vielfältige Meinungen der Bevölkerung in der Politik zu gewichten. 3. Mit einem Währungswechsel (Pfund zu EURO) wäre der BREXIT wohl gar kein Thema geworden. 4. Die Briten hätten ja bei uns nachfragen können!
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  • Kommentar von Simon Johannes  (johannes.simon)
    Aus jeder Pore war zu spüren, wie er denkt. Und so hat er auch als Parlamentspräsident politisch agiert. Nun wird die nächste Stufe gezündet, jetzt versucht man die Uhr zurückzudrehen. Doch jeder der die Realität sieht und sich ihr nicht verweigert, merkt, dass die EU an allen Ecken und Kanten nur noch mit Mühe und Not aufrecht erhalten wird. Vieles dort stimmt nicht. Vieles geht nur noch mit Druck und Tricksereien. Das hat nicht erst bei der Abstimmung über eine EU Verfassung begonnen.
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  • Kommentar von Urs Stäbler  (Stab)
    Ja, ich muss John Bercow völlig recht geben.
    Nur durch Vorspiegelung falscher Tatsachen haben die Briten dem BREXIT zugestimmt.
    Deshalb bin ich auch für eine erneute Volksbefragung. Ich bin mir sicher, das jetzt
    gegen den BREXIT gestimmt würde, da die
    Briten erst jetzt sehen was für Komplikationen auf sie zukommen.
    Am besten der EU gar nicht erst beitreten.
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    1. Antwort von Roger Fasnacht  (FCB Forever)
      Gute Idee: Dann möchte ich aber bitte subito nochmals über die Personenfreizügigkeit (PFZ) mit der EU abstimmen. Da hat uns der Bundesrat auch versprochen es werden weniger als 10 000 Einwanderer kommen aufgrund der PFZ, effektiv waren es bis zu fast 100 000...
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    2. Antwort von Daniel Bucher  (DE)
      Die Briten hatten eben die Personenfreizügigkeit satt. Es wurden ihnen - gleich wie in der Schweiz - eine mehr als zehn mal zu tiefe Zuwanderung aus dem Osten der EU vorausgesagt. Gekommen sind die Arbeitnehmer in Massen. Dies hat zu Belastungen im Gesundheitswesen, Lohndruck und Dichtestress geführt. Das waren keine falschen sondern echte Tatsachen, die die Briten am eigenen Leib erfahren haben. Deshalb der Entscheid, die Kontrolle über die Einwanderung wieder selber zu übernehmen.
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    3. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Fasnacht: effektiv sind nicht 100000 gekommen und der Bundesrat hatte prognostiziert und nicht versprochen.
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    4. Antwort von Roger Fasnacht  (FCB Forever)
      @Planta: 1) Aus der EU/EFTA sind effektiv jedes Jahr deutlich über 100 000 zugezogen in den Jahren 2015-2017. Können Sie nachlesen beim Bundesamt für Statistik. 2) Da auch wieder EU-Bürger abgewandert sind war der Netto-Saldo in diesen Jahren zwischen 85 000 - 90 000. 3) Ich habe "fast 100 000" gesagt. 4) Auch einem neoliberalem Linkspopulist sollte das genügen. Wortspiele von "versprochen vs. prognostiziert" unterscheiden sich wie genau von den Aussagen welche zu Brexit gemacht wurden ???
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    5. Antwort von S. Borel  (Vidocq)
      Tja Herr Bucher, was die PFZ aus dem Osten betrifft müssen die Briten sich bei der eigenen Regierung beschweren und alle anderen Mitgliedstaaten eigentlich auch... denn es waren ausgerechnet die Briten, die eine sofortige Ausweitung der PFZ auf die Oststaaten, z.B. gegen den Willen Deutschlands durchboxten. Ist doch schön, wenn man dann trotzdem „Brüssel“ die Schuld geben kann, nicht wahr...?
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