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Migrationswelle in Richtung USA?
Aus Echo der Zeit vom 08.04.2021.
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Besuch in Texas Zwischen Migration und Pandemie: Gespannte Lage an der US-Grenze

Die Zahl der Migranten im Süden der USA nimmt zu. Schon werfen die Republikaner dem neuen US-Präsidenten Joe Biden Versagen vor. Doch wie ist die Lage tatsächlich vor Ort und welche Rolle spielt die Pandemie? Eine Reportage aus Brownsville, Texas, direkt an der Grenze zu Mexiko.

Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden steigt die Zahl der Migrantinnen und Migranten, die an der Grenze zu Mexiko aufgegriffen werden. Im März waren es über 170'000, so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. Darunter waren über 18'000 unbegleitete Minderjährige.

Die US-Medien und die Republikaner sprechen von einer Krise und geben die Schuld dem neuen Präsidenten, der eine humanere Migrationspolitik versprochen hat. Doch wo und wie ist diese Krise an der Grenze sichtbar? USA-Korrespondent Matthias Kündig ist in die Grenzstadt Brownsville im südlichsten Zipfel der USA gereist.

Einkaufen ist schwierig geworden im Stadtzentrum von Brownsville. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, ebenso viele Restaurants und Bars. «Die Stadt steckt tief in der Krise, seit die Grenze wegen der Pandemie geschlossen wurde. Seither kommen die Mexikaner nicht mehr rüber, um hier einzukaufen», sagt Jorge, der Kellner im Main Street Deli. Und was ist mit der Migrationskrise? Jorge schüttelt den Kopf. Davon merke man in Brownsville kaum etwas. «Nur im Busbahnhof sieht man Migranten. Aber die stören nicht.»

Auto parkt in Brownsville vor verrammeltem Geschäft.
Legende: In Brownsville herrscht Tristesse, weil die Grenze zu Mexiko wegen der Pandemie geschlossen ist. Vielen Geschäften fehlt deshalb die mexikanische Kundschaft. Sie müssen schliessen. Matthias Kündig/SRF

Der Busbahnhof liegt nur hundert Meter vom Grenzübergang entfernt. Unter dem Vordach hat «Team Brownsville» einen Stand aufgebaut. Dort verteilen sie Kleider, Schuhe und Essenspakete an die Migrantinnen und Migranten, die auf ihre Weiterreise warten. Daneben steht ein Zelt der Stadtverwaltung und davor einige Reihen Stühle, wo vor allem Familien mit Kleinkindern Platz genommen haben. Wessen Name aufgerufen wird, geht zum Corona-Test. Zudem unterstützen Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Migrierenden dabei, Fahrkarten für die Weiterreise zu kaufen und die Angehörigen in den USA zu benachrichtigen.

Stand des «Teams Brownsville» mit vier Personen und Kleidungsstücken und anderen Dingen für die Migranten.
Legende: Hilfe für die Migranten kommt vom «Team Brownsville». Sie geben den Menschen das Nötigste wie Kleidung, damit sie bis zu ihrer möglichen Weiterreise versorgt sind. Matthias Kündig/SRF

Cindy Estefania stammt aus Honduras, wie die meisten, die hier warten. Zusammen mit ihrem Mann und der zweijährigen Tochter hat sie im Februar ihre Heimatstadt San Pedro Sula verlassen. «Wegen der Ausgangssperre konnte ich nicht mehr zur Arbeit und wurde entlassen. Und weil wir Verwandte in den USA haben, wurden wir von einer Gang erpresst.» Nachdem ihr Onkel ermordet wurde, sind sie geflüchtet, zu Fuss und per Bus. Nach einem Monat erreichten sie Matamoros, die mexikanische Stadt, die Brownsville gegenüber liegt. Weil die Grenze geschlossen war, sind sie nach ein paar Tagen ausserhalb der Stadt durch den Rio Grande geschwommen und haben sich Grenzwächtern gestellt.

Cindy Estefania mit Tochter und Mann.
Legende: Cindy Estefania ist mit Tochter und Mann aus Honduras geflüchtet. Nach einer einmonatigen Flucht und dem Durchschwimmen des Grenzflusses Rio Grande, haben sie sich bei den Grenzbehörden gemeldet. Matthias Kündig/SRF

Cindy Estefania und ihre Familie hatten Glück. Sie dürfen in den USA auf den Entscheid über ihr Asylgesuch warten. 90 Prozent derjenigen, die von den Patrouillen der US-Grenzschutzbehörde angehalten werden, werden hingegen unverzüglich wieder nach Mexiko ausgeschafft. Es gilt noch immer das Pandemie-Notrecht, der sogenannte «title 42», mit dem der damalige Präsident Trump im letzten Frühsommer die Grenze dicht machte und das Recht auf Asyl faktisch aushebelte. Präsident Biden hat «title 42» nicht ausser Kraft gesetzt. Nur unbegleitete Minderjährige können ins Land. Ein Gericht hat dies im letzten November so verfügt. Zudem können hier im Süden von Texas auch Familien mit Kleinkindern bleiben. Denn der gegenüberliegende mexikanische Bundesstaat Tamaulipas weigert sich, diese wieder zurückzunehmen.

Familien von Migranten mit Kleinkindern in Brownsville
Legende: Im Prinzip ist die Grenze zwischen den USA und Mexiko dicht. Nur unbegleitete Minderjährige und Familien mit Kleinkindern dürfen bleiben. An der Regelung von Ex-Präsident Trump konnte auch Präsident Biden bisher nichts ändern. Keystone

Drüben in Matamoros ist die Migrationskrise ebenfalls nicht sichtbar. Vor zwei Wochen hat die mexikanische Migrationsbehörde INM das Flüchtlingscamp im Stadtzentrum aufgelöst. Im letzten Jahr warteten hier zeitweise über 3000 Migrantinnen und Migranten auf ihren Asylentscheid. Viele durften die Grenze seit dem Amtsantritt der Biden-Regierung passieren. Alle anderen wurden vertrieben. «Die Migranten haben sich seither in den gefährlichen Aussenquartieren versteckt, aus Angst, in ihre Heimat deportiert zu werden», sagt Sam Bishop, der für die US-Hilfsorganisation GRM in Matamoros ein Ambulatorium betreibt.

Auto steht vor Zaun hinter dem Reste des aufgelösten Asylcamps in Matamoros.
Legende: Die Überreste des Aslycamps von Matamoros: Hier waren teilweise tausende Migranten untergebracht. Die Behörden haben das Camp aufgelöst, die Migranten verteilen sich nun auf dem Stadtgebiet. Matthias Kündig/SRF

Sam Bishop und seine freiwilligen Helferinnen und Helfer müssen seither per Bus dorthin fahren, wo sie Migrantinnen und Migranten vermuten. Denn die meisten trauen sich nicht mehr, zum Ambulatorium von GRM ins Stadtzentrum zu gehen. «Es ist schwieriger geworden, die Menschen medizinisch zu versorgen», sagt Bishop. Zudem sei die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber den Migrierenden gekippt, seit die Pandemie die Grenzstadt erreicht hat. «Wie andernorts werden die Flüchtlinge zu Unrecht beschuldigt, die Seuche eingeschleppt zu haben», sagt der pensionierte Kinderarzt David Wood von GRM.

Mann trägt Matratze über dem Kopf in Richtung einer Brücke.
Legende: Die freiwilligen Helfer der US-Hilfsorganisation GRM müssen nun die Migranten in Matamoros suchen, um ihnen zu helfen. Sie trauen sich nicht mehr ins Stadtzentrum, weil die Stimmung gekippt ist. Keystone

Beim Grenzübergang von Matamoros nach Brownsville werden Migranten ohne gültige Einreisepapiere schon auf der Brücke über den Rio Grande von bewaffneten Grenzwächtern gestoppt und wieder zurückgeschickt. Nur ausserhalb von Brownsville, wo der drei Meter hohe Grenzzaun grössere Lücken aufweist, ist es möglich, ungehindert die Grenze zu passieren. Doch diese Grenzabschnitte werden von der US-Grenzschutzbehörde mit Kameras und Sensoren überwacht. Die Mehrheit der Migrantinnen und Migranten aus den zentralamerikanischen Ländern suchen aber ohnehin den Kontakt zu den Grenzwächtern, wenn sie den Fluss überquert haben. Denn nur so können sie offiziell ein Asylgesuch stellen.

Nasse Kleidung in einem schwarzen Plastiksack
Legende: Am Ufer des Rio Grande findet man vielerorts Plastiksäcke mit nassen Kleidern. Das ist ein Hinweis darauf, dass hier Migranten den Fluss überquert haben. Matthias Kündig/SRF

Gerne würde man erfahren, wie die Grenzwächter die gegenwärtige Situation erleben. Aber Interviewanfragen beim Grenzschutz in Brownsville wurden abgelehnt. «Wir haben kein grünes Licht aus der Hauptstadt», teilt Supervisor Mares per Telefon mit. Journalistinnen und Journalisten bleibt auch der Zugang zu den Internierungslagern verwehrt, wo zeitweise Hunderte von minderjährigen Migrantinnen und Migranten zusammengepfercht warten müssen, bis sie zu Verwandten oder Pflegefamilien gebracht werden können. «Dort spielt sich die eigentliche Krise ab», sagt Andrea Rudnik, die Gründerin und Leiterin von «Team Brownsville», der lokalen Hilfsorganisation.

Andrea Rudnik, Leiterin des «Teams Brownsville», mit Mund-Nasenschutz
Legende: Andrea Rudnik leitet das «Team Brownsville». Nach ihren Worten spielt sich das «eigentliche Drama» in den Internierungslagern ab. Medien können nicht über die Zustände berichten. Sie erhalten keinen Zugang von den Behörden. Matthias Kündig/SRF

Aber hier in Brownsville gebe es keine Migrationskrise, sagt Rudnik. Die Zusammenarbeit mit den Migrationsbehörden funktioniere hervorragend. «Jeden Tag erhalte ich mehrere SMS vom Grenzschutz, in denen sie ankündigen, wie viele Migrantinnen und Migranten an den Busbahnhof gebracht werden.» Auch die Koordination mit den Stadtbehörden sei ausgezeichnet: «Wir ziehen alle an einem Strick. Denn Migration hat es hier schon immer gegeben.»

Dies bestätigt auch der Bürgermeister von Brownsville, Trey Mendez, in einem Telefongespräch. Derzeit würden täglich zwischen 100 und 250 Migrantinnen und Migranten zum Busbahnhof gebracht. «Wir hätten Kapazität bis zu 400 Menschen pro Tag.»

Troy Mendez, der Bürgermeister von Brownsville, an einem Tisch sitzend
Legende: Troy Mendez ist der Bürgermeister von Brownsville. Er sieht kein Migrationsproblem in der Stadt. Die Bürger machten sich vielmehr Sorge um ihre wirtschaftliche Situation. City of Brownsville

«Es herrscht also keine Krise», sagt Mendez. Und er bestätigt, was viele in der Stadt sagen: «Der Alltag für die Menschen ist nicht geprägt durch die Migration. Ihre Hauptsorge ist viel mehr die Wirtschaftskrise».

Echo vom 08.04.2021, 18:00 Uhr

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Meier  (Harz)
    Ja dann ist ja alles ok. Biden wird das schon richten. Also wenn ich ein Migrant wäre, würde ich übrigens auch nicht in Brownsville bleiben. Wie Herr Kündig selber sagt, ist dies eine der ärmsten Regionen in den USA, warum dort bleiben? Herr kündigt sagt ja auch, dass die Migranten sofort die Fernbusse besteigen und weiter ziehen. So schnell wie möglich weg! Aus den Augen aus dem Sinn. So funktioniert das.
  • Kommentar von Benedikt Walchli  (Baenzi)
    "zu Unrecht beschuldigt, die Seuche eingeschleppt zu haben". Immerhin liest man, dass über 10% der Illegal Aliens Covid hat und in die USA gelassen werden. Passiert nicht dort wo Sie sind, Hr. Kündig, aber es wurde klar dokumentiert von den US Kongress Leuten die vor etwa einer Woche dort waren, wo die Krise wirklich ist.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Zitat: "Schon werfen die Republikaner dem neuen US-Präsidenten Joe Biden Versagen vor."- Ist das alles, was die Republikaner zu diesem Problem "beitragen" können?? Bitter wenig, wie unter DT&Co. Hiermit wird einer der grössten Missstände in den USA, in Mexiko, ja in weiten Teilen der Welt zementiert: Die Reichen mit genügend Geld behalten die Herrschaft, jene, die unten sind, haben gefälligst unten zu bleiben und zu schweigen. Wen wundert's, dass es dort und andern Orts so viele Migranten gibt?
    1. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      Was wäre die Lösung, Herr von Känel? Sollen die USA und Europa sämtliche (!) Migranten aufnehmen, welche sich (aus welchen Gründen auch immer) in den USA oder bei uns ein besseres Leben versprechen? Denken Sie, dass dies tatsächlich irgendwie möglich wäre? Für mich ist klar, dass wir den ärmeren Regionen helfen müssen - Aber vor Ort und nicht durch Migration. Die Biden-Administration setzt falsche Anreize. Es ist aber auch von den erwachsenen Migranten verwerflich, Kinder alleine loszuschicken.
    2. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      2. Teil.: Alles „den bösen Reichen“ in die Schuhe zu schieben, halte ich für polemische „Klassenkampf-Rhetorik“.
    3. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Casutt: Es ist nicht einfach Klassenkampfrhetorik.Es ist ein Hinweis darauf, dass die soziale Ungerechtigkeit weltweit solche Migrantenströme evoziert. Zu wenige Leute kämpfen für mehr soziale Gerechtigkeit. Auch in der Schweiz werden Sozialinitiativen wie der Kapitalbesteuerung, Abschaffung der Pauschalbesteuerung auf "Geheiss" rechtsbürgerlicher" Polemik (Staat = Dieb an den Bürgern) leichtfertig abgelehnt. Es braucht den systematischen friedlichen Kampf gegen "Wirtschaftsadelige".
    4. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Und Herr Casutt:Wie sehen Sie das: Oft wird von der Gesellschaft, vor allem von Vermögenden, von Sozialhilfebezügern, auch von denen die unverschuldet in Armut geraten sind,sehr erwartet,dass sie für Hilfsgelder weiss nicht wie dankbar sein müssen und oft ungerechtfertigt pauschal als Schmarotzer bezeichnet werden? Viele werden durchs neoliberale Wirtschaftssystem „ausgeschieden“.Das ist nicht recht. Jemand mit Herz für Aermere muss gegen dieses System friedlich aufstehen gegen „Geldkrankheit“.
    5. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      Lieber Herr von Känel, ich respektiere Ihre Sichtweise, aber ich teile Sie nicht. Ich finde, dass Ihre Kritik am marktwirtschaftlichen System (am Kapitalismus) sehr einseitig ist und der Sache nicht gerecht wird. Gemäss WHO lebten vor ca. 150 Jahren (vor Einführung des marktwirtschaftlichen Systems) über 90% der Weltbevölkerung in extremer Armut. Heute sind es weniger als 9%. Das ist bemerkenswert und wäre ohne Kapitalismus nicht möglich gewesen. Unsere Marktwirtschaft schafft Wohlstand.
    6. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      2. Teil: Wir sollten nicht vergessen, dass es den Menschen noch nie so gut ging wie heute. Vor 100, vor 200 oder von 1000 Jahren (geschweige denn noch früher) war das Leben noch ein gänzlich anderes. Wer von uns kann behaupten, dass er schlechter dran ist als seine Grosseltern. Trotz allen Übels, welches das Leben an sich mitbringt, sollten wir dankbar sein. Und wir sollten uns fragen, wie wir weiterhin Wohlstand schaffen und für künftige Generationen bewahren können.
    7. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      3. Teil: Der vorliegende Artikel handelt vom Thema Migration. Deshalb habe ich Sie gefragt, was Ihres Erachtens die Lösung ist. Ich finde, dass eine unkontrollierte Massenmigration von kulturfremden Menschen nicht gerecht und nicht zielführend ist. Erstens ist m.E. schlichtweg utopisch, dass Europa und die USA alle menschen aufnehmen, die sich bei uns ein besseres Leben versprechen. Zweitens befürchte ich soziokulturelle Spannungen. Wie antworten Sie konkret auf meinen Kommentar (von 19:37 Uhr)?
    8. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Casutt: Ich respektiere natürlich auch Ihre Ueberlegungen. Natürlich ist nicht bloss das neoliberale Wirtschaftssystem verantwortlich für die Migrationsströme. Aber es bleibt Tatsache, dass sich die materiellen Reichtümer immer mehr bei Reichen anhäufen und der Mittelstand ausgehungert wird.Klar,wir können nicht einfach hunderttausende Migranten aufnehmen. Aber jeder von uns hat politisch (Abstimmungen, Sozialinitiativen) u.s.w.gute Ausgleichsmöglichkeiten -im Blick auf Nachkommende auch.
    9. Antwort von Christian Casutt  (Christian_C_57)
      Um Ihre Frage zu beantworten: Ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass alle Sozialhilfe- oder IV-Bezüger pauschal als „Sozialschmarotzer“ bezeichnet werden. Diese Behauptung Ihrerseits soll wohl eher einen vermeintlichen „Opferstatus“ dieser Leute kreieren. Unsere Sozialversicherungen sind eine Errungenschaft, die erhalten werden muss. Dies wird nur möglich sein, wenn diese nicht zu einem „Selbstbedienungsladen werden. Arbeit soll sich lohnen. Und ja, wer HEUTE lebt, sollte DANKBAR sein.
    10. Antwort von robert mathis  (veritas)
      Herr Casutt sehr gutes treffendes Kommentar,es gibt nicht nur schwarz und weiss gute Menschen und böse Menschen.....Klassenkamp-Rhetorik gut getroffen.Dass der Lack allmählich abfällt vom hochgelobten Biden war zu erwarten
    11. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Mathis: Ich rede von Tatsachen, wie sich die Gesellschaft entwickelt. - Sie haben allerdings durchaus richtig geschrieben,ich solle nicht nur so dunkel sehen, es gebe auch viel Gutes.Das stimmt.Sonst hätte ich die Schweiz und Europa längst verlassen.Ich erfreue mich auch der Fototouren in diesem herrlichen Frühling mit allem,was aufblüht. Aber ich bin der Ansicht,die Aermeren Menschen auf der Welt werden oft vernächlässigt, zum grösseren Teil,ohne dass sie selber schuld sind. Ihnen helfen!