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Italien ärgert sich über andere Länder – nicht über die Schweiz
Aus HeuteMorgen vom 16.06.2020.
abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
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Cassis trifft Di Maio Schweiz steht nicht im Fokus der italienischen Politik

Heute treffen sich die Aussenminister Italiens und der Schweiz im Tessin. Das Treffen dürfte harmonisch verlaufen.

Weil die Schweiz wegen des Coronavirus die Grenze länger geschlossen hielt als Italien, könnte man meinen, es herrsche dicke Luft zwischen Rom und Bern. Italien hat die Grenze für die Schweizer schon Anfang Juni geöffnet, die Schweiz aber für Italiener erst am Montag. Doch das Treffen zwischen dem italienischen und dem Schweizer Aussenminister dürfte freundlich und harmonisch verlaufen.

Italiener wollen Ferien in Griechenland

Geärgert hat sich Rom über andere. Vor allem über die Griechenland und Österreich, die ihre Grenzen ebenfalls erst am Montag und eher widerwillig wieder öffneten. Der Ärger hat damit zu tun, dass Italienerinnen und Italiener im Sommer gerne nach Griechenland ans Meer reisen. Dort sind Ferien im Durchschnitt günstiger als in Italien.

Griechisches Dorf am Meer mit Touristen.
Legende: Auf Ferien in Griechenland wollen viele Italiener auch dieses Jahr nicht verzichten. Keystone

Ein Sommer ohne Ferien auf einer griechischen Insel ist deshalb für viele Italiener schlicht unvorstellbar. Darum der laute Protest Richtung Athen. Gegenüber Wien setzte Rom aus einem anderen Grund Druck auf: Südtirol. Die Südtiroler pflegen engste Kontakte nach Österreich und litten ganz besonders unter der geschlossenen Grenze am Brenner.

Wenig Wissen über die Schweiz

Die Schweiz aber war nie im Fokus. Überhaupt, seit die Schweiz und Italien 2015 den jahrzehntelangen Streit um das Bankgeheimnis mit einem Abkommen aus der Welt geschaffen haben, sind die schrillen Töne sowieso weitgehend verschwunden. Auch beim Treffen der Aussenminister Di Maio und Cassis fehlen die ganz heissen Eisen.

Zudem fällt auf, dass man in Rom gelegentlich recht wenig über die Schweiz weiss. Nur ein Beispiel: Der ehemalige Premierminister Matteo Renzi behauptete einmal, Italien baue den Gotthard-Basistunnel. Auch ganz oben weiss man zuweilen recht wenig über den nördlichen Nachbarn.

HeuteMorgen, 16.06.2020, 06:00 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lothar Drack  (spprSso)
    Schöne Zusammenfassung der letzten sagen wie mal siebzig Jahre Nachbarschaft. Dass man bei so viel ungelösten Problemen, verdrängter Vergangenheitsbewältigung und rastlosem Überlebenskampf in der Politik sich höchstens ums Gröbste kümmern kann, ist nachzuvollziehen. Wie soll man sich da denn auch um Details und Kleinstaaten kümmern können! Und doch hat «il bel paese» so viel zu bieten, was Schweizer eben schätzen, wie das Meer, Vitalität, massenhaft Kulturdenkmäler, Improvisationsgabe etc.
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  • Kommentar von Andreas Meier  (Epikur)
    Naja, Migration und Schienenverkehr? In 30 oder 40 Jahren sind dann die Anschlüsse zur NEAT auf italienischer Seite vielleicht auch mal fertig. Selbiges übrigens auch für unseren nördlichen Nachbarn. Und würde mich nicht überraschen, wenn wir die beidseitig auch noch bezahlen müssten.
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    1. Antwort von Andre Mahr  (Andre M.)
      Hr. Meier, ein Zusatz: erst benötigt Italien wieder bedingungslose Millionen Euro von der EU, die wieder nicht nachvollziehbar "versickern" und durch den regelmässigen Verschleiss an Regierungen in diesem Land niemals aufgearbeitet werden können.
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