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Chronologie der Ereignisse: Wie der Trump-Mob das Kapitol stürmte
Aus Tagesschau vom 07.01.2021.
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Demonstrationen in den USA BLM-Aktivisten und Trump-Fans: So unterschiedlich wurde reagiert

Für die Sitzung von Repräsentantenhaus und Senat habe es kaum Planungen mit Blick auf mögliche Bedrohungen gegeben, beklagen Sicherheitskräfte. Und dies sei ungeachtet erkennbarer Warnzeichen geschehen, dass beinharte Anhänger Trumps – angestachelt durch dessen weiter unbewiesene Vorwürfe eines Wahlbetrugs – gewalttätig werden könnten. Trump hatte in zahllosen Tweets die Sitzung des Kongresses als letzte Möglichkeit für seine Anhänger dargestellt, den Wahlausgang zu ändern. In einem Tweet kündigte er sogar an, die Demonstration werde «wild».

Userinnen und User beklagen in den Sozialen Medien, der Umgang bei den mehrheitlich friedlichen «Black Lives Matter»-Demonstrationen (BLM) würde sich gravierend zum Sturm aufs Kapitol unterscheiden. Wir setzen die Handhabung seitens Regierung und Polizei während der beiden Ereignisse einander gegenüber:

Direkte Reaktion der Politik auf die Ereignisse

06. Januar 2021: Trumps Reaktion zum Sturm aufs Kapitol

29. Mai 2020: Die BLM-Proteste arten aus, die Polizeistation in Minneapolis wird angezündet.

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Brennende Polizeistation Minneapolis
Aus News-Clip vom 29.05.2020.
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29. Mai: Trumps Reaktion zu den BLM-Ausschreitungen in Minneapolis

Verwendung von Schildern und Flaggen

06. Januar 2021: Sturm aufs Kapitol: Die Polizei wird von der Menge zurückgedrängt, einige Polizeibeamte rennen davon. Zwischen den US-Flaggen wird die Flagge der Konföderierten gehisst – eine Flagge, die als Symbol für Rassismus und Sklaverei gilt.

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Protestierende dringen ins Kapitol ein
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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4. Juni 2020, BLM: Die Demonstrierenden halten verschiedene thematische Schilder in die Luft. Die Polizei geht hart gegen weit verstreute Demonstrierende vor, sprühen Tränengas und verwenden Gummigeschosse.

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Rückblick BLM: Tränengas gegen friedliche Demonstration vor dem Weissen Haus
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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Sicherheitsvorkehrungen

4. Juni 2020, BLM: Sicherheitshalber wird während der BLM-Demonstrationen das Lincoln Memorial von bewaffnetem Militär bewacht.

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Rückblick BLM: Bewachtes Lincoln Memorial
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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6. Januar 2021, Sturm aufs Kapitol: Der Kongress soll eigentlich durch die U.S. Capitol Police geschützt werden, einer rund 2000 Personen starken Polizeitruppe. Diese versuchte zunächst allein, sich gegen die Demonstrierenden zu stellen, die sich auf das Gelände drängten. Aus anfangs unklaren Gründen griffen andere Sicherheitskräfte des Bundes über Stunden nicht ein, als das Kongressgebäude von Demonstrierenden belagert wurde.

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Sturm auf das Kapitol
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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Dass es in der Folge von Trumps Aufruf zu Ausschreitungen kam, überrascht Sicherheitsexperten nicht. In den sozialen Medien hatte es über Wochen Drohungen mit und Warnungen vor Gewalt mit Blick auf die Sitzung des Kongresses gegeben.

Direkter Kontakt zwischen Zivilisten und Polizisten

1. Juni 2020, BLM: Auch hier werden friedliche Demonstrantinnen und Demonstranten in Tränengas eingetaucht.

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Rückblick BLM: Tränengas gegen friedliche Demonstration
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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6. Januar 2021, Sturm aufs Kapitol: Die Menge geht direkt auf die Polizei zu, diese versucht, sie zurückzudrängen. Auch hier scheint die Polizei schlecht organisiert und überfordert. Ein hoher Sicherheitsbeamter sagt dazu: «Das hätte nie passieren dürfen».

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Zusammenstösse zwischen Stürmenden und der Polizei vor dem Kapitol
Aus News-Clip vom 07.01.2021.
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Reaktionen von Politikern nach den Ereignissen

6. Januar 2021, Sturm aufs Kapitol: Der gewählte und mittlerweile bestätigte Präsident Joe Biden ruft Donald Trump auf, als aktueller Präsident etwas zu unternehmen. Dieser lässt allerdings nichts von sich hören. Aus der Politik meldet sich der aktuelle Vizepräsident Mike Pence auf Twitter zu Wort.

2. Juni 2020, BLM: Donald Trumps Reaktion auf die BLM-Demonstrationen fiel anders aus. Er mahnte auf Twitter und in Reden, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mögen doch reagieren.

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«Weigern sich Städte oder Staaten, notwendige Massnahmen zu vollziehen, werde ich das US-Militär einsetzen»
Aus News-Clip vom 02.06.2020.
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Tagesschau, 07.01.21, 12:45;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Dagmar Knell  (DagmarKnell)
    Gewalt ist in jeder Form von jeder Person, Gruppe zu verurteilen. Es ist nun aber Fakt dass die BLM-Demos in vielen Momenten nicht friedlich war. Brandstiftungen, Plünderungen, Körperverletzungen, Angriffe gegen die Polizei. Da brauchte es eine grosse Einsatzgruppe
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  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Ich finde es immer wieder spannend wie hier BLM Demonstrationen dargestellt werden, als wäre sie besonders gewalttätig gewesen. Sich es gab dumme Gewalt von Leuten, die meinten es in ihrem Frust zu weit treiben zu müssen. Mir ist aber kein Fall eines BLM Demonstranten der einen Gegendemonstranten erschossen hat. Ein Trumpfan haben bereits eine Demonstranten erschossen und eine friedlich demonstriedende Frau totgefahren. So viel zu what about.
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  • Kommentar von Walter Matzler  (wmatz)
    Es ist eine leidige Sache, dass selbst gut gemeinte Demonstrationen zunehmend von chaotischen oder extremen Störenfrieden eingenommen werden. Wenn das so weiter geht, ist es gar nicht mehr möglich eine anständige Demonstration durch zu führen.
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