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Türkei-Griechenland: Streit an der Medienkonferenz
Aus SRF 4 News aktuell vom 17.04.2021.
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Erste Visite seit zwei Jahren Eklat bei Besuch von griechischem Aussenminister in der Türkei

Das ist passiert: Beim ersten Besuch des griechischen Aussenministers Nikos Dendias in der Türkei seit zwei Jahren ist es zu einem Eklat gekommen. An der Medienkonferenz mit dem türkischen Aussenminister Mevlüt Cavusoglu warfen sich die beiden Politiker Fehlverhalten in wichtigen Konflikten vor.

Umgang mit Migranten: Ankara behauptet immer wieder, Griechenland dränge Migranten in der Ägäis illegal in türkische Gewässer zurück, um sie daran zu hindern, nach Griechenland, d.h. in die EU, zu gelangen. Zu den sogenannten Push-backs habe Cavusoglu sehr harte Worte benutzt, sagt ARD-Türkei-Korrespondentin Karin Senz.

Ausweitung der Seegrenzen: Griechenland beschuldigt die Türkei, seine Seegrenzen nicht zu respektieren, obwohl sie vom internationalen Seerecht gedeckt seien. Die Türkei suchte in dem umstrittenen Gebiet nach Erdgas. Diesbezüglich hat die EU der Türkei mit Sanktionen gedroht. Ankara stellte darauf die Forschungen ein.

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Aus dem Archiv: EU-Gipfel zum Erdgasstreit im Mittelmeer
Aus Tagesschau vom 01.10.2020.
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Militär auf den griechischen Inseln: Die Türkei wirft Griechenland vor, es sei ihm nicht gestattet, Soldaten auf den griechischen Inseln zu stationieren. Griechenland argumentiert, dass dies dann erlaubt sei, wenn es sich bedroht fühle. Und Griechenland fühle sich bedroht, weil die Türkei mit Militärmaschinen über die Inseln fliege, so die Korrespondentin.

Hagia Sophia als Moschee: Die Türkei hat die Hagia Sophia, ein ursprünglich christliches Bauwerk in Istanbul, wieder in eine Moschee verwandelt, nachdem sie lange ein Museum war. Das stört die Griechen.

Lösung nicht unmittelbar in Sicht: Cavusoglu sagte, nicht alle Angelegenheiten könnten mit diesen Treffen gelöst werden, «da unsere Differenzen stark sind, aber nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass der Dialog fortgesetzt wird». Und weiter: «Werden wir diese von nun an also auf bilateraler Ebene gemeinsam besprechen oder weiterhin so streiten?»

SRF 4 News, 16.04.2021, 06:20;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Na immerhin gab es kein Sofa, es mussten wohl beide stehen.
    1. Antwort von Thomas Trefzer  (ttre)
      Da hat wohl jemand dazugelernt ;-)
  • Kommentar von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
    Interessant wie hier Kommentare sofort Partei ergreifen. Die Vorstellung ist doch von beiden Seiten her peinlich und für solche Streitereien braucht es immer zwei.
  • Kommentar von Yavuz Tamer  (YavuzTa)
    Man müsste eigentlich nur die Karte anschauen um zu sehen, dass Türkische Gasbohrungen legal sind und Forderungen seitens Griechenland total realitätsfern sind. Diese unfaire Haltung seitens Europa gegenüber der Türkei ist wirklich nicht gerechtfertigt. Würde Eu GR nicht unterstützen, würde sich GR gegenüber TR solche Provokationen nicht trauen.
    1. Antwort von Pirmin Koch  (Preemz)
      Jede Karte ist ein politisches Statement. Wenn man China's Karten vom Südchinesischem Meer betrachtet scheint die Inselaufschüttung dort auch selbstverständlich zu sein.
    2. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Yavuz Tamer: Auf meinen Karten sind fast sämtliche Inseln in der Ägäis griechisch. Seit 2500 Jahren bis 1923 lebten Griechen auch in der Westtürkei (daher die Sage von Troja, das sich in der heutigen Türkei befindet). Da Griechenland den griechisch-türkischen Krieg anfangs der 20er Jahre verloren hatte, wurde im Vertrag von Lausanne 1923 vereinbart, dass sämtliche griechisch bewohnte Gebiete auf dem westtürkischen Festland geräumt werden mussten. Diese Griechen verloren ihre Heimat.