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Flüchtlingskrise an der türkisch-griechischen Grenze
Aus Tagesschau vom 06.03.2020.
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Flüchtlinge an der Grenze Schwaden von Tränengas zwischen Griechenland und Türkei

  • An der ostgriechischen Grenze zur Türkei bleibt die Lage angespannt.
  • Am Freitagmorgen lag der Grenzposten Kastanies zwischenzeitlich in Schwaden von Tränengas.
  • Dieses wurde von der türkischen Seite aus über die Grenze geschossen, wie Bilder des griechischen Fernsehsenders Skai zeigten.
  • Griechische Sicherheitskräfte versuchten, die Chemikalien mit Wasser wegzusprühen.

Die Sorge der Griechen gilt derzeit vor allem der Ankündigung des türkischen Innenministers Süleyman Soylu vom Vortag, 1000 Polizisten an die Grenze zu Griechenland zu schicken, um sogenannte «Push-Backs» von Migranten zu verhindern.

Griechische Bevölkerung befürwortet Grenzsicherung

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Die Entwicklung an der griechisch-türkischen Grenze und die Haltung des östlichen Nachbarn Türkei beunruhigt einer Umfrage zufolge 84 Prozent der Griechen. In der Erhebung im Auftrag des griechischen Nachrichtensenders Skai begrüssten zudem 76 Prozent der Befragten die Massnahmen der Regierung in Athen zum Schutz der Ostgrenze des Landes. Lediglich 18 Prozent sehen den Polizei- und Militäreinsatz an der Grenze kritisch.

Der geplante Bau geschlossener Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln spaltet die Nation: 46 Prozent sprachen sich dafür aus, genauso viele votierten dagegen.

Die Türkei hält angesichts der Eskalation in Syrien zudem eine Öffnung ihrer Grenze für Flüchtlinge aus der nordsyrischen Krisenregion Idlib für möglich. Auch diese Flüchtlinge könnten dann weiter in die EU gelangen, hatte Soylu am Donnerstag gesagt.

Nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag verkündet hatte, die Grenzen zur EU seien für Migranten offen, hatten sich Tausende auf den Weg dorthin gemacht. Griechenland hielt die Grenzen jedoch geschlossen.

Maas: Europäische Lösung nötig

Unterdessen sind mehrere EU-Staaten nach Aussage des deutschen Aussenministers Heiko Maas bereit, Flüchtlinge aufzunehmen, die sich an der Grenze zu Griechenland aufhalten. «Das ist es, worum wir uns bemühen, auch im Kreise der Aussenminister», sagte Maas am Freitag im Deutschlandfunk.

Nötig sei hier eine europäische Lösung. Daran müssten nicht alle EU-Staaten teilnehmen, ergänzte der SPD-Politiker. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten, die mit Schiffen übers Mittelmeer gekommen waren. Es gebe bereits entsprechende Zusagen.

Maas ergänzte, die nun zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe für Syrien sei die Voraussetzung dafür, dass humanitäre Hilfe in dem Bürgerkriegsland geleistet werden könne. Deutschland habe die Vereinten Nationen darüber unterrichtet, dass es kurzfristig bereit sei, zusätzliche 100 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

SRF 4 News, 06.03.2020, 12 Uhr;agenturen/rehm

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Baumann  (pierrotlunaire)
    Von Welt-online schon längst recherchiert und nachgewiesen: Die „Flüchtlinge“ an der Festlandgrenze Türkei-Griechenland sind zu 96% Männer aus Afghanistan, Iran, Irak und Afrika. Es sind keine Syrer, sondern Migranten, die in Europa versuchen via Asylverfahren als „Flüchtlinge“ unterzukommen. Falls je Syrer aus Idlib auftauchen sollten, hat man sie in Bussen die weite Strecke über den Bosporus gefahren. Man=Erdogans willfährige Schergen. DAS gehört vor den UN-Sicherheits- und Menschenrechtsrat.
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  • Kommentar von Franz Giger  (fjg)
    Gell Herr Maas, wer sich erpressbar macht wird erpresst. Gerade Deutschland als Auslöser mit dem Migrantendeal von Merkel mit Erdogan sollte bitte jetzt stillhalten und froh sein, dass die Aussengrenze rigoros geschützt wird, ansonsten es ein 2015.2 gibt. Wenn man jetzt konsequent bleibt wird die politische Waffe "Flüchtling" wieder in die ehemaligen Unterkünfte in der Türkei zurückkehren.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Außenminister Heiko Maas (SPD) erklärte im Deutschlandfunk, auch im Kreise der europäischen Außenminister beschäftige man sich damit, ob und wann andere EU-Staaten Flüchtlinge aus den Lagern in Griechenland aufnehmen könnten. Es gebe Zusagen aus einigen Ländern, sagte Maas. Es geht hier nicht um Flüchtlinge an der griechischen Grenze. Außerdem hat der deutsche Bundestag gestern den Antrag der Grünen abgelehnt, 5000 besonders hilfsbedürftige Flüchtlinge aus griechischen Lagern aufzunehmen.
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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Leider wird über diese Scharmützel mehr berichtet wird, als über die Ursachen.
    Eine der Ursachen ist, dass Europa Syrien schon seit Jahren sanktioniert, und zwar so, dass es gerade diejenigen trifft, die nun alternativlos an der Grenze stehen.
    Anstatt über Flüchtlinge zu reden, sollte man SOFORT die Sanktionen aufheben und SOFORT, zusammen mit Assad, Aufbauprogramme in Syrien starten!
    Das ist einfach, das ist machbar. Es gibt keinen humanitären Grund das nicht zu tun!
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    1. Antwort von Thomas Ludwig  (Tlu)
      Darüber könnte man reden, wenn Assad bereit wäre den grössten Teil seines eigenen Vermögens in den Aufbau zu stecken...
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    2. Antwort von René Baron  (René Baron)
      @Ludwig: Darüber sollten Sie mit einem Flüchtlingskind reden, und ich denke nicht dass es die Prioritäten ev. nicht ganz so setzt wie Sie, mein Herr...
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    3. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      Wenn dem so wäre, würden Millionen von Syrern wieder nach Syrien zurück wandern. Aber wer lässt sich von einem brutalen Diktator schon freiwillig umbringen?
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    4. Antwort von Thomas Ludwig  (Tlu)
      , denn Assad macht nur den Eindruck eines "verhungerderden Eichhörnchens" und der trügt gewaltig. Man google einfach: Assad, Syrien, Vermögen und siehe was kommt. Warum soll Europa für den Aufbau bezahlen, wenn Syrien auf dem Konto von Assad ein stattliches Startvermögen besitzt? Assads Vermögen wurde dem Volk geklaut. Europa scheint am verblöden zu sein.
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    5. Antwort von Thomas Ludwig  (Tlu)
      @Rene Baron: Nein das meine ich ernst: Assad und sein Clan haben Syrien ausgenommen und gehören zu den superreichen Familien der Welt. Googeln Sie einfach: Assad, Syrien, Vermögen. Sie werden sehen. Im Prinzip hat das Syrische Volk auf dem Konto von Assad ein riesiges Guthaben. Ich meine das Ernst und nicht zynisch. Warum soll nun Europa bezahlen und Assad sich ins Fäustchen lachen. Und sollte er entmachtet werden, dann geht er in eine Villa nach London oder Moskau. Das ist zynisch, mein Herr...
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    6. Antwort von Thomas Ludwig  (Tlu)
      @Baron: Assad ist vermögend genug, den Aufbau selber beginnen zu können. Dazu bräuchte er keine Hilfe. Sanktionen weg, eine politische Frage. Problematisch ist, dass Assad im ganzen Konflikt irgendwie inexistent zu sein scheint. Es geht um sein Land, nur ihn sieht man nie. Keine Statements, nichts, eher Putin oder Erdogan. Wie oder was wollen Sie da denn ernsthaft wieder aufbauen ?
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