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Emotionaler Abschied von George Floyd
Aus News-Clip vom 04.06.2020.
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Gedenken in Minneapolis «Es ist grossartig, dass mein Bruder so viele Herzen berührt hat»

  • In Minneapolis hat die erste von drei grossen Gedenkfeiern für den 46-jährigen Afroamerikaner George Floyd begonnen.
  • In emotionalen Worten sprachen unter anderem Floyds Bruder und der Anwalt der Familie.
  • Derweil hat US-Justizminister William Barr grundlegende Missstände im Land eingeräumt.

«Jeder will Gerechtigkeit, wir wollen Gerechtigkeit für George, er wird sie kriegen», erklärte Philonise Floyd, einer von Floyds Brüdern, am Gedenkgottesdienst in einer Kapelle in der North Central University von Minneapolis.

Mann.
Legende: Benjamin Crump, Anwalt der Familie, fordert die Menschen auf, weiterhin friedlich zu demonstrieren. Keystone

George Floyd ist nach Ansicht des Anwalts seiner Familie ein Opfer der «Pandemie des Rassismus» in den USA. Er sei nicht an der neuen Gefahr des Coronavirus gestorben, sondern infolge der systematischen Diskriminierung Schwarzer, «mit der wir in Amerika allzu vertraut sind», sagte Benjamin Crump.

Aufruf zu friedlichen Demonstrationen

Crump forderte die Menschen in den USA auf, weiter friedlich zu demonstrieren, um Gerechtigkeit für Floyd zu erreichen und sich gegen Polizeigewalt, Diskriminierung und Rassismus auszusprechen. Amerika werde dadurch ein besseres Land, ein Ort der Hoffnung werden.

«Es ist verrückt, all diese Leute sind gekommen, um meinen Bruder zu sehen. Es ist grossartig, dass er so viele Herzen berührt hat», so Philonise.

Mann.
Legende: Philonise Floyd bedankt sich für die Anteilnahme. Keystone

Nach der heutigen Trauerfeier wird George Floyds Leichnam in dessen Geburtsort nach North Carolina gebracht. Dort wird er am Samstag für zwei Stunden aufgebahrt. Am Montag ist ein weiterer Tribut für den Toten in Texas geplant, wo Floyd aufgewachsen ist. Am Dienstag soll Floyd beerdigt werden. 500 Personen werden für die Messe in Houston erwartet – darunter auch Joe Biden. Die Beisetzung findet später im engsten Familienkreis statt.

«George Floyds Tod war nicht der erste dieser Art»

Mit Blick auf die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in Amerika hat US-Justizminister William Barr grundlegende Missstände im Land eingeräumt. «George Floyds Tod war nicht der erste dieser Art», sagte Barr am Donnerstag in Washington. Es sei nicht zu leugnen, dass viele Afroamerikaner Zweifel an der Strafjustiz im Land hätten. «Das muss sich ändern.»

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Barr: «Empörung über die Ereignisse ist gerechtfertigt» (engl.)
Aus News-Clip vom 04.06.2020.
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Es müsse sichergestellt werden, dass Rassismus bei der Strafverfolgung keine Rolle spiele. Mit Blick auf Floyds Tod versprach Barr, man werde hart dafür arbeiten, dass aus Schlechtem etwas Gutes herauskomme.

10v10, 4.6.2020, 21:50 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Mit allem Respekt, wenn ein Livestream von der Beisetzung eines ermordeten Straftäters noch irgend etwas mit dem hochgepriesenen "objektiven" Journalismus zu tun haben soll, weiss ich auch nicht mehr.
    Von dem Zwangsgebühren finanzierten SRF könnte man eigentlich schon etwas mehr erwarten.
    Politisch Neutral ist anders, sorry.
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  • Kommentar von Walter Schmid  (W. Schmid)
    Sorry, wie er verstorben ist, ist nicht richtig und wird gerichtlich untersucht. Aber er war kein guter Mensch, Vorstrafen bis ins geht nicht mehr, sogar bewaffneter Raubüberfall. Er ist Täter und nun halt Opfer.
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    1. Antwort von Mark Keller  (mkel)
      Absolut richtig. Mehrfache Trauerfeiern, Aufbahrung, Polizeieskorten... Das ganze ist befremdend und lenkt vom Thema ab. Es geht um systematische Polizeigewalt, deren Opfer Floyd wie viele andere wurde. Es geht um die Art und Weise, nicht um seine Person. Die Person traf es eher zufällig, das ist ja das Verstörende. Schwarze Hautfarbe, an den falschen Polizisten geraten, schwere des vorgeworfenen Vergehens egal.
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