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Macron kritisierte die Grenzschliessungen
Aus HeuteMorgen vom 11.03.2020.
abspielen. Laufzeit 02:06 Minuten.
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Gegen die Corona-Krise EU-Chefs zeigen Entschlossenheit

Mit 25 Milliarden Euro und enger Koordination gehen die 27 EU-Länder gegen das Virus vor – und gegen dessen wirtschaftliche Folgen.

Wegen der Coronavirus-Epidemie haben sich die 27 Staats- und Regierungschefs der EU erstmals virtuell zu einem Sondergipfel zusammengeschaltet. Sie kamen überein, alles zu tun, um insbesondere die wirtschaftlichen Folgen dieser Epidemie abzufedern.

Sonderfonds in Höhe von 25 Milliarden Euro

Konkret wurden ein Sonder-Investmentfonds über 25 Milliarden Euro für Soforthilfen an kleine und mittlere Unternehmen sowie eine Lockerung der EU-Regeln für Subventionen beschlossen. Die Regierungen der 27 EU-Mitgliedsländer wollen nichts unversucht lassen, um den sich abzeichnenden Wirtschaftsabschwung aufzufangen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte den Gipfel angeregt. Er zeigte sich mit den Beschlüssen entsprechend zufrieden. «Unsere Botschaft ist: Wir müssen rasch und stark reagieren», erklärte er nach der virtuellen Aussprache.

Kritik an Grenzschliessungen

Macron übte aber auch Kritik. Und zwar an Österreich und Slowenien, die ihre Grenzen zu Italien für viele Reisende geschlossen haben. «Ich denke ehrlicherweise, dass das schlechte Entscheidungen sind», sagte Macron. Auch Frankreich hat eine gemeinsame Grenze mit Italien.

An der rund zweistündigen Videokonferenz, zu der sich die Staats- und Regierungschefs zusammenschalteten, nahmen auch alle Spitzen aller EU-Institutionen teil, inklusive der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde.

Mit vereinten Kräften wolle man die Corona-Epidemie bekämpfen, sagte Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission. «Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, damit die europäische Wirtschaft diesen Sturm übersteht.»

Bildschirm mit vielen kleinen Fenstern.
Legende: Das sah der französische Präsident Macron während des virtuellen Gipfels. Reuters

Enge Zusammenarbeit der Gesundheitsminister

Weiter wurde beschlossen, dass sich alle 27 Gesundheitsminister täglich absprechen, welche Massnahmen zu ergreifen sind, um die Ausbreitung der Epidemie einzudämmen. Gemeinschaftlich wolle man ab sofort auch alle Beschaffungen für Masken und andere medizinische Geräte koordinieren.

Ein EU-weiter Expertinnen-Rat von Virologen wird allen politischen Gremien der EU und der Mitgliedsländer zur Seite gestellt. Die Botschaft ist klar: Diese Corona-Krise soll solidarisch auf europäischer Ebene bewältigt werden.

HeuteMorgen vom 11.3.2020, snep

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32 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Diese Krise kommt zur rechten Zeit und kann hervorragend von allen Fehlleistungen dieses Bürokratiemonsters ablenken (siehe Migrantenkrise etc.).
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    1. Antwort von Toni Koller  (Tonik)
      Was kann denn die EU für die aktuelle "Migrantenkrise" an der griechischen Grenze? Und wieso soll die EU ein "Bürokratiemonster" sein? Sie hat gerade mal 40'000 Angestellte (allein die Schweizer Bundesverwaltung zählt fast doppelt so viele) ? - Janu halt, den Anti-EU-Turbos wird es die Europäische Union grundsätzlich NIE recht machen können. Da ist die Ideologie stärker.
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    2. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Schon, Herr Koller. Bitte liefern Sie trotzdem weiter Fakten - selbst wenn manche tags darauf unbeirrt wieder das Gleiche schreiben...
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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Würde Titel nicht viel richtiger heissen, "EU-Chefs geben vor Entschlossenheit zu zeigen", und zwar müsste man auch noch "…wieder mal…" in den Text einfügen.
    'Messt die Leute an den Taten, nicht an dem was sie sagen oder vorgeben zu tun', diese Weisheit auf die EU-Führung der letzten 20 Jahre angewandt hinterlässt vor allem eins, nämlich sehr viel Leere.
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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    "EU-Chefs zeigen Entschlossenheit" Auf dem Foto sind gerade zwei Figuren auszumachen .... Lieber die Finger von der EU lassen.... Macron mit seiner République en dissolution ist wohl kaum ein vertrauenswürdiger Garant für eine Politk, die den Namen Demokratie auch nur annähernd verdient. In Kombi mit dem neoliberalen Sozialabbau Projekt das EU heisst ....
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    1. Antwort von Rene Bernasconi  (Heimwehwalliser)
      Auf dem Foto sind gerade mal zwei "Figuren", weil es sich hier um eine Telefonkonferenz handelt, wie unschwer zu erkennen ist. Eine reine Vorsichts- Massnahme um die Verbreitung des Virus zu verhindern.
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    2. Antwort von antigone kunz  (antigonekunz)
      Schon klar, aber Danke Herr Bernasconi... Macron macht aber eigentlich alles im Alleingang....Er hat etwas Mühe als göttlicher Jupiter, nicht gerade mein Götterfavorit, vom Olymp runterzukommen... Das Bild ist daher mit seiner Monarchie présidentielle ganz stimmig. Die V. Republik ist ein zu antidemokratisches Gebilde. Dies nur nebenbei.
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