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Wieder Tote bei Protesten in Myanmar
Aus Tagesschau vom 13.03.2021.
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Gewalt bei Demonstrationen Erneut Tote bei Protesten in Burma

Bei den andauernden Protesten gegen den Militärputsch hat es Berichten zufolge in der Nacht acht Tote gegeben.

  • Journalisten berichten vom brutalen Vorgehen der staatlichen Einsatzkräfte.
  • Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre hatten in der Nacht zum Samstag wieder Menschen gegen die Militärjunta demonstriert.
  • Die Proteste dauern seit der Machtergreifung des Militärs am 1. Februar an und haben bisher Dutzende Tote gefordert.

In der ehemaligen Hauptstadt Burmas, Yangon, sind drei Menschen ums Leben gekommen, als Sicherheitskräfte am Freitagabend in mehreren Stadtteilen «sehr brutal» gegen Demonstranten vorgingen, wie Journalisten am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur berichteten.

Drei weitere Demonstranten seien am Samstag bei Protesten in der Stadt Mandalay im Zentrum von Burma getötet worden, sagte ein Augenzeuge und Journalist der dpa. Dort habe die Polizei versucht, mit Schüssen die Proteste zu zerschlagen. Zwei Demonstranten kamen zudem bei Protesten am Samstag in Pyay ums Leben, wie der Radiosender Radio Free Asia berichtete.

Bereits Dutzende Tote bei Massenprotesten

In Burma, auch Myanmar genannt, hatte sich das Militär am 1. Februar ganz an die Macht geputscht. Seitdem gibt es immer wieder Massenproteste – jedoch fanden diese bislang meist tagsüber statt. Polizei und Armee reagieren auf die Proteste zunehmend brutal. Dutzende Menschen wurden bereits erschossen und viele weitere verletzt.

Protestierende am Samstag in einem Aussenbezirk von Yangon.
Legende: Protestierende am Samstag in einem Aussenbezirk von Yangon. Keystone

Trotz einer nächtlichen Ausgangssperre waren am Freitagabend (Ortszeit) landesweit wieder zahlreiche Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen die Militärjunta zu protestieren. Im Viertel Hledan in Yangon hätten sich Tausende Menschen mit Kerzen zu einer Nachtwache versammelt, berichteten die Zeitung «The Irrawaddy» und andere lokale Medien.

Viele hielten wieder Plakate in den Händen, auf denen sie die Freilassung der entmachteten und festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi forderten. Auch in vielen anderen Teilen Burmas fanden nach Einbruch der Dunkelheit Kundgebungen statt. Zunächst war es weitgehend friedlich geblieben.

SRF 4 News, 12.3.2021, 22:30 Uhr;

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    "Bereits Dutzende Tote bei Massenprotesten". Mmmmh. Komisch. Letztes Jahr wurde in den USA der Schwarze Mann George Floyd durch einen Polizisten getötet. 1000ende protestierten gegen Polizeigewalt und Rassismus, sogar in der Schweiz. In Burma werden aktuell viele mehr von der Polizei und Militär getötet. -- Niemand geht im Westen auf die Strasse. Sind Burmesen weniger wert???
  • Kommentar von Ueli Feuz  („Üeu“)
    Meine Fürsorge für die Burmesen hält sich in Grenzen. Weder die Bevölkerung noch die Präsidentin Aung San Suu Kyi ist 2017 auf die Barrikaden gestiegen während der Vetreibung von 1 Million Muslimischen Rohingya nach Bangladesch die da in Lagern verrecken
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Tausende Menschen erinnerten mit Mahnwachen an getötete Demonstranten - einige kamen dabei selbst zu Tode. Für die Demokratie im Land muss gekämpft werden. Die Sache ist es wert, dafür zu sterben. Trauerfeier für einen erschossenen Demonstranten. Tag für Tag werden überall in Myanmar Väter, Mütter, Töchter, Söhne, Schwestern und Ehemänner zu Grabe getragen. Zurück bleiben trauernde, wütende, fassungslose Angehörige. Die ganze Welt schaut zu bei diesen Grausamkeiten.