- Ab dem 1. Januar 2027 dürfen in Griechenland Kinder unter 15 Jahren keine Social-Media-Plattformen mehr nutzen.
- Das kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis auf TikTok an.
- Die griechische Regierung fordert Brüssel zudem auf, EU-weite Social-Media-Regeln für Kinder zu erlassen.
«Wir haben beschlossen, etwas Schwieriges, aber Notwendiges voranzutreiben», sagte Mitsotakis. Ziel der Massnahme sei es, junge Menschen besser vor den negativen Auswirkungen digitaler Plattformen zu schützen.
Appell an Jugendliche
Direkt an jüngere Nutzer gewandt, räumte Mitsotakis ein, dass die Pläne auf Widerstand stossen könnten. «Ich bin mir sicher, dass sich viele Jüngere jetzt über mich ärgern – in eurem Alter hätte ich vielleicht genauso empfunden.»
Doch es sei nicht seine Aufgabe, angenehm zu sein. Wenn soziale Medien dazu führten, sich gestresst zu fühlen oder schlechter über sich selbst zu denken, dann lohnt es sich, eine Grenze zu setzen, so Mitsotakis weiter.
Kritik an Plattform-Designs
Der griechische Premier kritisierte zudem den «süchtig machenden Aufbau» vieler Social-Media-Plattformen. Das müsse gestoppt werden. Kinder und Jugendliche seien den Mechanismen der Plattformen oft schutzlos ausgeliefert, weshalb der Staat hier eine besondere Verantwortung trage.
Mitsotakis äusserte auch die Hoffnung, dass andere EU-Staaten dem Vorstoss Griechenlands folgen werden.
In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert er zudem einen einheitlichen europäischen Rahmen bis Ende 2026. Denn nationale Massnahmen allein würden nicht ausreichen.