Zum Inhalt springen

Header

Audio
Die jungen Menschen sind enttäuscht vom Klimagipfel
Aus SRF 4 News aktuell vom 13.12.2019.
abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Inhalt

Klimakonferenz in Madrid «Es passiert gar nichts»

Auch Jugendliche aus der Schweiz haben sich in Madrid für das Klima engagiert. Nun sind sie ernüchtert.

Vor einem Jahr im polnischen Kattowitz war Greta Thunberg noch fast die einzige Jugendliche an der Klimakonferenz. In Madrid sind auch Lena Bühler aus Bern und Lukas Wirth aus Zürich dabei.

Beide besuchen das Gymnasium und beide sind ein bisschen müde nach zwei Wochen voller Eindrücke. «Ich finde die Treffen mit den anderen Fridays-for-Future-Aktivistinnen eigentlich die besten, weil es Leute sind, die ihre ganze Freizeit dafür opfern, um eine Wende herbeizuführen», sagt Lena Bühler.

Streiken in der Schweiz ist unproblematisch

Lukas Wirth betont: «Es ist spannend, die Unterschiede global zu sehen. In der Schweiz ist es relativ einfach zu streiken, aber in anderen Ländern, zum Beispiel in Hongkong oder in Russland, sieht es anders aus.»

Schwierigkeiten beim Demonstrieren hatten die Klima-Streikenden auch in Madrid. Am Mittwoch wurden sie von Sicherheitskräften bei einer lautstarken Protestaktion aus dem Konferenzzentrum geworfen. Unterdessen sind sie wieder zugelassen.

Am Freitag sollen wieder weltweit Aktionen stattfinden, «um zu zeigen, dass wir nicht einverstanden sind, dass ein Grossteil der Zivilbevölkerung von der Klimakonferenz ausgeschlossen wurde und auch, dass die reichen Industrienationen ihre Ambitionen noch einmal deutlich erhöhen müssen», wie die Jugendliche sagt.

«Es passiert gar nichts»

Unter dem Strich sind Bühler und Wirth enttäuscht. «Wenn man sich umschaut, sieht man überall den Slogan ‹It’s time for action›. Doch dann ist man hier und es passiert gar nichts. Wie es jetzt aussieht, wird diese Klimakonferenz eher ein Reinfall.»

Es bleibe ihnen keine Wahl, sagen die Klima-Streikenden. Nun müssen sie alle noch mehr Druck machen zu Hause. Dorthin zurückfahren Bühler und Wirth am Abend mit dem Bus, da in Frankreich fast keine Züge fahren. Es ist eine über 20 Stunden lange, aber vergleichsweise klimafreundliche Reise.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.