Verkündung des Deals: Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif verkündete auf der Plattform X: «Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde.»
Kurz darauf bestätigte auch US-Präsident Donald Trump auf Truth Social den Abschluss des Abkommens. Der iranische Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi bestätigte laut der Nachrichtenagentur Tasnim ebenfalls die Fertigstellung des Textes des Rahmenabkommens. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie des Rahmenabkommens soll am kommenden Freitag in der Schweiz stattfinden. Dies teilte Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif mit.
Konkrete Auswirkungen der Friedensvereinbarung: Pakistans Premier Sharif erklärte, beide Seiten hätten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten, einschliesslich im Libanon, zugesichert. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Strasse von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fliessen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.
Inhalte des Friedensabkommens: Details zu den Inhalten der Übereinkunft wurden zunächst nicht bekanntgegeben. Das Rahmenabkommen ist ein Zwischenschritt und soll als Ausgangspunkt für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran dienen. Medienberichten zufolge soll die Vereinbarung die – fragile und mehrfach gebrochene – Waffenruhe um 60 Tage verlängern und den Startpunkt für Verhandlungen über das iranische Atomprogramm bilden. Die USA und Israel hatten ihren Krieg gegen den Iran stets auch damit begründet, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe.
Internationale Reaktionen: Positive Reaktionen kamen aus Katar, das ebenfalls in dem Konflikt vermittelte. Premierminister Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al Thani begrüsste das Abkommen. Ebenso der britische Premier Keir Starmer. Es sei ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Konflikts und zur Öffnung der Strasse von Hormus. Die Wiederaufnahme des Seeverkehrs ohne Einschränkungen und Mautgebühren sei eine unverzichtbare Voraussetzung für die regionale Stabilität und die Weltwirtschaft, erklärte derweil der französische Präsident Emmanuel Macron. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran begrüsst und eine «zielstrebige» Umsetzung des Abkommens gefordert.