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Mutmasslich 18 Todesopfer Grenzkonflikt Afghanistan-Pakistan flammt wieder auf

  • Bei Angriffen der pakistanischen Luftwaffe im Grenzgebiet Afghanistans sollen 18 Menschen getötet worden sein.
  • Die afghanischen Staatsmedien sprechen von ausschliesslich zivilen Todesopfern.
  • Laut pakistanischen Angaben galten die Luftangriffe jedoch sieben «Terrorlagern und Verstecken» der pakistanischen Taliban sowie der Terrormiliz IS.

Bei den Luftangriffen handle es sich um Vergeltung für jüngste Selbstmordanschläge unter anderem nahe der Hauptstadt Islamabad, hiess es aus Pakistan. Man habe eindeutige Beweise dafür, dass diese Terrorakte im Auftrag der Anführer beider Terrorgruppen in Afghanistan verübt worden seien.

Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Menschen stehen vor zerstörtem Auto und Trümmern.
Legende: Die Afghanen sagen, es seien ausschliesslich Zivilisten getötet worden – während es aus Islamabad heisst, die Angriffe hätten Terroristen gegolten. Reuters

Während das pakistanische Militär zum Ort der Angriffe schwieg, erklärten afghanische Regierungsvertreter, es seien Wohngebiete in den Provinzen Nangarhar und Paktika getroffen worden.

Das von den Taliban geführte Verteidigungsministerium in Kabul verurteilte die Luftangriffe und drohte seinerseits mit einer «angemessenen und wohlüberlegten Reaktion».

Friedensgespräche brachten keine nachhaltige Lösung

Angriffe vor allem der pakistanischen Taliban auf pakistanische Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen führen seit Monaten zu massiven Spannungen zwischen den Nachbarländern.

Im Herbst 2025 kam es zu kurzzeitigen militärischen Auseinandersetzungen an der Grenze. Pakistans Regierung befahl auch Luftangriffe auf Ziele in Afghanistan. Sie wirft den Taliban in Afghanistan vor, Kämpfern der pakistanischen Taliban Schutz zu gewähren. Die Führung in Kabul bestreitet das.

Friedensverhandlungen unter der Vermittlung des Golfemirats Katar und der Türkei brachten keine nachhaltige Lösung des Konflikts.

Neue Spannungen lösten dann Anfang Februar ein Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe Islamabad in Pakistan aus, bei dem 36 Menschen starben. Die Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) reklamierte die Tat für sich. Pakistan machte einen Afghanen als Drahtzieher verantwortlich.

SRF 4 News, Nachrichten, 22.2.2026, 9:00 Uhr ; 

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