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Trump auf Stimmenfang bei schwarzen US-Amerikanern
Aus Rendez-vous vom 27.08.2020.
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Präsidentschaftswahl USA Donald Trump will auch schwarze Wähler gewinnen

2016 erhielt Trump nur acht Prozent der Stimmen von Afroamerikanern. Er setzt alles daran, bei ihnen beliebter zu werden.

Diese Woche hört man verschiedene pointierte Aussagen von afroamerikanischen Republikanern und Republikanerinnen: «Die Demokraten fühlen sich so sicher, dass Schwarze sie wählen. Wir haben es satt.» Oder: «Präsident Trump ist kein Rassist.»

2016 gingen bloss acht Prozent der afroamerikanischen Stimmen an Donald Trump. Doch nun setzen die Republikaner auf ein farbiges Image, nicht zuletzt, um gemässigte weisse Wechselwählende zu halten.

Die Trump-Wahlkampagne versucht zudem, den Demokraten gezielt schwarze Stimmen abzujagen. Die Kampagne heisst «Black Voices for Trump». Chris Walker von der Wahlkampf-Organisation Trump Victory sagt, Präsident Trumps Wirtschaftspolitik erreiche diejenigen Schwarzen, die vor der Coronakrise von der tiefen Arbeitslosigkeit profitiert hätten.

Eine wachsende Wirtschaft sei das beste Mittel, um allen Amerikanerinnen und Amerikanern zu helfen, sagt Walker. Und die Demokraten würden an schwarzen Anliegen vorbei politisieren.

Gegen Sparmassnahmen bei der Polizei

Rund 80 Prozent der Afroamerikaner würden zum Beispiel Sparmassnahmen bei der Polizei, wie manche Demokraten sie vertreten würden, nicht unterstützen. Auch in der Kandidatur der dunkelhäutigen Kamala Harris als Vizepräsidentin sieht Walker vom Trump-Wahlkampfteam kein Problem: «Sie ist grundsätzlich zu radikal links.»

Die Trump-Kampagne arbeitet eng mit den republikanischen Lokal-Parteien zusammen, zum Beispiel in Milwaukee, Wisconsin. Der 30-jährige Khenzer Senat führt das erste republikanische Wahlkampfbüro in einem mehrheitlich afroamerikanischen Quartier.

Wenn seine Partei 12 oder 14 Prozent der schwarzen Wählerstimmen gewinne statt 8 Prozent wie vor vier Jahren, dann würde Trump in Wisconsin gewinnen, sagt Senat.

2016 gingen viele Schwarze nicht wählen

Im hart umkämpften Bundesstaat Wisconsin gewann Donald Trump 2016 mit einem Mehr von rund 23'000 Stimmen gegen Hillary Clinton. Das Wahlverhalten der Afroamerikaner spielte eine wichtige Rolle, weil viele nicht wählen gingen. Die Wahlbeteiligung der Afroamerikaner in Wisconsin fiel 2016 um fast 20 Prozent. Ihre Stimmen kamen grösstenteils Clinton abhanden.

Auch dieses Jahr werde die Wahlbeteiligung enorm wichtig sein, sagt die Politikwissenschaftlerin Paru Shah von der University of Wisconsin in Milwaukee. Alles spreche für einen Anstieg, und das werde den Demokraten helfen.

Rassistische Polizeigewalt motiviert zum Wählen

Sie gibt der republikanische Charmeoffensive gegenüber schwarzen Wählenden in Wisconsin keine grosse Chance. Die afroamerikanische Wählerschaft sei besonders schwer von der Pandemie und der Wirtschaftskrise betroffen. Zudem würde sie rassistische Polizeigewalt zusätzlich motivieren, an die Urne zu gehen, ist die Politologin überzeugt.

Schwarze Wählerinnen und Wähler zu gewinnen, ist für die Republikaner keine einfache Aufgabe. Aber in den USA bestimmen kleine Margen, wer gewinnt. Und so sagt der Republikaner Khenzer Senat in Milwaukee: Er werde jeden Stein umdrehen und jeden Afroamerikaner ansprechen.

Video
Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner ernannt
Aus Tagesschau vom 24.08.2020.
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Rendez-vous, 27.08.2020, 12:30 Uhr

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40 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Soeben habe ich einen Beitrag auf Fox gesehen wonach sechs demokratische Bürgermeister in Minnesota offiziell die Kandidatur von Donald Trump unterstützen. Für Joe Biden wird es langsam eng. Darum verlässt er nun wohl auch entgegen früheren Aussagen sein Haus, um kurzfristig doch noch Wahlkampf zu machen. Ganz offensichtlich haben sich die Dems mit der Unterstützung oder Duldung von Chaos und Gewalt durch Links verrechnet:)
    1. Antwort von Damian Hiltebrand  (Damian Hiltebrand)
      Fox news ist bekanntlich der Propagandasender der Republikaner...
    2. Antwort von Reto Blatter  (against mainstream)
      @damian: ja und? Eine Bürgermeisterin hat den Entscheid vor der Kamera begründet. Sehr interessant anzuschauen.
    3. Antwort von Lukas Gubser  (Mastplast)
      CNN ist der Propagandasender de Dems. Aber Ihre Fakten nehmen Sie trotzdem nur von solchen Kanälen.
    4. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Blatter, Gubser. Der Propagandasender der Dems hat schon einige Male gezeigt, dass verdiente Republikaner Trump nicht unterstützen, z.B. Powell, Kasich und so weiter. Und, was ist mit den ehemaligen Rep Präsidenten und deren Gefolge?
  • Kommentar von Walter Wieser  (Walt)
    DT hat mehr fuer African Americans getan als alle anderen Praesidenten vor ihm, ausser Lincoln natuerlich. Er wird einen sehr hohen Anteil der AA Stimmen bekommen. Das hoert man taeglich von AA Politiker, aber auch vom einfachen Volk. (Stimmvolk)! Anders als Biden der wortwoertlich gesagt hat: "schwarze die nicht demokratisch waehlen sind nicht schwarz". Sehr beleidigend wenn sie mich fragen. Die AA sind sehr wohl in der Lage selbststaendig zu denken und zu waehlen.
    1. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Ja, Bidens Aussage war sicher kontraproduktiv.
      Auf der anderen Seite, denken Sie, dass die AA die Aussage Trumps "What the hell you have to lose" vergessen haben? Die AA haben immer noch überdurchschnittlich oft ihr Leben durch die Polizei zu verlieren, wie man bei George Floyd und Jacob Blake sehen konnte.
  • Kommentar von Peter Stauffer  (Pfefferschote)
    Ob der 74-jährige Trump oder der 78-jährige Biden gewählt wird spielt keine so grosse Rolle mehr für die USA.