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Kim Jong-un hat mit dem Test Joe Biden im Visier
Aus HeuteMorgen vom 25.03.2021.
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Provokation der USA Nordkorea schiesst zwei Raketen in Richtung Japan

  • Einmal mehr hat Nordkorea seine Nachbarländer und die USA mit dem Test von Raketen provoziert.
  • Diesmal feuerte das kommunistische Land zwei Raketen in Richtung japanisches Meer.
  • Die Aktion wird als Botschaft an die USA – und den neuen Präsidenten Biden – interpretiert.

Bei seinem jüngsten Waffentest wurden nach Angaben des südkoreanischen Militärs zwei ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer abgefeuert.

Laut japanischen Informationen fielen sie ausserhalb der japanischen Gewässer ins Meer. Premierminister Yoshihide Suga sprach von einer Bedrohung für den Frieden und die Stabilität in der Region.

Verstoss gegen UNO-Resolutionen

Von Südkoreas Generalstab hiess es, die Raketen seien im Abstand von knapp 20 Minuten von Hamju an der Ostküste gestartet worden und 450 Kilometer weit geflogen.

UNO-Resolutionen verbieten dem wegen seines Atomwaffenprogramms isolierten Nordkorea den Test ballistischer Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen könnten.

Provokation schon am Sonntag

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Provokation schon am Sonntag
Legende: Reuters Archiv

Schon am vergangenen Sonntag hatte Nordkorea gemäss Angaben Südkoreas zwei mutmassliche Marschflugkörper von kurzer Reichweite an der Westküste abgefeuert. Auch die USA bestätigten den Test, doch spielte ihn US-Präsident Joe Biden herunter. Tests von Lenkflugkörpern unterliegen nicht den Sanktionen gegen das abgeschottete Land. Anders als ballistische Raketen verfügen Marschflugkörper über einen permanenten eigenen Antrieb. (sda)

Trotzdem testet Nordkorea seit vielen Jahren immer wieder Raketen mit verschiedenen Reichweiten. Auch entwickelt es Langstreckenraketen, die Ziele in den USA treffen könnten.

Drohgebärde gegenüber den USA

Den USA wirft die kommunistische Regierung in Pjöngjang eine feindselige Politik vor. Entsprechend ist auch der neuste Test vor allem als Drohgebärde gegen die USA und den neuen Präsidenten Joe Biden zu verstehen.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un will damit offenkundig seine Verhandlungsposition stärken. In der Tat kommen die bilateralen Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm seit zwei Jahren nicht mehr voran.

Die neue US-Regierung unter Präsident Joe Biden ist derzeit dabei, in Zusammenarbeit mit Südkorea und anderen verbündeten Ländern eine neue Nordkorea-Politik zu formulieren.

Video
Aus dem Archiv: Nordkorea testet Rakete
Aus Tagesschau vom 29.11.2017.
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SRF 4 News, Heute Morgen vom 25.3.2021, 06.00 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Manu Meier  (Manuel Meier)
    Um mal die Überschrift zu entschärfen: Damit mit man eine Mittelstreckenrakete testen kann, nimmt man am besten eine Zielrichtung, die nicht andere Länder überfliegt, andere Länder bedroht und auch wenn möglich, das eigen Land (durch einen Fehler) nicht bedroht. Somit bietet sich das Meer natürlich an. Und für Nord Korea ist die einzige Plausible Richtung, die Richtung Japan ins Japanische Meer. JEDE andere Richtung wäre eine schwere Provokation gegen ein anderes Land.
    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Klar, und dass Nordkorea zum Testen auch gerne mal eine Rakete über Japan hinweg fliegen lässt, ist alles nur rein geographisch bedingt.
    2. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Ja, der Grund ist, dass ein Test einer labgstrecken Rakete nunmal weiter gehen muss. Richtung Japan ist es so, dass Japan dadurch genügend Zeit hat, die Flugbahn der Rakete zu berechnen (da ballistisch) und somit ein treffen des Landes auszuschliessen ist. Würde Südkorea überflogen, weiss man nicht, wie lange die Rakete beschläunigt und somit wo sie wieder runter kommt. Also auch da ist die richtung Japan die optimalste. Natürlich wäre eine vorherige Genemigung am besten.
  • Kommentar von Jörg Kaufmann  (jka)
    Man kann es auch anders sehen:
    Raketen ins Meer schiessen kann als Akt der Verzweiflung gewertet werden. Damit wird kaum die Verhandlungsposition gestärkt.
    Niemand vermisst was aus NK. Die Wirtschaft dort ist am Arsch und das Land hat sich wegen der Pandemie stärker isoliert denn je. Jegliches Entgegenkommen würden die als Erfolg werten.
  • Kommentar von Erich Deiss  (Erich Deiss)
    Aus Sicht von Nordkorea ist das verständlich. Warum sollen die etwas nicht dürfen, was andern erlaubt ist.
    1. Antwort von Andreas Blöchliger  (Xoxilo)
      Weil es eine autoritäre Diktatur und kei demokratischer Rechtsstaat ist.
    2. Antwort von Martin Meier  (M.Meier)
      @Blöchliger: Also wenn ein sogenannter demokratischer Rechtsstaat (ich frage mich ob die USA für sie auch so einer sind) eine Rakete abfeuert dann ist das ok. Aber dies eine Ideologie tut welche wir nicht teilen, dann ist das schlecht?
      Warum würde ein demokratischer Staat eine grössrere Legitimität haben eine Rakete abzufeuern?
    3. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      @Antwort von Andreas Blöchliger (Xoxilo)
      "Weil es eine autoritäre Diktatur und kei demokratischer Rechtsstaat ist."

      Und Russland oder China (Indien, Pakistan, oder von mir aus auch deu USA) dürfen dann testen?

      Oder testen sie einfach, egal ob es anderen passt oder nicht ?
    4. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Die heikle Situation ist hier, USA und Japan sind seit dem 2. Weltkrieg
      Verbündete. Und Kim hat die Raketen nicht nur ins offene Meer abgefeuert
      sondern Richtung Japan. Und somit ist es eine Drohgebärde gegenBiden
      und die USA. Biden wird es sicher so ansehen.
      .