Zum Inhalt springen

Header

Video
Salvini gesteht seine Niederlage bei den Regionalwahlen ein
Aus Tagesschau vom 27.01.2020.
abspielen
Inhalt

Regionalwahlen in Italien Salvini erlebt bei Regionalwahl in Italien Niederlage

  • Italiens Oppositionsführer Matteo Salvini ist laut Hochrechnungen mit seiner rechtspopulistischen Lega bei einer wichtigen Regionalwahl in Italien gescheitert.
  • In der Emilia-Romagna kam der Mitte-Links-Kandidat der Sozialdemokraten, Stefano Bonaccini, laut Hochrechnung auf 51.4 Prozent der Stimmen.
  • Die Lega-Kandidatin Lucia Borgonzoni unterlag demnach mit 43.6 Prozent.

Am Montagmorgen sind bisher 4485 von 4520 Wahlbezirken ausgezählt worden. Offizielle Ergebnisse werden erst im Laufe des Tages erwartet.

Die Wahl in der Region gilt als wichtiger Test für die angeschlagene Regierung in Rom aus Fünf-Sterne-Bewegung und Sozialdemokraten, da die Emilia-Romagna seit jeher in linker Hand ist. Ein Verlust gegenüber der Lega wäre ein schwerer Schlag für die Regierung des parteilosen Premierministers Giuseppe Conte und würde die unbeliebte Koalition weiter schwächen.

Salvini: «Offenes Rennen»

Offizielle Ergebnisse werden erst im Laufe des heutigen Montags erwartet. Sollte sich der Ausgang bestätigen, wäre es eine grosse Enttäuschung für Oppositionschef Salvini. Er hatte bei der Wahl auf einen Sieg gehofft, um seinen Machtanspruch auf nationaler Ebene zu untermauern. Er sprach nach Veröffentlichung der Hochrechnungen von einem «offenen Rennen».

Zeitgleich wurde auch in Kalabrien gewählt, wo sich laut Hochrechnungen die Mitte-Rechts-Kandidatin der Partei Forza Italia, Jole Santelli, klar durchsetzte. Sie bekam laut Hochrechnung von La7 53.2 Prozent der Stimmen, der Mitte-Links-Kandidat 30.7 Prozent.

Nur 3.4 Prozent für Fünf Sterne

Die Fünf-Sterne-Bewegung musste bei beiden Wahlen laut Hochrechnungen schwere Schlappen einstecken. In der Emilia-Romagna bekam die einst als Protestbewegung gegründete Partei demnach nur 3.4 Prozent der Stimmen. Angesichts des drohenden Desasters war Aussenminister Luigi Di Maio bereits letzte Woche vom Posten als Parteichef zurückgetreten.

Romano Prodi legt seinen Wahlzettel in die Urne.
Legende: Der ehemalige italienische Ministerpräsident Romano Prodi bei der Stimmabgabe in der Emilia-Romagna. Keystone

Die Koalition aus Sternen und Sozialdemokraten regiert seit September 2019. Die beiden ungleichen Parteien hatten sich zusammengeschlossen, nachdem der damalige Innenminister Salvini das vorherige Bündnis mit den Sternen aufgekündigt hatte. Beide Parteien kämpfen mit internen Streitigkeiten und schlechten Umfragewerten und haben bei mehreren Regionalwahlen schwere Schlappen hinnehmen müssen. Bei der Parlamentswahl 2018 waren die Sterne noch auf fast 33 Prozent gekommen.

Die Wahlbeteiligung war in der Emilia-Romagna mit mehr als 67 Prozent fast doppelt so hoch wie bei der vergangenen Wahl. Aus der Region stammt auch die «Sardinen»-Bewegung, die gegen Hassreden von Rechts mobil macht und international für Aussehen gesorgt hat.

Video
Aus dem Archiv: Wichtige Regionalwahlen in Italien
Aus Tagesschau vom 26.01.2020.
abspielen
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

16 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Gut. Weiter so. Die Zeit sich Asche aufs Haupt zu streuen ist für Menschen, die sich für eine soziale und menschengerechte Welt einsetzen vorbei. Denn nicht vergessen sollten alle, die sich aufmachen, um sich wo auch immer dafür einzusetzten, Warren Buffets Spruch :” “There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.”
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Beutler  (Peter Beutler)
    Der Sieg des PD (Sozialdemokraten) ist ungleich höher als vorausgesagt Die Stimmbeteiligung war doppelt so hoch wie bei früheren Wahlen (EU, italienisches Parlament 2017). Die 5-Sterne verloren weitgehend an die PD. Die politische Rechte (Lega, Neofaschisten, Forza Italia) büsste an Stimmenprozenten bezogen auf auf Wahlen seit 2017 ein. Folgen für die Politik in Rom: Die Migrationspolitik kann fortgesetzt werden: Flüchtlingsboote dürfen anlegen. Die Sardinen sind die Wegbereiter dieses Sieges.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Giovanni Serini  (Giovanni Serini)
    Kann mir jemand erklären, warum die 5 Sternen von 33% auf 3,3% abgesunken sind? Die sind doch noch fast neu auf der polit. Landkarte und ihr Motto ist doch Ehrlichkeit Gerechtigkeit und ein neue unkorrupte Politik? Sie sind die einzige Partei! die freiwillig den Politikerlohn halbieren und in ein Hilfsfond legen,wollen die Politikerzahl verringern,die Konzession der Autobahnmafia Benetton wegnehmen, haben das Bürgerstipendium eingesetzt,was wollen denn die Italiener? Wieder Berlusconi Schrecken?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
      Weil sie mit dem Erzfeind zusammengegangen sind - war die Idee von Beppe Grillo selbst. Da sieht man, dass der Mann kein Gespür für Politik und den Wähler hat.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus InternationalLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen