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Streit um Verteilung von Migranten in der EU
Aus Tagesschau vom 07.07.2020.
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Seenotrettung an der EU-Grenze Flucht übers Mittelmeer: Ankünfte, Aufnahmeländer, Tote

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Europa kommen, ist insgesamt kleiner geworden. Der Weg über das Mittelmeer ist aber nach wie vor die Hauptroute. Während im Jahr 2015 noch mehr als eine Million Menschen über das Mittelmeer flüchteten, waren es im vergangenen Jahr laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR noch 123'663 Menschen.

Die meisten Flüchtlinge an der EU-Grenze nimmt zur Zeit Griechenland auf. Diese kommen zum grössten Teil über den Seeweg aus der Türkei und landen auf einer der griechischen Inseln. Die über 8000 Flüchtlinge in Spanien im aktuellen Jahr fanden über Gibraltar den Weg nach Europa. Italien und Malta wird meist von Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten aus angesteuert.

Die Anzahl Flüchtlinge in der EU lag 2018 rund 2.5 Millionen. Etwa 646'000 wollten in einem der EU-Länder Asyl beantragen.

Der überwiegende Teil wagt die Flucht per Boot. Nur rund ein Achtel versucht, die Einreise nach Europa über das türkische Festland nach Griechenland zu bewältigen oder über die Exklaven Spaniens in Marokko.

Im Jahr 2020 sind von den rund 28'000 bisher Geflüchteten 58.4 Prozent männlich. Der Anteil der Kinder beläuft sich auf 25.3 Prozent.

Die Zahl der Toten und Vermissten nimmt stetig ab. In diesem Jahr werden 339 Tote und Vermisste gemeldet.

Die Zahl aufgenommener Flüchtlinge in der Schweiz ist ebenfalls sinkend. Der Anteil der Schweiz an allen in Europa gestellten Asylgesuchen lag im Jahr 2019 bei rund 2 Prozent. Dieser Anteil ist der tiefste Wert seit dem Ende des Kalten Krieges. Mit 1.7 Asylsuchenden auf 1000 Einwohner (Vorjahr: 1.9) liegt die Schweiz über dem europäischen Mittel von 1.4.

Einen umfassenden und aktuellen Überblick über die allgemeinen Asylzahlen in der Schweiz finden sie hier.

Tagesschau, 7.7.2020

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Lukas Schmid  (Traugott)
    Danke für die Infos Srf.
    Schön das sie Aufzeigen, das die in diesem Forum, als Schlepper verleugneten NGO Seenotrettungsdienste, , nur einen Bruchteil der Flüchtlinge aus Seenot retten.
    Wenn ich dann auch lese das die meisten keine "richtigen" Flüchtling sein sollen, weil sie aus Eritrea stammen, wohlgemerkt ein Land das auf Rang 136 der Sichersten Länder der Welt ist, gibt mir die verrohung und die entmenschlichten Kommentare hier schon zu denken.
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  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    Ich schlage vor, dass die selbsternannten "Lebensretter" für die Versorgung ihrer Passagiere aufkommen.
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Es wäre neben den absoluten Zahlen interessant wie dei Transferströme aus Libyen aussehen. Insbesondere wer von diesen in Libyen profitiert und wohin das Geld, das den Schleppern bezahlt wird wirklich fliesst und für was es benutzt wird - oder welche Organisationen davon profitieren. Dies um den Gesamtkontext besser zu verstehen und abschätzen zu können, ob das Wirken der NGO's wirklich so harmlos ist, wie sie behaupten, oder ob es da noch Risiken gibt, über die lieber niemand spricht.
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