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Neue Spannungen zwischen den USA und Iran
Aus Rendez-vous vom 23.04.2020.
abspielen. Laufzeit 04:34 Minuten.
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Streit USA-Iran Die Zeichen stehen erneut auf Sturm

  • Der Iran hat US-Präsident Donald Trump im Falle eines Angriffs auf iranische Patrouillenboote mit einer entschiedenen Reaktion gedroht.
  • Trump hatte am Mittwochabend (Ortszeit) im Weissen Haus gesagt, das US-Militär werde im Fall gezielter Störungen iranische Patrouillenboote versenken.
  • Die Spannungen waren zuvor durch den Start eines Militärsatelliten der Revolutionsgarden angeheizt worden.

Der Schweizer Botschafter in Teheran, der die diplomatischen Interessen der USA im Iran vertritt, sei einbestellt worden. «Dem Botschafter wurde mitgeteilt, dass der Iran die feindseligen und bedrohlichen Aussagen des US-Präsidenten scharf verurteile und jeglichen Angriff der USA am Persischen Golf erwidern werde», sagte der iranische Aussenamtssprecher Abbas Mussawi.

Trump hatte auf Twitter verkündet, dass sich die USA unter seiner Führung Provokationen des Irans wie jüngst im Persischen Golf nicht gefallen lassen würden.

Eine Woche zuvor hatte die US-Marine erklärt, elf Boote der Iranischen Revolutionsgarden hätten sich wiederholt «gefährlich» und «provozierend» US-Kriegsschiffen genähert. Die USA haben die Revolutionsgarden als Terrororganisation eingestuft.

Schiffe.
Legende: Mit diesen Bildern will die USA die Störaktionen der islamischen Revolutionsgarden beweisen. Keystone

Mussawi forderte die USA auf, die Vorschriften der internationalen Schifffahrt zu respektieren und einzuhalten. Ausserdem solle Trump seine Soldaten lieber im eigenen Land im Kampf gegen das Coronavirus einsetzen, als sich im Ausland auf «Abenteuer» einzulassen, fügte der Sprecher nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hinzu.

Auch Irans Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif wies Trumps Drohung zurück. «Die US-Soldaten haben an einem Ort, der 7000 Meilen von ihrem Zuhause entfernt ist, nichts zu suchen», schrieb Sarif auf Twitter. Die USA sollten die iranische Marine am Persischen Golf nicht provozieren.

Iran startet Militärsatelliten

Der Chef der Revolutionsgarden, General Hussein Salami, sagte nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna, der Iran werde jegliche Aggression der USA im Persischen Golf «schnell, konsequent und effektiv» erwidern.

Die Spannungen waren zuvor durch den Start eines Militärsatelliten der Revolutionsgarden angeheizt worden. US-Aussenminister Mike Pompeo hatte den Schritt am Mittwoch kritisiert und eine Überprüfung gefordert, ob der Iran mit dem Start der Trägerrakete gegen UN-Sicherheitsresolutionen verstossen habe. Israel reagierte auf den Start mit einem Aufruf an die internationale Gemeinschaft, schärfere Sanktionen gegen den Iran zu verhängen.

Rendez-Vous, 23.4.2020, 12:30 Uhr;

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36 Kommentare

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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Solange Trump Gegenrecht gewährt, ist ja alles gut:
    Wenn auch die Iranische Marine unter der Golden Gate patrouillieren darf, durch den Inland Waterway schippern, im Chesapeake ein Manöver abhalten darf...
    Man muss die Iranische Führung nicht mögen, aber seit die USA den gewählten Präsidenten mit Schweizerischem Anwaltspatent, Dr. Mossadegh, aus dem Amt putschten, darf man sich schon fragen, weshalb und zu wessem Vorteil die USA in den Hoheitsgewässern eines fremden Landes sind.
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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Man muss sich Wikipedia zur Einsatzstrategie von Flugzeugträgerverbänden = CSG Carrier Strike Group zu Gemüte führen.
    Ein Dutzend grosse Schiffe, im Zentrum ein Flugzeugträger.
    Jedes Schnellboot mit einigen Tonnen Sprengstoff kann jedes dieser Schiffe versenken.
    Deshalb bleiben CSG im Normalfall 400km von der Küste, haben mehrfach überlappende Abwehrschirme, Panik vor U-Booten, etc. Niemand kommt näher als 100km zum Träger.
    Nun sitzt er in der Strasse von Hormuz, 50m daneben ein Boot...
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  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Trump macht das um einiges besser als viele seiner Vorgänger. Er lässt sich nicht provozieren aber hält wo nötig dagegen. Dies hat er mit der Ausschaltung von Suleimani bewiesen. Die Revolutionsgarden können zwar versuchen mit kleinen Nadelstichen zu ärgern, wissen aber auch, dass wenn sie zu weit gehen, eine Antwort kommen wird die ihnen nicht gefallen kann.
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