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Legende: Video Attentäter wegen Mordes angeklagt abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 16.03.2019.
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Terror in Neuseeland Zahl der Todesopfer steigt auf 50

  • Die Zahl der Todesopfer nach dem Terrorakt auf zwei Moscheen in Neuseeland ist auf 50 gestiegen. In einer der Moscheen wurde ein weiterer Toter gefunden.
  • Die Polizei gab zudem bekannt, dass zwei am Freitag festgenommene Männer keine direkte Verbindung zu dem Anschlag und dem Attentäter hätten.
  • Im Zusammenhang mit den Anschlägen gebe es bislang nur einen Beschuldigten, hiess es weiter.

Im ganzen Land löste die Tat eine riesige Welle der Solidarität mit der muslimischen Minderheit aus. Den ganzen Samstag über legten Menschen Blumen vor der Hauptmoschee in Christchurch nieder. Andere spendeten per Crowdfunding Millionen von Dollar oder boten verängstigten Muslimen ihre Begleitung an.

Verdächtiger vor Gericht

Zum Gerichtstermin wurde der mutmassliche Täter in Handschellen und weisser Häftlingskleidung vorgeführt. Die Anhörung verfolgte der Angeklagte ohne erkennbare Regung. Auch äusserte er sich inhaltlich nicht, wie neuseeländische Medien berichten. Am 5. April soll es den nächsten Gerichtstermin geben.

Dem 28-jährigen Australier wird nun offiziell vielfacher Mord zur Last gelegt. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen scheint der vermutlich rechtsextreme Schütze die Schüsse in den Moscheen alleine abgefeuert zu haben.

Nach bisherigem Ermittlungsstand drang der Mann zunächst in die Al-Nur-Moschee ein, in der sich gerade mehr als 300 Menschen zum Freitagsgebet versammelt hatten. Dort schoss er mit Schnellfeuerwaffen um sich und tötete 41 Menschen.

Anschliessend fuhr er zu einer zweiten Moschee und brachte acht weitere Menschen um. Mit einer Helmkamera filmte er die Tat und übertrug sie auch live ins Internet. Das Video davon ist 17 Minuten lang.

Ich bin ein Monster der Willenskraft. Ich brauche nur ein Ziel.
Autor: Mutmasslicher Attentäter

Rechtsextremes Manifest gefunden

Medienberichten zufolge fiel der mutmassliche Täter schon früher durch merkwürdige Kommentare auf. In einem Online-Eintrag von 2011 habe der Mann demnach über sich geschrieben: «Ich bin ein Monster der Willenskraft. Ich brauche nur ein Ziel.»

Ideologie des mutmasslichen Täters

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Im Internet kursiert ein 74-seitiges «Manifest» mit rechtsextremen Parolen. Dieses soll Medienberichten zufolge vom Angreifer stammen. Die Ermittler bestätigten bislang allerdings nicht, dass er tatsächlich der Urheber des Schreibens ist.

Balkanreisen des Mannes legen derweil ideologische Verbindungen nach Europa nahe. So sind auf den Waffen des mutmasslichen Täters Namen von Schlachten in Europa gegen die Araber oder die Osmanen, darunter mehrere aus dem Balkan, zu sehen. Nach Angaben der bulgarischen Justiz war der Mann denn auch 2016 und 2018 unter anderem in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Bulgarien gewesen.

Neuseeland will Waffenrecht verschärfen

Als Konsequenz aus dem Anschlag verschärft Neuseeland das Waffenrecht. «Unsere Waffengesetze werden sich ändern», kündigte Ardern noch vor der Abreise nach Christchurch an.

Der Schütze hatte seit November 2017 einen Waffenschein und die bei ihm gefundenen Schusswaffen teils legal erwerben können.

Legende: Video Ein Land steht unter Schock abspielen. Laufzeit 06:56 Minuten.
Aus 10vor10 vom 15.03.2019.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Beat. Mosimann  (AG)
    Ein Mann kann nicht in zwei Moschen, die Gewalttat zur gleichen Zeit ausführen, so ein gemeines Handeln, das kann nur durch Mithelfer ausgeführt werden, mit so einem treffsicheren Umfang. Keiner hatte eine Ahnung?
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Guten Nachmittag! Die beiden Attacken fanden nicht gleichzeitig statt. Nach den bisherigen Ermittlungen drang der Täter zuerst in die eine Moschee ein. Anschliessend fuhr er zur zweiten Moschee, wo er weitere Menschen tötete. Ihr SRF News Team.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Einfach nur traurig. Ein trauriger Tag in der Geschichte der Welt. Ist das wirklich der Weg, den wir eingeschlagen haben? Ist das die Zukunft der Zivilisation? Sich im Hass dem Anderen, dem Fremden gegenüber mit Waffen auslassen? Doch es beginnt nicht mit den Waffen. Es beginnt in den Köpfen, dort muss es auch enden. Und in den Herzen der Menschheit. Wir können den Hass, die Verachtung und den Egoismus überwinden. Wenn wir wollen. Ein trauriger Tag.
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  • Kommentar von Janusz Kaltenbacher  (anti_sozialist)
    Die Tat ist abscheulich und feige, die Motive des Täters sehr widersprüchlich und grotesk. Der Haupttäter ließ sich einerseits mit Hackenkreuzen und Hitlergruss ablichten auf Facebook, verwendet aber in seinem Manifest auch Begriffe wie Klimawandel, Umweltzerstörung, Öko-Faschist, Überbevölkerung oder auch überzeugter Europäer, was wiederum bei ganz linken Kreisen anzusiedeln ist. Die Umweltbewegung könnte damit auch Schaden erleiden.
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