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Todesstrafe in den USA USA vollstreckt erste Hinrichtung auf Bundesebene seit 17 Jahren

  • Die USA haben die erste Hinrichtung auf Bundesebene seit fast zwei Jahrzehnten durchgeführt.
  • Das Oberste Gericht der USA hatte die geplante Hinrichtung erlaubt, nachdem in den letzten Tagen darum ein Rechtsstreit ausgebrochen war.

Hingerichtet wurde der verurteilte Dreifach-Mörder Daniel Lewis Lee durch eine Giftspritze. Er wurde um 08:07 Uhr Ortszeit in Terre Haute im Bundesstaat Indiana für tot erklärt. Angehörige seiner Opfer wollten die Hinrichtung zuletzt nochmals aufschieben – weil sie wegen der Pandemie nicht dabei sein könnten.

Viele US-Bundesstaaten vollstrecken die Todesstrafe zwar, auf Bundesebene gab es aber seit 2003 keine Hinrichtung mehr.

Trump wollte ein Exempel statuieren

Fälle, in denen Straftäter von Bundesgerichten zum Tode verurteilt wurden, liegen in der Hand der US-Regierung. Justizminister William Barr drang zuletzt darauf, die Hinrichtungen zu vollstrecken. Zuletzt hatte das Oberste Gericht den Weg für die Wiederaufnahme nach einem Streit um die Exekutionsmethode geebnet.

Donald Trump wolle mit der Hinrichtung ein Signal setzen, und zeigen, dass er hart gegen Verbrecher vorgehe, glaubt Stephan Bierling, USA-Experte an der Universität Regensburg. «Er hofft, dass ihn das nochmal ganz nach vorne bringt.» Der USA-Kenner ist aber überzeugt: «Im Wahlkampf wird ihm das nicht sonderlich helfen.»

SRf 4 News, 14.07.20, 12:00 Uhr;

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Wer sich permanent an den Urteilen in den USA erregt vergisst dabei was von Tätern angerichtet wurde. In Europa spricht man nur vom Täter, die Opfer werden (fast) nicht mehr erwähnt und müssen sehen wie die klar kommen. Der arme Täter aber wird in einem Gefängnis gepampert und nach spätestens 25 Jahren begnadigt, die Opfer leiden lebenslang.
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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Ich bin wie hier im diesem Fall im Dilemma. Menschen die sogar ein 8 jährig Kind ermorden. Warum nicht die Todesstrafe? Wenn er im Gefängnis ist, bekommt er noch Urlaub oder ähnliches. Das Risiko eines Wiederholung ist gegeben. Alles schon passiert. Aber wenn man die Menge an fehl urteilen betrachtet, wird es fragwürdig. Und abschrecken tut es nachweislich nicht.
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  • Kommentar von Roger Stahn  (jazz)
    Die Todesstrafe des Bundes wurde ab 1972 ausgesetzt (da Verfassungswidrig) und 1988 dann wieder für eine sehr enge Klasse von Straftaten wieder eingeführt. Senator Joe Biden entwarf die Senatsversion des Bundesgesetzes (Violent Crime Control and Law Enforcement Act of 1994) in Zusammenarbeit mit dem Präsidenten der National Association of Police Officers, Joe Scotto – die auch Bill Clinton zum US-Präsidenten wählten – was die zulässigen Straftaten für die Todesstrafe erheblich erhöhte. (...)
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