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Hilfe für den globalen Impfgraben
Aus HeuteMorgen vom 23.09.2021.
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UNO-Generaldebatte UNO fordert Schub für das weltweite Impfen

«Wenn es um Corona geht, hat die Welt zwar den Wissenschaftstest bestanden, jedoch beim Ethiktest versagt», kritisiert UNO-Generalsekretär Antonio Guterres.

Es sei obszön, feststellen zu müssen, dass in Afrika die Impfdosen lediglich für zwei bis drei Prozent der Bevölkerung reichten und derweil in wohlhabenden Ländern bereits Drittimpfungen verabreicht und massenhaft Impfdosen gehortet werden.

Trendwende in Sachen Impfgraben?

Stellvertretend für viele Spitzenpolitiker aus ärmeren Ländern beklagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa an der UNO-Generaldebatte in New York einen enormen Impfgraben zwischen Nord und Süd. Gleichzeitig hofft er nun, dass der Impfgipfel, zu dem US-Präsident Joe Biden eingeladen hat, die Trendwende bringt. Er spricht von einem «Meilenstein».

Die USA, so Biden, wollten jetzt mit gutem Beispiel vorangehen. Sie schlossen dafür auch mit der EU eine Partnerschaft. Corona sei eine Krise, für die «alle Mann an Deck benötigt werden», sagte Biden.

Am Gipfel nahmen deshalb neben Staats- und Regierungschefs auch Unternehmensführer, Nichtregierungsorganisationen und Mäzene teil.

Die USA sagen eine zusätzliche halbe Milliarde Impfdosenspenden zu. Viele andere Länder schliessen sich an: Japan beispielsweise verdoppelt seine Spenden auf 60 Millionen Dosen, Italien erhöht auf 45 Millionen. Bloss: Es reicht noch immer nicht. Es wären – je nach Schätzung – fünf bis neun Milliarden Impfdosen nötig.

Sorgenkind Infrastruktur

Und es gibt ein weiteres Problem: Es fehlt vielerorts an der Infrastruktur zur fachgerechten Lagerung und Verteilung, aber auch an Produktionskapazitäten. Die logistischen Probleme sind gewaltig.

370 Millionen Dollar zusätzlich will Biden deshalb als Infrastrukturhilfe zur Verfügung stellen. Schliesslich müssen die Spritzen nicht nur vorhanden sein, sondern rasch in die Oberarme der Menschen gelangen.

SRF 4 News, 23.09.2021, 06:00 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Die USA haben eine grosse Vakzin-Spende für die ärmeren Länder bereitgestellt, wünschenswert wäre es, wenn auch andere ihrer globalen Verantwortung nachkommen wollten. Nur wenn wir alle in dieser Covid-19-Pandemie verstehen, dass wir diesbezüglich eine weltweite Gemeinschaft sind, werden wir dieses Virus auch wieder aus der Welt bekommen.
  • Kommentar von Nora Zollberger  (norzo)
    Ein total esoterisches Rätsel: warum lässt man die Impfstoff-Herstellung durch Dritte nicht endlich einfach zu? Es gibt überall auf der Welt Institutionen, die längst technisch und wissenschaftlich fähig wären dazu, und längst darauf warten, einfach mit der Produktion loszulegen. Aber nein: geistiges Eigentum ist wichtiger als Pandemiebekämpfung. Wie ist das genau mit dem Zusammenhang zwischen Eigentum, Verantwortung und Wohlfahrt? Meine Einschätzung: es gibt keinen.
  • Kommentar von Erwin Lemoso  (Elemiso)
    Bislang wurde immer die Eigenverantwortung der Bürger zelebriert. Jeder soll sein Leben selber gestalten und bestimmen können. Nun plötzlich dürfen wir nicht mehr selber entscheiden wie wir uns gegenüber Corona verhalten?
    Wenn ich in Kauf nehmen will an Covid zu erkranken ist dies Mein Entscheid, genau gleich wie wenn ich mich entscheide ob ich rauche oder nicht.
    Die Impfwilligen haben die Gelegenheit sich zu impfen, die anderen soll man in Ruhe lassen.
    1. Antwort von Karl Kirchhoff  (Charly)
      Bislang gab es auch noch keine Pandemie. Sie sind es doch, der ein Problem mit dem Impfen und den Corona-Maßnahmen hat. Nicht die Anderen. Und die sollen jetzt ihr Problem lösen? Warum?