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US-Intervention in Venezuela So lief die Operation «Absolute Resolve» der Amerikaner ab

«Absolute Entschlossenheit»: Wie Venezuelas Präsident offenbar im Schlafzimmer überwältigt wurde und weitere Einzelheiten.

Die Vorbereitung: Der Operation «Absolute Resolve» (Totale Entschlossenheit/Lösung) der USA in Venezuela zur Ergreifung von Präsident Nicolás Maduro gingen eine monatelange Planung und wiederholte Übungen voraus. Gemäss US-Darstellung beobachteten die amerikanischen Geheimdienste CIA und NSA Maduro während längerer Zeit genau. Sie wussten über Maduros Essen, seine Kleider und selbst über seine Haustiere Bescheid. Wie Präsident Donald Trump vor den Medien berichtete, wurde vier Tage lang auf das günstige Wetterfenster gewartet, bis die Einsatzkräfte und Kampfjets zum grossen Schlag ansetzten.

Der Startschuss: Am Freitagabend um 22:46 Uhr (US-Ostküstenzeit) ordnet der US-Präsident den Beginn des Militäreinsatzes an. Der Befehl geht an die gesamten Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Im Verlauf der Nacht werden Luftoperationen von 20 Stützpunkten an Land und auf See gestartet. Laut Generalstabschef Dan Caine sind insgesamt über 150 Bomber, Kampfjets, Aufklärer, Helikopter und Drohnen im Einsatz. Helikopter mit Einsatzkräften und Vertretern von Strafverfolgungsbehörden fliegen in extrem niedriger Höhe über das Meer in Richtung Venezuela.

Absolute Resolve
Legende: US-Präsident Donald Trump verfolgt zusammen mit CIA-Chef John Ratcliffe (links) und Aussenminister Marco Rubio die Operation «Absolute Resolve» auf dem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Keystone/AP/MOLLY RILEY/The White House via AP

Die Ankunft: In der Nähe von Venezuela aktivieren die USA nach eigenen Angaben ihre Fähigkeiten aus Weltraum-, Cyber-, Kommunikations- und Geheimdienstbereichen, um einen sicheren Korridor für die Helikopter zu schaffen. Dabei werden die venezolanischen Luftverteidigungssysteme ausgeschaltet und unter anderem die Lichter der Hauptstadt Caracas abgeschaltet. Um 01:01 Uhr US-Ostküstenzeit beziehungsweise 02:01 Uhr Ortszeit schweben die US-Helikopter über dem Anwesen Maduros. Sie geraten unter Beschuss und erwidern das Feuer. Ein US-Helikopter wird getroffen, bleibt aber flugfähig.

Wie oben beschrieben.
Legende: Ein Satellitenbild zeigt einen genaueren Blick auf zerstörte Militärgebäude in Fort Tiuna nach den US-Angriffen in Caracas, Venezuela, am 3. Januar 2026. Vantor/Handout via REUTERS

Der Zugriff: Laut Generalstabschef Caine werden in der Folge Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores ohne US-Verluste festgenommen. Maduro habe versucht, in einen mit Stahl gesicherten Safe Room zu gelangen. Er sei aber so schnell überwältigt worden, dass ihm das nicht mehr gelungen sei, berichtete Trump. Später sagte er, Maduro hätte bei dem Einsatz auch getötet werden können. US-Medien berichteten, der Präsident und seine Frau hätten sich zum Zeitpunkt der Festnahme im Schlafzimmer befunden. Im Einsatz waren laut den US-Sendern CBS und CNN Kräfte der Spezialeinheit Delta Force. Die Anti-Terror-Einheit war schon wiederholt in diversen Ländern im Einsatz, um Zielpersonen zu fangen oder zu töten und Terrorzellen auszuheben.

Der Abzug: Zur Evakuierung der Truppen mit den Gefangenen werden Helikopter angefordert. Der Luftraum wird mit Kampfjets und Drohnen gesichert, wobei es laut den US-Behörden zu mehreren Gefechten kommt. Um 03:29 Uhr (US-Ostküstenzeit) verlassen die US-Streitkräfte das venezolanische Hoheitsgebiet und ein Helikopter bringt die Gefangenen an Bord des kleinen Flugzeugträgers «USS Iwo Jima». Sie werden in der Folge in die USA gebracht und sitzen aktuell in einer Haftanstalt in New York. Ihnen wird Verschwörung zum Drogenterrorismus und Kokainimport vorgeworfen. Eine erste Anhörung ist am Montag geplant.

Echo der Zeit, 03.01.2026, 18:00 Uhr ; 

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