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Impeachment-Verfahren im Senat: Kraftprobe auch für die Medien
Aus HeuteMorgen vom 24.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
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US-Medien und das Impeachment Kampf der Journalisten am Fakten- und Indizienberg

Dauerlauf und kaum Schlaf. Das Impeachment-Verfahren gegen Trump ist auch für die Medienschaffenden eine Kraftprobe.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump geht auch heute weiter. Die Demokraten versuchen zu zeigen, warum der Präsident am falschen Platz ist. Die anderen müssen schweigen und stillsitzen. Nicht nur Politikerinnen und Politiker, sondern auch die Medienschaffenden.

Keine Frage, es ist ein belastender Job. Lisa Desjardins, die für den öffentlich-rechtlichen US-Fernsehsender PBS ausschliesslich für den Kongress zuständig ist, schläft derzeit oft nur drei Stunden pro Nacht.

Lisa Desjarding im Porträt.
Legende: Die PBS-Journalistin Lisa Desjardins: Gespanntes Warten auf allfällige neue Zeugen. SRF / Isabelle Jacobi

Die Verhandlungen im Senat beginnen um 13.00 Uhr und dauern bis tief in die Nacht. Der Fakten- und Indizienberg zur Ukraine-Affäre ist gigantisch, den die Demokraten aufbauen.

Zwei Spalten für die Übersicht

Sie arbeite mit zwei Spalten, sagt Desjardins: Was gesagt werde – und was die Senatoren der Jury machten: Wie sie in ihren Sitzen herumrutschen, wo sie aufpassen oder wie sie ein Glas Wasser holen.

Die republikanische Fraktion zeigt jeweils nach einigen Stunden Ermüdungserscheinungen – auch gestern. Und vieles hat man schon während den 70 Stunden dauernden Hearings im Repräsentantenhaus gehört.

Was können die Demokraten noch bieten?

Weiterhin von grossem Interesse ist aber, ob neue Zeugen einvernommen werden. Daran werde man sehen, ob die Demokraten die nötige Anzahl Republikaner überzeugen können – und die US-Öffentlichkeit, so die Journalistin.

Medienzimmer im Weissen Haus.
Legende: Journalisten an der Arbeit im Capitol am Tag zwei des Impeachment-Verfahrens in der Ukraine-Affäre gegen US-Präsident Donald Trump. SRF / Isabelle Jacobi

Allerdings fehlen bis jetzt die Anzeichen, dass den Demokraten das gelingt. Riskieren sie nicht, die Nation zu langweilen? Diese Frage will Desjardins nicht beantworten, ganz im neutralen PBS-Stil: «Die USA sind so gespalten. PBS versucht, tief Atem zu holen und nicht noch mehr Wut zu provozieren, sondern alle Meinungen abzubilden.»

Die USA sind so gespalten. PBS versucht, tief Atem zu holen und nicht noch mehr Wut zu provozieren.
Autor: Lisa DesjardinsPublic Broadcasting Service (PBS)

Wie lange noch?

Das ist schon fast exotisch im aufgeregten Kosmos der parteiischen 24-Stunden News. Heute präsentieren die Demokraten noch einmal die Anklage. Dann kommt das Verteidigungsteam von Präsident Trump zum Zug. Wird er bereits kommende Woche freigesprochen? Oder werden neue Zeugen einvernommen? Wie lange dauert es noch? Von dieser Frage sei ganz Washington besessen, so Desjardins: «Wir wissen es wirklich nicht».

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Lily Mathys  (Alle vergeben)
    Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass sich der DNC selbst massiv schadet. Während des Prozesses findet gleichzeitig die heisse Phase des Vorwahlkampfs der Dems statt. Die Senatoren Sanders, Gabbard und Co haben Anwesenheitspflicht, also kein Wahlkampf kurz vor Vorwahl. Biden und Buttigieg sind nicht betroffen.
    Wiederholung ist nett ausgedrückt: Schiff wiederholt jedes Mal das gleiche und dann wieder und wieder.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    "Der Fakten- und Indizienberg zur Ukraine-Affäre ist gigantisch, den die Demokraten aufbauen." - Wenn man nichts in den Händen hat, muss man halt dies mit viel Nebenschauplätzen, Geschichten, Details usw. zu kompensieren Versuchen. Erinnert an die Russlandaffäre: nichts in den Händen und 2 Jahre lang eine riesen Geschichte daraus gemacht und unglaublich viel Papier produziert (Mueller-Untersuchung).
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  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    @SRF. Copypaste klappt nicht immer. Im Text stimmt‘s, herausgehoben lese ich aber „Sie USA sind so gespalten. PBS versucht, tief Atem zu holen und nicht noch mehr Wut zu provozieren.„
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    1. Antwort von SRF News (SRF)
      @Lothar Drack Besten Dank für den Hinweis.
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