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US-Militärpräsenz Flugsicherheitsbehörde warnt vor Eskalation im Iran

  • Flugzeuge sollten dem iranischen Luftraum fernbleiben, mahnt die europäische Flugsicherheitsbehörde (EASA).
  • Die Lage im Iran sei angespannt. Mit einem Militärangriff der USA müsse gerechnet werden.
  • Die Warnung gilt zunächst für einen Monat.

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA ruft Fluggesellschaften auf, den iranischen Luftraum vorerst zu meiden. Auch im Luftraum benachbarter Länder sei Vorsicht geboten, besonders wenn es dort US-Militärstützpunkte gebe, heisst es in einer Mitteilung der EASA.

Eine Maschine am Flughafen Frankfurt (Symbolbild).
Legende: Eine Maschine am Flughafen Frankfurt (Symbolbild). Reuters/Kai Pfaffenbach

Die Warnung ist eine Reaktion auf die angespannte Lage im Iran.

SMS aus dem Iran wieder möglich

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Im Iran bleibt der Zugang zum globalen Internet den zehnten Tag in Folge gesperrt. Seit Samstag können Iranerinnen und Iraner aber erstmals wieder per Mobilfunk SMS-Textnachrichten versenden, wie Bewohner aus der Hauptstadt Teheran berichteten.

Aus dem Ausland versendete SMS kommen im Iran nicht an. Bislang waren alle Messenger-Dienste gesperrt. Als Folge der neuen Regelung können Menschen auch wieder Online-Banking nutzen.

Als Grund nennt die EASA unter anderem, dass die iranische Luftverteidigung wegen einer möglichen Militäraktion der USA in erhöhter Alarmbereitschaft sei. Der «mögliche Einsatz einer Vielzahl von Waffen und Luftabwehrsystemen in Verbindung mit unvorhersehbaren Reaktionen des Staates und der potenziellen Aktivierung von Flugabwehrsystemen» stelle auch eine Gefahr für die zivile Luftfahrt dar, heisst es in der Mitteilung. Man beobachte die Lage weiterhin genau, um die Risikolage beurteilen zu können.

USA verlegt Waffen in die Region

Seit Beginn der Massenproteste gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik Ende Dezember hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mehrmals mit einem Eingreifen der USA gedroht. Die USA verstärken Medienberichten zufolge derzeit ihre militärische Präsenz in Nahost. Der Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» und Begleitschiffe seien auf dem Weg vom Südchinesischen Meer in die Region, berichteten unter anderem die «New York Times» und das Portal «Axios».  Zudem würden zusätzliche Waffen und Verteidigungsausrüstung dorthin gebracht, berichtete die «New York Times». Es könnten auch weitere Kampfflugzeuge folgen. Eine offizielle Bestätigung der Verlegung durch das Pentagon gab es zunächst nicht.

SRF 4 News, 16.1.2026, 2 Uhr ; 

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