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Zunahme der globalen Müllberge «Beeinträchtigung für Jahrtausende»

Legende: Video Was passiert mit unserem Abfall? abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
Aus Clip und klar! vom 03.09.2018.
  • Derzeit werden pro Jahr weltweit 2,01 Milliarden Tonnen Müll produziert. Dieser Wert könnte auf 3,4 Milliarden Tonnen im Jahr 2050 ansteigen, so die Prognose der Weltbank.
  • In Afrika werde sich die Müllproduktion in den nächsten Jahren verdreifachen, in Südasien verdoppeln.
  • Besonders grosse Probleme bereite der anfallende Plastikmüll.

Vor der vehementen Zunahme der weltweiten Müllberge warnt die Weltbank. Wenn keine einschneidenden Schritte unternommen würden, werde die Menge des rund um den Erdball produzierten Mülls bis zum Jahr 2050 um 70 Prozent zunehmen, erklärte die Organisation in Washington.

Die Weltbank stellte ihren neuen Bericht «What a Waste 2.0», Link öffnet in einem neuen Fenster vor, in dem es um das Management von Müll bis zum Jahr 2050 geht.

300 Recycling-Projekte in aller Welt

Derzeit würden weltweit pro Jahr 2,01 Milliarden Tonnen Müll pro Jahr produziert, heisst es in der Analyse. Dieser Wert werde durch Bevölkerungszunahme und zunehmende Urbanisierung auf 3,4 Milliarden Tonnen steigen, so die Prognose.

Es mache wirtschaftlich Sinn, in Recycling- und Müllmanagementsysteme zu investieren, argumentieren die Forscher. Die Organisation hat dafür seit dem Jahr 2000 eigenen Angaben zufolge 4,7 Milliarden Dollar für mehr als 300 Projekte in aller Welt zur Verfügung gestellt.

Recylingrate in Entwicklungsländern niedrig

Mehr als ein Drittel des Mülls komme aus hoch entwickelten Ländern, obwohl in diesen Nationen nur 16 Prozent der Weltbevölkerung leben. In Afrika werde sich die Müllproduktion in den nächsten Jahren verdreifachen, in Südasien verdoppeln.

Während jedoch Hochlohnländer inzwischen auf eine Recyclingrate von 30 Prozent kommen, schaffen Entwicklungsländer nur vier Prozent.

Grosses Problem: Plastikmüll

Besonders grosse Probleme werfe, der Studie zufolge, der anfallende Plastikmüll auf: «Wenn es nicht richtig gesammelt und gemanagt wird, wird es Gewässer und Ökosysteme auf Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende kontaminieren und beeinträchtigen».

Auch würden mittlerweile fünf Prozent der Kohlendioxid-Emissionen inzwischen von der Müllbehandlung freigesetzt werden.

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37 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Gruen (wgruen)
    Immer wieder dieselbe Litanei: auf die UNO schimpfen, auf die Politiker, auf Menachenrechtsorganisationen, auf Afrikaner, auf China, auf Entwicklungsländer usw. usw. Immer die anderen! Umweltverträgliches Verhalten wird es nur geben, wenn es entsprechende Gesetze gibt. Wer macht die? Das Parlament. Welche Parteien setzen sich dafür ein? Aha! So einfach ist das. Wer Wirtschaftsparteien wählt, wählt auch Umweltvernichtung. Und das ganze 'jeder muss bei sich selber anfangen' ist reines blablabla.
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  • Kommentar von Michael Suter (Michel)
    An M. Roe. Sie scheinen den Sündenbock gefunden zu haben, vergessen aber, dass in Industrieländern pro Kopf ein vielfaches an Abfall produziert wird verglichen mit Entwicklungsländern. Also selber etwas tun anstatt mit dem Finger auf andere zeigen!
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    1. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Witer: Eins ums andere. Am Abfallberg sind wir dran, bis jetzt traut sich keiner an die Wirtschaft ausser Trump. Und gegen die „Menschenproduktion“ gibt es noch keinen, leider nur Befürworter, da sich mit den angeblichen „Menschenrechtsorganisationen“ und Non-Profit-Organisationen und ein bisschen Heiligenschein sehr viel Geld verdienen lässt. China wird bald wieder mehr Kinder produzieren um die Welt besser überschwemmen zu können.
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    2. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      Warum glauben gewisse Menschen in Europa immer, dass die Männer in den Entwicklungsländern ein Anrecht auf 6- 8 und mehr Kinder haben. Ich glaube nämlich nicht, dass das dem Willen der Frauen entspreche würde hätten sie was zu sagen. Wie sagte doch ein Afrikaner bei Talk im DE Fernsehen: "Ich fühle mich nicht mehr als Mann wenn eine meiner Frauen verhütet".
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ K. Schläpfer: Warum glauben fast alle Menschen im Westen, dass sie ein Anrecht haben, dass ihre Wirtschaft um jährlich mind. 3% wächst? Das bedeutet alle 23 Jahren eine Verdoppelung von Konsum und Produktion! Da sind die Kinder in den Entwicklungsländer harmlos dagegen. Bin trotzdem für Geburtenkontrolle, aber nicht aus der überheblichen, belehrenden Warte aus mit einem Balken im eigenen Auge.
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    4. Antwort von Konrad Schläpfer (Koni)
      Bernoulli Auch in halte unser Wirtschaftssystem mit ewigem Wachstum für nicht zukunftsträchtig, aber dass die Menschheit auf bald 10 Milliarden anwächst ist in mehrerlei Hinsicht unser Untergang. Nahrung, Energie Umweltverschmutzung, Klimaerwärmung usw.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Warum gibt es bei diesen Themen immer so viele Diskussionen und Vorschläge. Es ist ganz klar, dass alle Probleme die Zunehmen auf dieser Welt, deshalb zunehmen weil es zu viele Menschen auf der Welt gibt. Wir müssen aufhören auch noch dafür zu sorgen, dass in den Entwicklungsländern noch mehr "Menschen" produziert werden. Eine Lösung wäre, dass Länder die für eine Bevölkerungsabnahme sorgen, belohnt werden. Auch dürfen wir das Ausland nur noch unterstützen, wenn es "Wirtschaft" verkleinert.
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    1. Antwort von Ga. Stucki (jäso)
      Haben Sie Kinder Herr Roe?
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    2. Antwort von Ga. Stucki (jäso)
      Denken Sie wir können dann einfach so weitermachen hier in der Schweiz mit dem Abfall wenn das „Überbevölkerungsproblem“ gelöst ist Herr Roe?
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Das Ausland - also die Länder mit eh schwächerem pro-Kopf-Einkommen - sollen ihre Wirtschaft verkleinern, während im Westen ein exponentielles Wirtschaftswachstum gefordert wird?
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