Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Fortnite: Wie kommt es zu einem solchen Hype? abspielen. Laufzeit 04:11 Minuten.
Aus SRF 4 News aktuell vom 29.07.2019.
Inhalt

250 Millionen spielen Fortnite Ein Phänomen mit Suchtpotenzial

Für die Spieler von Fortnite geht es auf einer virtuellen Insel ums Überleben. Für die Entwickler ist das Spiel dagegen ein Selbstläufer.

Darum geht es: In den USA hat ein 16-Jähriger aus Pennsylvania drei Millionen Dollar bei einem Computerspielwettbewerb gewonnen. Der Spielentwickler Epic Games hatte zur ersten Weltmeisterschaft für das Spiel Fortnite geladen. 20'000 Zuschauer verfolgten das Turnier vor Ort in New York in dem Stadion, in dem sonst die US Open stattfinden. Bei Fortnite werden 100 Spieler auf einer virtuellen Insel ausgesetzt und bekämpfen sich. Wer überlebt, gewinnt.

Der Hype um Fortnite: «Das Spiel wurde vor ein paar Jahren lanciert und ist schon fast ein popkulturelles Phänomen», sagt Nathan Leuenberger, Redaktionsleiter der Gaming-Newsseite e-sports.ch. Denn Fortnite sei inzwischen viel mehr als nur ein Computerspiel: «Vor allem Kinder und Teenager fahren voll darauf ab und kaufen sich alles, wo Fortnite draufsteht.»

Für die Jungen sei es ein neues Social-Media-Netzwerk mit viel Suchtpotenzial, ergänzt SRF-Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart.

Der finanzielle Erfolg: Epic Games hat 2018 einen Umsatz von gut 2.5 Milliarden Dollar verzeichnet. Zwei Drittel davon steuerte das Spiel Fortnite bei. Allein die iPhone-Version von Fortnite bringt laut Analysten mehr als zwei Millionen Dollar Umsatz pro Tag, weiss Leuenberger. «Das ist sehr rentabel.»

Kinder und Teenager fahren voll darauf ab und kaufen sich alles, wo Fortnite draufsteht.
Autor: Nathan LeuenbergerChefredaktor e-sports.ch

Dies, obwohl das Game herunterzuladen kostenlos ist. «Damit verdient Epic Games nichts», so Leuenberger weiter. «Aber die Spieler können zusätzliche Waffen und Kleider kaufen und an Events teilnehmen, etwa an Konzerten, die im Spiel selber stattfinden.» All dies koste nicht viel, aber weil es schon 250 Millionen Spieler weltweit gibt, kommt für Epic Games viel Geld zusammen.

Auch Schweizer Gamer dabei: In der Kategorie «Solo», in der jeder Spieler für sich alleine spielt, sind zwei Schweizer Spieler bei der WM in die Top 40 gekommen. Beim «Duo»-Wettkampf, bei dem man jeweils als Zweierteam kämpft, erreichte ein Spieler aus der Schweiz Platz 10, ein weiterer Platz 13.

Screenshot einer Fortnite-Szene. Unten links ein Bild-im-Bild eines Spielers.
Legende: Ziel bei Fortnite ist, am längsten zu überleben. Wer am Ende übrigbleibt, gewinnt die Runde. Reuters

Das Preisgeld im Vergleich: Drei Millionen Dollar, das ist etwas mehr als Novak Djokovic vor zwei Wochen für seinen Wimbledon-Sieg erhielt. «Und der Kolumbianer Egan Bernal, der sich drei Wochen abgerackert hat und am Sonntag die Tour de France gewonnen hat, erhält dafür sechsmal weniger als der Teenager, der die Fortnite-WM gewonnen hat», rechnet Jacquemart vor.

Der Sieger der Tour de France erhält dafür sechsmal weniger als der Teenager, der die Fortnite-WM gewonnen hat.
Autor: Charlotte JacquemartSRF-Wirtschaftsredaktorin

Damit sei das Maximum aber noch nicht erreicht, sagt Leuenberger. Es stehe schon bald das nächste grosse Fortnite-Turnier an: «Auch da gibt es wieder einen unglaublich grossen Preispool. Man spricht von 30 Millionen Dollar.»

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.