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Wahlen Baselland Markus Eigenmann verteidigt FDP-Sitz: «Ich fühle mich sehr gut»

  • Die FDP verteidigt ihren Sitz in der Baselbieter Regierung. Ihr Kandidat Markus Eigenmann gewinnt das Rennen im zweiten Wahlgang der Ersatzwahl gegen Sabine Bucher von der GLP.
  • Markus Eigenmann holte 2745 Stimmen mehr als Sabine Bucher. Die GLP scheitert mit ihrem Angriff.
  • Damit bleibt das Mehrheitsverhältnis in der Baselbieter Regierung unverändert: Eigenmann tritt die Nachfolge seiner Parteikollegin Monica Gschwind (FDP) an.

Nach dem ersten Wahlgang hatte der FDP-Kandidat Eigenmann die besseren Karten. Es war zu erwarten, dass ein Grossteil der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler an die Urne geht und seinen Namen auf den Wahlzettel schreibt.

Eigenmann holt vor allem im unteren Baselbiet viele Stimmen. In Reinach bekommt er zum Beispiel über 54 Prozent der Stimmen. In Arlesheim ist Eigenmann Gemeindepräsident – hier stimmen sogar 58 Prozent für ihn.

Es ist eine grosse Erleichterung.
Autor: Markus Eigenmann

Kurz nach der Wahl sagt der Neo-Regierungsrat: «Ich fühle mich sehr gut, es ist eine grosse Erleichterung.» Der FDP-Mann betont, dass seine Konkurrentin einen guten Wahlkampf geführt habe und er darum ein knappes Resultat erwartet habe.

SRF-Redaktor Benedikt Erni: «Mehrheit setzt auf Kontinuität»

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SRF-Basel-Redaktor Benedikt Erni
Legende: Eine Einschätzung von SRF-Basel-Redaktor Benedikt Erni. SRF

Am Ende des Tages zählt das Resultat: FDP-Kandidat Markus Eigenmann gewinnt mit einem Vorsprung von rund 2'800 Stimmen gegen die GLP-Kandidatin Sabine Bucher. Dies ist knapper, als es sich Eigenmann wohl gewünscht hatte. Dennoch zeigt sich der Gemeindepräsident aus Arlesheim zufrieden. Kann er doch den Angriff der GLP abwehren und verhindern, dass nach der SVP auch noch die FDP aus der Baselbieter Regierung fliegt.

Eine Mehrheit der Stimmbevölkerung setzt auf Kontinuität in der Baselbieter Regierung und wählte den FDP-Mann zur Nachfolgerin einer FDP-Frau. Bemerkenswert am heutigen Wahlsonntag im Baselbiet ist, dass Sabine Bucher gegenüber dem ersten Wahlgang rund 7000 Wählerinnen und Wähler dazu gewinnen konnte. Bucher setzte im Wahlkampf unter anderem auf die Frauenfrage. Denn mit der Wahl Eigenmanns ist nur noch eine Frau in der fünfköpfigen Regierung vertreten. Damit konnte sie offenbar neue Wählerinnen und Wähler mobilisieren. Gereicht für die grosse Überraschung hat es schlussendlich aber nicht.

Eine Einschätzung von SRF-Basel-Redaktor Benedikt Erni.

Gegnerin Sabine Bucher wohnt im oberen Kantonsteil und hat dort auch ihre Wählerschaft. So holt sie in ihrer Wohngemeinde Sissach 54 Prozent der Stimmen, in Liestal 55 Prozent und in der kleinen Gemeinde Zeglingen wählen sie sogar 74 Prozent.

Die Enttäuschung ist nicht gross. Es ist ein gutes Resultat.
Autor: Sabine Bucher

Bucher gratuliert Eigenmann zum Sieg. Im Wahlkampf seien ihr keine Fehler unterlaufen, betont sie. Die Ausgangslage sei für sie schwierig gewesen.

Frau gibt SRF-Journalistin ein Interview.
Legende: Sabine Bucher ist trotz Niederlage zufrieden. Der Wahlkampf habe die GLP gestärkt. Keystone/ANDREAS BECKER

Trotz der Niederlage sagt Bucher: «Die Enttäuschung ist nicht gross. Es ist ein gutes Resultat». Es sei eine schwierige Ausgangslage gewesen, betont Bucher. «Es war wie David und Goliath.» Dabei spielt die GLP-Frau auf die Unterschiede bei den Wahlkampfbudgets und Ressourcen der Parteien an.

Markus Eigenmann (FDP) und Sabine Bucher (GLP) reden nach der Wahl zusammen.
Legende: Respektvoller Umgang: Nach der Entscheidung gratulieren sich die Kontrahenten zum Wahlkampf. SRF/Catherine Thommen

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 33 Prozent – deutlich tiefer als die Stimmbeteiligung an diesem Sonntag.

Viele leere Wahlzettel – Ausdruck von Unzufriedenheit?

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Auffällig viele Baselbieterinnen und Baselbieter warfen einen leeren Wahlzettel in die Urne. Ihnen scheint die Auswahl im zweiten Wahlgang nicht zu passen.

Deutlich höhere Stimm- als Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung liegt bei etwas über 33 Prozent. Bei den nationalen Vorlagen war die Stimmbeteiligung deutlich höher, mit jeweils knapp 41 Prozent.

So gab es in den Reihen der SVP kritische Stimmen. Es wird nicht goutiert, dass sich Markus Eigenmann hinter die Verträge mit der EU stellt.

Weiter galt Eigenmann im oberen Kantonsteil als wenig bekannt. Dazu kommt, dass sich der FDP-Mann in der Finanzpolitik für grosse Gemeinden im unteren Kantonsteil starkgemacht hat.

Beim ersten Wahlgang für die Nachfolge von Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) erreichte niemand das absolute Mehr.

Trotz Niederlage: respektables Resultat für Bucher

Gegenüber dem ersten Wahlgang konnte Bucher rund 7'000 zusätzliche Wählerinnen und Wähler mobilisieren. Zwar hat auch Eigenmann zulegen können, allerdings zeigt das Schlussresultat, dass längst nicht alle SVP-Stimmen aus dem ersten Wahlgang an den FDP-Mann gegangen sind.

Wahlplakate
Legende: Es ging um die Frage: Kann die FDP ihren Sitz in der Regierung halten oder schafft die GLP die Sensation? Das Stimmvolk setzt auf Kontinuität. Keystone/Anthony Anex

Im ersten Wahlgang holte Sabine Bucher mit 20'133 Stimmen noch den ersten Platz, Markus Eigenmann lag mit 18'431 Stimmen auf dem zweiten Platz. Dahinter folgte SVP-Kandidatin Caroline Mall mit 13'297 Stimmen. Mall gab nach dem ersten Wahlgang bekannt, nicht mehr anzutreten.

Abstimmungsdossier

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Legende: SRF

News und Hintergründe zu den eidgenössischen, kantonalen und kommunalen Abstimmungen vom 30. November 2025.

Regionaljournal Basel, 30.11.25, 12.10 Uhr ; 

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