- Die FDP verteidigt ihren Sitz in der Baselbieter Regierung. Ihr Kandidat Markus Eigenmann gewinnt das Rennen im zweiten Wahlgang der Ersatzwahl gegen Sabine Bucher von der GLP.
- Markus Eigenmann holte 2745 Stimmen mehr als Sabine Bucher. Die GLP scheitert mit ihrem Angriff.
- Damit bleibt das Mehrheitsverhältnis in der Baselbieter Regierung unverändert: Eigenmann tritt die Nachfolge seiner Parteikollegin Monica Gschwind (FDP) an.
Nach dem ersten Wahlgang hatte der FDP-Kandidat Eigenmann die besseren Karten. Es war zu erwarten, dass ein Grossteil der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler an die Urne geht und seinen Namen auf den Wahlzettel schreibt.
-
Bild 1 von 3. Politischer Aufstieg geglückt: Markus Eigenmann auf dem Weg in das Baselbieter Regierungsgebäude. Bildquelle: SRF/Laura Baldini.
-
Bild 2 von 3. Neue Zusammensetzung: Markus Eigenmann wird mit einem Blumenstrauss in der Regierung willkommen geheissen. Bildquelle: Keystone/ANDREAS BECKER.
-
Bild 3 von 3. Neues Gesicht in der Baselbieter Regierung: Markus Eigenmann (FDP) zieht ins Regierungsgebäude in Liestal ein. Bildquelle: Keystone/ANDREAS BECKER.
Eigenmann holt vor allem im unteren Baselbiet viele Stimmen. In Reinach bekommt er zum Beispiel über 54 Prozent der Stimmen. In Arlesheim ist Eigenmann Gemeindepräsident – hier stimmen sogar 58 Prozent für ihn.
Es ist eine grosse Erleichterung.
Kurz nach der Wahl sagt der Neo-Regierungsrat: «Ich fühle mich sehr gut, es ist eine grosse Erleichterung.» Der FDP-Mann betont, dass seine Konkurrentin einen guten Wahlkampf geführt habe und er darum ein knappes Resultat erwartet habe.
Gegnerin Sabine Bucher wohnt im oberen Kantonsteil und hat dort auch ihre Wählerschaft. So holt sie in ihrer Wohngemeinde Sissach 54 Prozent der Stimmen, in Liestal 55 Prozent und in der kleinen Gemeinde Zeglingen wählen sie sogar 74 Prozent.
Die Enttäuschung ist nicht gross. Es ist ein gutes Resultat.
Bucher gratuliert Eigenmann zum Sieg. Im Wahlkampf seien ihr keine Fehler unterlaufen, betont sie. Die Ausgangslage sei für sie schwierig gewesen.
Trotz der Niederlage sagt Bucher: «Die Enttäuschung ist nicht gross. Es ist ein gutes Resultat». Es sei eine schwierige Ausgangslage gewesen, betont Bucher. «Es war wie David und Goliath.» Dabei spielt die GLP-Frau auf die Unterschiede bei den Wahlkampfbudgets und Ressourcen der Parteien an.
Die Wahlbeteiligung lag bei rund 33 Prozent – deutlich tiefer als die Stimmbeteiligung an diesem Sonntag.
Beim ersten Wahlgang für die Nachfolge von Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) erreichte niemand das absolute Mehr.
Trotz Niederlage: respektables Resultat für Bucher
Gegenüber dem ersten Wahlgang konnte Bucher rund 7'000 zusätzliche Wählerinnen und Wähler mobilisieren. Zwar hat auch Eigenmann zulegen können, allerdings zeigt das Schlussresultat, dass längst nicht alle SVP-Stimmen aus dem ersten Wahlgang an den FDP-Mann gegangen sind.
Im ersten Wahlgang holte Sabine Bucher mit 20'133 Stimmen noch den ersten Platz, Markus Eigenmann lag mit 18'431 Stimmen auf dem zweiten Platz. Dahinter folgte SVP-Kandidatin Caroline Mall mit 13'297 Stimmen. Mall gab nach dem ersten Wahlgang bekannt, nicht mehr anzutreten.