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Legende: Bundespräsidentin veröffentlicht Offenen Brief Sommaruga: «Wir sind ein Land. Und wir sind füreinander da.» Keystone-sda
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Bundespräsidentin Sommaruga «Wir, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben es in der Hand»

In ihrem Offenen Brief dankt Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga unter anderem allen Bürgerinnen und Bürgern, die dafür sorgen, dass die Versorgung des Landes trotz der anhaltenden Krise weiter funktioniert. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

Unser Leben hat sich über Nacht verändert. Schulen, Kinos und Läden sind geschlossen, Veranstaltungen verboten. Ältere und kranke Menschen bleiben zuhause. Viele Berufstätige arbeiten von daheim aus. Im Büro oder auf der Strasse kommen wir uns nicht näher als zwei Meter. Ansammlungen von mehr als fünf Personen sind draussen verboten.

Diese Regeln sind wichtig. Denn sie retten Leben. Darum müssen wir sie unbedingt einhalten. Nur so können wir Ansteckungen vermeiden und die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamen. Und das ist jetzt entscheidend. Wenn sich das Virus zu schnell verbreitet, sind die Intensivstationen in unseren Spitälern überlastet. Die Folgen können verheerend sein. Jetzt kommt es auf uns alle an.

Die Opferzahlen in der Schweiz steigen. Das tut weh. Bund, Kantone und Gemeinden arbeiten Tag und Nacht an Lösungen. Es ist aber wie so häufig in unserem Land: Es braucht die Bevölkerung.

Wir, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben es in der Hand. Im Namen des Bundesrats rufe ich Sie deshalb auf: Bleiben Sie daheim, wenn Sie älter als 65 oder krank sind. Bleiben Sie auf Distanz zu anderen Menschen. So helfen Sie sich. Und so helfen Sie den anderen.

Die Behörden lassen die Bevölkerung nicht allein. Wir kümmern uns um Betriebe und Arbeitsplätze. Der Bundesrat hilft Unternehmen, Angestellten und Freischaffenden, die um ihre Existenz kämpfen. Er sorgt dafür, dass Löhne bezahlt werden können und Firmen Kredite erhalten. Mehr als 40 Milliarden Franken stehen ab sofort zur Verfügung, rasch und unbürokratisch.

Ein riesengrosses Dankeschön! Nicht alle Menschen können zu Hause bleiben. Wir brauchen das Gesundheitspersonal, die Pöstler, die Verkäuferinnen, die Lastwagenfahrer, Bus-Chauffeure, unsere Bäuerinnen und Bauern, die Armeeangehörigen: Sie schauen, dass die Versorgung auch weiterhin funktioniert. Ihnen gebührt ein riesengrosses Dankeschön! Genau das hat die Schweiz immer ausgezeichnet. Wenn es darauf ankommt, sind wir mehr als 26 Kantone und 8,5 Millionen Menschen. Wir sind ein Land. Und wir sind füreinander da.

Ihre

Simonetta Sommaruga

Bundespräsidentin

Video
Aus dem Archiv: Sommaruga: Dringender Appell an die Bevölkerung
Aus News-Clip vom 16.03.2020.
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SRF 4 News, 02:00 Uhr; srf/sda/halp; SRF 4 News, 02:00 Uhr; srf/sda/halp

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175 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz  (antigonekunz)
    Es ist klar, ob hier oder anderswo wir haben ein sozialpolitisches Problem, mit chronisch unterdotierten Spitälern und entsprechendem Pflegepersonal, das entweder ganz klar unter dem Limit(FR/I) oder wie hier scharf am Limit laufen muss, weil da ein neoliberaler Sozialabbau seit Jahrzehnten praktiziert worden ist. Es ist weniger ein immunologisches Problem. Wenn dem so ist, haben wir es einem Medizinverständnis und Konsumismus zu verdanken. Wo Gesundheit mit Chemie und Impfen gleichgesetzt wird.
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    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Bitte, bitte. Hören Sie mit ihren pseudo-esoterisch-kritischen Kommentaren auf! Abstand halten und Händewaschen!
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  • Kommentar von Peter Schnider  (peters)
    Da sollen wir wenn immer möglich zuhause bleiben, aber die Grossverteiler starten unverblühmt mit täglich wechselnden Osteraktionen um die Kunden möglichst oft in ihre Filialen zu locken...
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    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Solche Aktionen werden ja lange im Voraus organisiert. Sie sind aber nicht gezwungen, bei solchen Aktionen der Grossverteiler mitzumachen. Es ist immer noch freiwillig etwas zu kaufen. Oder haben Sie Angst, etwas zu verpassen?
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    2. Antwort von Peter Schnider  (peters)
      Ich nicht.
      Kleiderläden haben ihre Sommerkollektionen auch schon lange bestellt und dürfen nun gar nichts verkaufen.
      Mit etwas gutem Willen liesse sich bestimmt für diese Marketingaktion eine andere Lösung finden. Es sind nunmal spezielle Zeiten und jeder kleine Beitrag kann helfen.
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  • Kommentar von Markus Schaub  (Markus Schaub)
    Nein Frau Sommaruga, wir, die Menscheit, haben es nicht mehr im Griff, denn: Die Natur kann viel aushalten, was wir ihr antun. Schlägt aber die Natur, auch in Form eines solchen Virus, zurück, ich meine RICHTIG zurück, dann hat die Menschheit keine Chance und wird vernichtet.
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