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Gastronomie und Kultur fordern konkrete Perspektiven
Aus HeuteMorgen vom 12.03.2021.
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Corona-Massnahmen Das erwarten Gastro- und Eventbranche vom Bundesrat

Die Gastronomie drängt auf Öffnungen, die Kultur will Perspektiven. Der Bundesrat bespricht das heute.

Weitere Öffnungsschritte sind von der epidemiologischen Situation abhängig. Der Bundesrat hat vier Richtwerte festgelegt, derzeit ist aber nur einer erfüllt: die Zahl der belegten Intensivpflegebetten. Sie liegt mit 174 unter dem Richtwert von 250.

Alle anderen Richtwerte zeigen nach oben: Allein gestern wurden gut 1400 Neuinfektionen gemeldet, was ein deutlicher Anstieg innerhalb Wochenfrist ist. Entsprechend stecken sich wieder mehr Menschen an.

Nur in drei Kantonen liegen die Reproduktionszahlen laut SRF Data unter 1 – in Neuenburg mit 0.81, in Obwalden mit 0.9 und in Appenzell Innerrhoden mit 0.86. Wie der Bundesrat also entscheiden wird, ist offen. Klar ist, dass er unter Druck steht, denn betroffene Branchen wünschen sich eine Perspektive.

Hotellerie und Kultur verlangen Lockerungen

Beim Verband der Hotellerie und Gastronomie nimmt Präsident Casimir Platzer Bezug auf den erfüllten Richtwert und sagt, die Spitäler seien leer und die Intensivbetten nur spärlich mit Covid-Patienten besetzt.

GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer will, dass deutlich rascher gelorckert wird.
Legende: Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer will, dass deutlich rascher gelockert wird. Keystone/Archiv

Weiter sagt Platzer: «Deshalb ist es angebracht, dass es eine Lockerung für das Gastgewerbe und die Branchen gibt, die noch zu sind.»

Wir hoffen natürlich, dass es eine erste Öffnung gibt, dass Veranstaltungen im kleinen Rahmen wieder möglich sind.
Autor: Marianne FlubacherLeiterin Kulturabteilung Stadt Thun

Auf mehr Öffnungen hoffen auch die Städte im Kulturbereich. Das sagt auch die Kulturbeauftragte von Thun, Marianne Flubacher: «Wir hoffen natürlich, dass es eine erste Öffnung gibt, dass Veranstaltungen im kleinen Rahmen wieder möglich sind, natürlich unter Berücksichtigung der Schutzkonzepte und der aktuellen Situation.»

Festivals wollen mehr Planungssicherheit

Beim Verband der grossen Openairs und Konzertveranstalter SMPA hält Präsident Christoph Bill fest, er habe vollstes Verständnis für die schwierige Situation.

SMPA-Präsident Christoph Bill trägt eine Brille und hat eine Glatze. Er trägt ein blaues Hemd und ein Jacket.
Legende: SMPA-Präsident Christoph Bill zeigt Verständnis für die aktuelle Lage, verlangt aber einen konkreten Lockerungsplan, da die Durchführung von Veranstaltungen genügend Vorlaufzeit brauche. Keystone/Archiv

Bill sagt weiter, er brauche Perspektiven, auch wenn sie vorsichtig wären. «Aber es braucht Aussagen auch im Hinblick darauf, dass wir ja die Kultur erhalten wollen und dass wir vielleicht Pläne B und C in kleineren Formaten ausarbeiten wollen. Wir brauchen eine Vorlaufzeit und entsprechend brauchen wir eine Planungssicherheit.»

Es sind also Sicherheit und Perspektiven vom Bundesrat gefragt. Diese zu bieten, ist aber in Zeiten einer unsicheren Entwicklung schwierig.

Quelle: Bundesrat, 24.02.21RestaurantterrassenInnenbereiche der RestaurantsÖffnung vonLockerungenRichtwerte für eine ÖffnungWeiteres VorgehenMögliche Öffnungsschritte ab dem 22. MärzHomeoffice-PflichtKultur- und Sportveranstaltungen mitPublikum in begrenztem Rahmen• Positivitätsrate unter fünf Prozent• Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten unter 250 belegten Betten• Durchschnittliche Reproduktionszahl über die letzten 7 Tage unter 1• 14-Tages-Inzidenz am 17. März nicht höher als am 1. März• Nächste Konsultation der Kantone ab 12. März• Entscheide des Bundesrats am 19. März.• Nächste mögliche Öffnungsschritte ab 22. MärzSport in InnenräumenÖffnung für andere Tätigkeiten in InnenräumenPräsenzunterricht an Hochschulen
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Corona-Krise: Wieder steigende Fallzahlen in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 11.03.2021.
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HeuteMorgen, 12.03.2021, 06:00 Uhr

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117 Kommentare

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  • Kommentar von Jacqueline Marti  (Muma)
    Wenn ich die meisten Kommentare lese, kommt es mir vor dass wir nur von Restaurants und Kultur leben! Wo bleibt da die Familie, das Umfeld und sich selber, dies sind die wichtigsten Faktoren während einer Pandemie um sich gegeseitig zu unterstützen.
  • Kommentar von Peter Blattner  (peter-blattner)
    Es wird immer nur von Infizierten geredet. Vielviele davon wirklich erkrankt, leicht, schwer erkrankt oder gar verstorben sind, erfährt man nie. Es sollte dem BAG doch möglich sein, verlässliche Zahlen zu ermitteln. Es wird auch mitgeteilt, dass 25% an Long-Covid leiden, aber 25 % der Infizierten oder der Erkrankten. Leider hat das BAG die Mithilfe des BA für Statistik abgelehnt. Vielleicht hätten wir so verlässlichere Zahlen. Schade!
  • Kommentar von Hans-Walter Katzengruber  (hanswalter)
    Mir kommt es so vor das den Menschen die Gesundheit egal ist. Vor allem die Gesundhiet ihrer Mitmenschen. Hauptsache Shoppen, Auswärts Essen und Ferien sind gesichert. Eine Konsumgesellschaft erster Güte. Wenn man sich dann aber ansteckt ist das Gejammer gross und dann geht es erst richtig los alle im Umfeld müssen sich dann testen lassen und hoffen negativ zu sein. Ein Egoismus sondergleichen.
    1. Antwort von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
      Herr Katzengruber. Das Menschen egoistisch sind, liegt wohl in ihrer Natur. Wenn Leute die Beendigung der Massnahmen fordern, hat es auch damit zu tun, dass ihnen z.T. erhebliche Nachteile daraus erwachsen, die dann wiederum andere, ev. auch aus Egoismus, nicht sehen wollen.