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Zehn Personen dürfen sich privat treffen
Aus SRF News vom 19.03.2021.
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Corona-Massnahmen Das hat der Bundesrat entschieden

Neu zehn Personen bei privaten Treffen erlaubt: Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung entschieden, die Beschränkung für Treffen im Familien- und Freundeskreis in Innenräumen von fünf auf maximal zehn Personen zu lockern. Für weitere Öffnungen sei das Risiko eines unkontrollierten Anstiegs der Fallzahlen derzeit zu gross, nachdem die Zahl der Infektionen seit Ende Februar wieder zunimmt. Ausserdem seien noch zu wenig Menschen geimpft, um einen starken Anstieg der Hospitalisationen zu vermeiden.

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Alain Berset: «Der Bundesrat hat nur Lockerungen bei persönlichen Treffen beschlossen»
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Verzicht auf alle weitergehenden Öffnungen: Für den Bundesrat lässt derzeit die epidemiologische Lage den in Konsultation geschickten zweiten Öffnungsschritt nicht zu. Auch in sämtlichen Nachbarländern würden die Zahlen steigen, obwohl dort die Massnahmen zum Teil deutlich strenger seien als in der Schweiz. Es gebe zudem Hinweise, dass die neuen Virusvarianten nicht nur viel ansteckender, sondern auch tödlicher sind. Mittlerweile seien die neuen Varianten für über 80 Prozent der Infektionen verantwortlich.

Ein anderer Entscheid wäre in der jetzigen Lage nicht gerechtfertigt.
Autor: Alain BersetBundesrat

«Ein anderer Entscheid wäre in der jetzigen Lage nicht gerechtfertigt», sagte der Gesundheitsminister. Für die betroffenen Branchen, aber auch Veranstalter und Kulturschaffende sei die Lage sehr schwierig, etwa für den Tourismus.

Mögliche Lockerungen nun erst ab 14. April: Die nächsten Lockerungsschritte sollen laut dem Bundesrat erst erfolgen, «wenn alle Risikogruppen geimpft sind». Das sei heute noch nicht der Fall. Bis Mitte April sollte dies der Fall sein, so die Hoffnung. Dann will der Bundesrat erneut über das weitere Vorgehen entscheiden.

Grundlage für den nächsten Öffnungsschritt bietet das Massnahmenpaket, das er letzte Woche in Konsultation gegeben hat. In dieser Konsultation habe eine klare Mehrheit der Kantone eine schrittweise Öffnung mit flankierenden Massnahmen begrüsst. In zahlreichen Stellungnahmen würden teils weitergehende, aber auch differenziertere oder anders gestaffelte Öffnungsschritte gefordert.

Alle Kantone unterstützten die Öffnung der Restaurantterrassen per 22. März, die Hälfte der Kantone hätten auch die Öffnung der Innenbereiche gefordert, wenn die Lage dies erlaubt. Es werde von den Kantonen aber auch gemahnt, dass die Entwicklung noch etwas abgewartet werden müsse, bevor weitere Öffnungen erfolgen.

Allfällige Verschärfungen abhängig von Impfungen: Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung auch diskutiert, ab wann wieder eine Verschärfung der Massnahmen ins Auge gefasst werden muss, sollte sich die Lage drastisch verschlechtern.

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Patrick Mathys (BAG): «In einer dritten Phase sind keine Massnahmen vorgesehen»
Aus News-Clip vom 19.03.2021.
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Dabei solle berücksichtigt werden, wie viele Menschen bereits geimpft sind. Der Bundesrat schlägt ein Modell mit drei Phasen vor. Solange noch nicht alle Personen aus Risikogruppen geimpft sind (erste Phase), seien strengere Richtwerte nötig. Im Zentrum stehe eine 14-Tages-Inzidenz von 350. Weitere Richtwerte betreffen die Auslastung der Intensivplätze mit Covid-19-Patienten, die Hospitalisationen und die Reproduktionszahl. Diese Richtwerte stellten keinen Automatismus dar, sondern sollen als Grundlage für einen allfälligen Entscheid des Bundesrats dienen.

Weiterhin keine Zuschauer

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Mit dem Abwarten des Bundesrats sind zumindest für die nächsten vier Wochen auch Sportveranstaltungen mit Zuschauern vom Tisch. Die Lage wird, wie kommuniziert, erst nach Ostern, am 14. April, wieder beurteilt.

Mit anderen Worten: Selbst Veranstaltungen mit Zuschauern in eng begrenztem Rahmen sind in nächster Zukunft kein Thema. Und auch der Amateur- und Breitensport muss warten, bis wieder Wettkämpfe erlaubt sind.

Wenn dann alle Personen aus Risikogruppen geimpft seien (zweite Phase), können weniger strenge Richtwerte akzeptiert werden. Die Entwicklung der Epidemie müsse aber unter Kontrolle sein. Wenn schliesslich alle impfwilligen Personen geimpft seien (dritte Phase), dürften gemäss heutiger Einschätzung des Bundesrats keine Schliessungen und auch keine Richtwerte mehr nötig sein.

Quelle: Bundesrat, 19.03.21Weiter geschlossen: Restaurants, Bars, Discos, Sportanlagen (drinnen), Kultur- und Freizeitbetriebe (drinnen)Homeoffice-PflichtMaskenpflichtFernunterricht an HochschulenRegeln für SkigebieteVerbot von Sport mit KörperkontaktSingen nur im FamilienkreisAusnahmen bei Sport, Gesang und Kultur für unter 20-Jährige20Das hat der Bundesrat am 19. März beschlossenLockerung ab dem 22. MärzWeiterhin giltRichtwerte für erneute VerschärfungenWeiteres VorgehenVorschlag Bundesrat:Private Treffen in Innenräumen: 10 statt 5 PersonenWeitere Öffnungen und Lockerungen wegen Anstieg der Fallzahlen verschoben.Private Treffen im Freien: bis 15 Personen1. Phase:Impfung der Risikogruppen nicht abgeschlossen - strengere Richtwerte (z.B. 14-Tages-Inzidenz von 350)2. Phase: Risikogruppen geimpft - weniger strenge Richtwerte3. Phase: Impfung aller Impfwilligen abgeschlossen - keine Schliessungen und Richtwerte mehrNächster Entscheid vom Bundesrat voraussichtlich am 14. April.

SRF 1, 19.03.2021, 15:00 Uhr;

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178 Kommentare

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  • Kommentar von Hanni Mayer  (PlatonSokrates)
    Ich bin froh dass der Bundesrat nur diese eine Lockerung erlassen hat.Alles andere wäre katastrophal in der aktuellen Situation. Der Bundesrat hat sich in letzter Zeit wieder verbessert, meines Erachtens als Ärztin war er einige Zeit zu locker. Besser jetzt durchhalten als wieder ein härteren Lockdown. Ich hoffe auch dass sich die Bürger über Ostern daran halten.
    1. Antwort von Wolfgang Linder  (Pewoli)
      Ja Frau Mayer,
      Etwas naiv zu glauben oder zu hoffen.
      Die Regel von 5 auf 10 zu erhöhen war falsch.
      Die Terrassen zu öffnen wäre besser gewesen unter einhaltung der konzepte.
      Und die Bürger hätten es auch verstanden.
  • Kommentar von Hanni Mayer  (PlatonSokrates)
    Ich bin froh dass der Bundesrat nur diese Lockerung durchgeführt hat. Alles weitere wäre fatal. Mittlerweile beherrscht die britische Mutation größtenteils die Pandemie auch die brasilianischen u südafrikanischen Varianten nehmen zu. Anbetracht dessen der einzig richtige Entscheid. Das Virus bestimmt das Vorgehen und der Bundesrat hat das begriffen,sicher in Absprache mit der Task-Force. Lieber länger warten als ein neuer harter Lockdown. Bitte haltet durch.Es werden bessere/gute Zeiten kommen
  • Kommentar von Daniel Kappeler  (Dani Toggenburg)
    Zuwenig Leute seien geimpft? Ja wessen Schuld ist es denn? Hat die Politik oder das Volk denn die Impfeinkäufe vermasselt? Wir baden das aus, was die Politik vermasselt hat. Aber Herr Berset ist ja geimpft..
    1. Antwort von Thomas Spirig  (lalelu)
      wie haben die das den exakt genau vermasselt? waren sie dabei? da würde ich gerne mal etwas mehr hören als nur behauptungen.