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Jeder muss sich an die Massnahmen halten – sonst werden sie nicht reichen
Aus HeuteMorgen vom 29.10.2020.
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Corona-Pandemie Die Schweiz geht einen risikoreichen Weg

Es ist ein Versuch, ohne den sprichwörtlichen Holzhammer auszukommen. Trotzdem: Die Massnahmen des Bundesrates sind für bestimmte Betriebe hart und sie treffen auch unser Privatleben. Doch genau das ist die Hauptidee dahinter: Weniger Kontakte zwischen Menschen.

Unbedingt weniger Leute treffen

Eine neue Studie zeigt, dass eine Beschränkung der sich treffenden Leute die wirksamste einzelne Massnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus ist.

Deshalb könnten das Verbot von Veranstaltungen mit über 50 Personen (mit einzelnen Ausnahmen) und das Verbot von privaten Treffen mit mehr als zehn Personen als Massnahmen ausreichen.

Allerdings: Wenn ich heute zehn Freunde treffe und morgen nochmals zehn andere Menschen und übermorgen wieder, dann steigt die Ansteckungsgefahr – und dann nützen auch die neuen Massnahmen nichts. Das individuelle Verhalten bleibt also entscheidend.

Jeder Einzelne muss mitmachen

Was der Bund gestern beschlossen hat, deckt sich im Wesentlichen mit den Forderungen der wissenschaftlichen Corona-Taskforce. Allerdings kommt die von ihnen vorgeschlagene Aufstockung des Contact Tracing und von Testzentren nicht. Das könnte sich spätestens dann rächen, wenn wir die Fallzahlen wieder mühsam heruntergedrückt haben.

Die Schweiz schlägt jetzt einen mutigen und risikoreichen Weg ein: Trotz fast rekordhoher Fallzahlen in Europa, bleiben wir bei den Massnahmen deutlich moderater als andere Länder.

Es ist erneut ein Appellieren an die Selbstverantwortung jedes Einzelnen.

Daniel Theis

Daniel Theis

SRF-Wissenschaftsredaktor

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Daniel Theis ist promovierter Atmosphärenchemiker und Mikrobiologe. Seine Spezialgebiete sind Energiethemen, Mobilität und technische Entwicklungen. Er arbeitet seit 2013 in der SRF-Wissenschaftsredaktion.

SRF 4 News, Heute Morgen vom 29-10.2020

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221 Kommentare

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  • Kommentar von Melissa Sarfels  (Melissa)
    EIGENVERANTWORTUNG
  • Kommentar von Nadine Eckert  (NEY)
    Ich kann auf der einen Seite die einen wie auch die anderen verstehen, aber reflektierendes denken wäre echt schön. Bevor man an allem nörgelt und reklamiert erstmal bei sich selber schauen. Und ja die preussische Gangart ist hier nicht veliebt. Aber jetzt mal ehrlich ... ich arbeite im fitnessbereich und sehe leute, die so viel verantwortung tragen, dass die auf dem Velo sitzen und ausdauer trainieren und ihre maske unter die nase gezogen haben oder gar unter den mund. Was bitte soll das?
    1. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      Ich will hier keine Maskendiskussion lostreten, solange er die geltenden Regeln befolgt darf dazu jeder seine eigene Meinung haben. Im Ausdauersportbereich kenne ich mich aber etwas aus. Und ich behaupte jetzt einfach einmal, dass dieser mit einer Maske vor den Atmungswegen schlichtweg nicht möglich ist. Wer ein wirksames Ausdauertraing betreiben will verlegt dieses vom Laufband und Ergometer nach draussen, maskenfrei und virenarm. Was Sie beschreiben ist Bewegungstherapie ;-)
  • Kommentar von Pascale Schmid  (Blasius)
    Cool, mal ein Virus das sagt 'Stopp mein Wirt ist noch keine 12 Jahre alt, also NICHT ÜBERTRAGEN!'
    Echt jetzt?
    1. Antwort von Lisa Schliewe  (LisaSchliewe)
      Irgendwo muss man aber auch noch sehen dass ein Kind ein Kind ist und nicht völlig fassen kann was hier gerade passiert und was das bedeutet. Auch ist hier der Spagat zwischen Schutz und normaler Entwicklung echt schwierig
    2. Antwort von Sibylle Corrodi  (SC)
      Wir haben es jetzt mehrfach erlebt: Kinder wurden aus den Klassen genommen, weil deren Eltern postiv getestet wurden. Es hat durch diese Kinder aber jeweils keine weiteren Fälle unter den Kindern gegeben. Es läuft eigentlich immer über die Eltern. Und in meisten Fällen wurden die Kinder dann sogar negativ getestet. Kinder sind wirklich nicht die Treiber. Wenigstens das scheint zu stimmen.